miniatur|Grabstein auf dem jüdischen Friedhof in Hagen i. Br. Der Jüdische Friedhof Hagen im Bremischen in der Gemeinde Hagen im Bremischen im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven liegt östlich des Ortes am Rande des Waldstückes Döhren.
Geschichte
Der jüdische Friedhof in Hagen ist einer von sechsen im Landkreis Cuxhaven (Bad Bederkesa (1754), Wingst (1767), Midlum (1848), Beverstedt (1857) und Stotel (etwa 1860)). 1786 erwarben die Juden der Gemeinde in Hagen einen Begräbnisplatz im Forst Döhren. Er lag damals weit außerhalb des Ortes, ist aber älter als der christliche Friedhof, der am 30. April 1856 eingeweiht wurde. Am 21. März 1936 wurde die 74-jährige Bertha Herzberg aus Uthlede als letzte Person auf dem jüdischen Friedhof beerdigt.Hansdieter Kurth, Das Leben in der jüdischen Gemeinde Hagen, Unter der Staleke 146, S. 26
Ein Gedenkstein erinnert an die unter nationalsozialistischer Herrschaft umgekommenen Juden: „Unter der national-sozialistischen Herrschaft mußten in den Jahren 1933-1945 ihr Leben lassen, weil sie Juden waren: (es folgen die Namen von sieben Personen)“.
Auf dem 1387 m² großen Friedhof sind 79 Mazewa (Grabsteine) ERHALTEN. Die häufigsten Namen auf den Steinen sind Freudenberg (Uthlede), Gottschalk (Hagen und Sandstedt), Goldmann (Sandstedt), Goldschmidt (Hagen), Herzberg (Uthlede), Leeser (Bramstedt, Hagen und Uthlede) und Wolff (Hagen und Sandstedt).Hansdieter Kurth, Das Leben in der jüdischen Gemeinde Hagen, Unter der Staleke 146, S. 26
Beerdigung von Ida Leeser mini|Grabstein von Ida Leeser (links) und Hannchen Leeser Am 16. Juli 1935 starb Ida Leeser, eine Handarbeitslehrerin, die in Hagen geachtet war. Über die Beerdigung berichteten die örtlichen Zeitungen.
Die Trauernden zogen vom Wohnhaus Ida Leesers (heute Amtsplatz 5) über den heutigen Amtsdamm in Richtung Bramstedt und bogen nach rechts zum Waldstück „Döhren“ ein, an dessen Rand sich der jüdische Friedhof befindet.
Siehe auch Liste der Baudenkmale in Hagen im Bremischen Martin Engelhardt, in Beverstedt: Ewige Ruhestätte der Synagogen-Gemeinde Hagen, 2022
Literatur Jürgen Bohmbach: Hagen. In: Herbert Obenaus (Hrsg. in Zusammenarbeit mit David Bankier und Daniel Fraenkel): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen. Band 1 und 2 (1668 S.), Göttingen 2005, Seite 688–690; ISBN 3-89244-753-5 Hansdieter Kurth, Das Leben in der jüdischen Gemeinde Hagen, Serie in der Heimatzeitung „Unter der Staleke“, Nr. 143 ff Luise Bär, Auch Synagogenstifter Gottschalk ist hier begraben, Staleke-Herausgeber Hansdieter Kurth nahm rund 50 Interessierte mit zu einem Rundgang über den jüdischen Friedhof in Hagen, Osterholzer Kreisblatt, 19. Juli 2013
Einzelnachweise
Weblinks
Hagen. In: Übersicht über alle Projekte zur Dokumentation jüdischer Grabinschriften auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland; hier: Niedersachsen Jüdischer Friedhof Hagen i.Br.
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