Die Fritsch-Buttenberg-Wiechell-Umlagerung ist eine Namensreaktion der organischen Chemie, die nach ihren Entdeckern Paul Ernst Moritz Fritsch (1859–1913), Wilhelm Paul Buttenberg und Heinrich G. Wiechell benannt ist. Es handelt sich um eine Umlagerungsreaktion, bei der ein 1,1-disubstituiertes Vinylhalogenid zu einem Alkin umgesetzt wird. Die Substituenten können dabei Aryl- oder Alkylsubstituenten, aber auch Wasserstoffatome sein. Sie wird mit einer starken Base (z. B. einem Alkoholat oder Butyllithium) durchgeführt.
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Reaktionsmechanismus Der vorgeschlagene Reaktionsmechanismus der Fritsch-Buttenberg-Wiechell-Umlagerung sei hier beispielhaft mit einem Alkoholat dargestellt.
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Die Reaktion beginnt mit dem Vinylhalogenid 1. Eine starke Base, hier ein Alkoholat, deprotoniert das Alken, wobei der entsprechende Alkohol und das Alkenylanion 2 gebildet werden. Es folgt eine Eliminierung des Halogenids, wobei intermediär das Carben 3 entsteht. Nach Wanderung eines der beiden Substituenten wird unter Ausbildung einer Dreifachbindung das Alkin 4 gebildet.
Praktische Anwendung Die Fritsch-Buttenberg-Wiechell-Umlagerung kann unter anderem für die Synthese terminaler Alkine genutzt werden. So können beispielsweise alkinylierte Steroidhormone dargestellt werden, die von pharmazeutischem Interesse sind.Eckhard Ottow, Ralph Rohde, Wolfgang Schwede, Rudolf Wiechert: Synthesis of 11β-(alkynyl)substituted 19-norsteroids. In: Tetrahedron Letters. 34, 1993, S. 5253–5256, doi:10.1016/S0040-4039(00)73966-9.
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Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Umlagerung Kategorie:Namensreaktion