Rübhausen ist ein Ortsteil der Stadt Königswinter im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis. Er gehört zum Stadtteil Oberpleis und zur Gemarkung Wahlfeld, am 31. Dezember 2025 zählte Rübhausen 56 Einwohner. mini|Rübhausen, Luftaufnahme (2015)
Geographie Der Weiler Rübhausen liegt im Pleiser Hügelland auf und einem nach Nordwesten zu dem am Ortsrand verlaufenden Pleisbach-Zufluss Eisbach abfallenden Gelände, zwei Kilometer nordöstlich des Ortszentrums von Oberpleis. Zu den nächstgelegenen Ortschaften gehören Broichhausen und Kurscheid im Norden und Nordosten, Wiersberg im Osten (alle Stadt Hennef (Sieg)), Waschpohl und das bis auf 300 m an Rübhausen heranreichende Pützstück im Südosten und Süden, Eisbach im Südwesten und Pleiserhohn im Nordwesten. Zu den Nachbarorten führen ausschließlich Gemeindeverbindungsstraßen.
Geschichte Rübhausen gehörte zur Honschaft Wahlfeld, einer von zuletzt fünf Honschaften, aus denen sich das Kirchspiel Oberpleis im bergischen Amt Blankenberg zusammensetzte.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 309 ff. Die Ortschaft trat spätestens 1572 im Zusammenhang mit einer Verpachtung des Rübhauser Zehnten durch den Propst von Oberpleis zur Hälfte an einen Lambert von Rübhausen urkundlich in Erscheinung.Erich Wisplinghoff: Siegburg Urkundenbuch. In: Stadtarchiv Siegburg (Hrsg.): Urkunden und Quellen zur Geschichte von Stadt und Abtei Siegburg, Band 2, Respublica Verlag, 1964, S. 557.
Nach Auflösung des Herzogtums Berg im Jahre 1806 war Rübhausen Teil der Kataster- bzw. Steuergemeinde Wahlfeld im Verwaltungsbezirk der Bürgermeisterei Oberpleis und wurde 1845/46 mit Wahlfeld in die neu gebildete Gemeinde Oberpleis eingegliedert. Im Rahmen von Volkszählungen war die Ortschaft mindestens bis 1843 als Hof verzeichnet. Sie ist seither nicht wesentlich über ihren damals erreichten Umfang hinausgewachsen.
+ Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1816 42 1828 47 1843 62 1885 43 1905 55
Sehenswürdigkeiten mini|Denkmalgeschützte Fachwerkscheune (2014)
Als Baudenkmal unter Denkmalschutz steht eine Fachwerkscheune aus dem 18. Jahrhundert an der Rübhausener Straße Ecke Arnoldsgarten. Es handelt sich um eine freistehende Quertennenscheune mit Krüppelwalmdach, die auf einer Giebelseite verputzt ist.Angelika Schyma: Stadt Königswinter. (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmäler im Rheinland, Band 23.5.) Rheinland-Verlag, Köln 1992, ISBN 3-7927-1200-8, S. 259.
Zwischen Rübhausen und Pützstück liegt der Reithof des Gestüts Tannenhof, der vor der Inbetriebnahme des Laagshofs 1971 das erste Reitsportzentrum der Stadt Königswinter war und unter anderem zwei Reithallen umfasst.Im Laagshof wurde eine Reithalle ihrer Bestimmung übergeben, Virtuelles Heimatmuseum Ittenbach
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Königswinter Kategorie:Gemarkung Wahlfeld Kategorie:Ersterwähnung 1572