Burchard Giesewell (auch: Burkhard David Friedrich Giesewell;Normdateneintrag () der Deutschen Nationalbibliothek geboren 2. Juli 1785 in Hannover; gestorben 11. April 1856 ebenda) war ein deutscher Maler, Porträtmaler, Grafiker und Zeichenlehrer.Bernhard Dörries, Helmut Plath: Alt-Hannover 1500–1900 …, S. 54f., 92f., 120, 137f., insbesondere S. 141

Leben Burchard Giesewell war ein Schüler von Johann Heinrich Ramberg.Tschechische Angaben im Zusammenhang mit Alheidis von Rohr Von 1819 bis 1853 unterrichtete er selbst als Zeichenlehrer; an der Königlichen Hofschule in Hannover und der Neustädter Knabenschule in der Calenberger Neustadt.

1856, seinem letzten Lebensjahr, bewohnte Giesewell das Haus Andertensche Wiese 35.Adreßbuch der Königlichen Haupt- und Residenz-Stadt Hannover und ihrer Vorstädte für 1856, Teil I, Abteilung 4: Alphabetisches Verzeichniß der Einwohner, Verlag der Lammingerschen Buchdruckerei (Klindworth; Kleine Brandstraße 17), Hannover 1856, S. 132; Digitalisat der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek über den DFG-Viewer der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Schüler Georg Heinrich Busse. Georg DurandGeorg Kaspar Nagler: Durand, Georg, in ders.: Neues allgemeines Künstler-Lexicon oder Nachrichten von dem Leben und Werken der Maler, Bildhauer, Baumeister, Kupferstecher, Formschneider, Lithographen, Zeichner, Medailleure, Elfenbeinarbeiter, etc., 3. Auflage, Band 4, unveränderter Nachdruck der ersten Auflage 1835–1852, Leipzig: Schwarzenberg & Schumann, 1852, S. 212; Digitalisat über Google-Bücher Ludwig Adam Kelterborn (Hannover 1811 – Basel 1878)

Werke

mini|Johann Egestorff; Ölbild um 1830

mini|„Die Neustädter Schule in Hannover“; 1830, Niedersächsisches Landesmuseum Hannover

1827: Der Mühlenplatz vor der Schlossbrücke und dem Leineschloss; das Ölgemälde zeigt einen Aufmarsch von Garde-Grenadieren mit Bärenfellmützen. Zu sehen ist die Klickmühle mit dem Wasserturm der Bornkunst, das 1798 erbaute, mächtige Kornmagazin, das langgestreckte Haus der ehemaligen Königlichen Wäscherei, das Vergnügungslokal Vauxhall und das Lyzeum, die Lateinschule Hannovers. 1830: „Die Neustädter Schule in Hannover“, Ölgemälde, Niedersächsisches Landesmuseum HannoverFranz Rudolf Zankl: Die Neustädter Schule in Hannover, Ölgemälde von Burchhard Giesewell, 1830. Niedersächsisches Landesmuseum, Städtische Galerie, in: Hannover Archiv, Blatt K 8 um 1830: Ölgemälde mit Johann Egestorff, um 1830Waldemar R. Röhrbein: Egestorff, (1) Johann. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 145. um 1835: Das Ölbild vom Himmelreich (heute: Friederikenbrücke) zeigt aus anderer Sicht die Klickmühle mit dem Wasserturm, aber auch das an das Leineschloss 1689 angebaute alte Opernhaus (abgerissen 1854 zugunsten des Opernhauses in Hannover an anderer Stelle). Zu sehen ist auch der Standort vom ehemaligen Haus der Väter und das Wangenheimpalais, das seinerzeit noch ohne den Wintergarten-Anbau von Laves auskam. um 1840: Das Ölbild vom Georgsplatz (Platzerweiterung der Georgstraße) zeigt eine fast ländliche Idylle mit dem Palais des Reichsgrafen und Erbpostmeisters von Platen-Hallermund im Zentrum. Daneben, in der späteren Potthofgasse, eine wenig kleinere Villa der Familie von Kielmannsegge. An einem Turm der ehemaligen Stadtbefestigung Hannovers ist der Stadthof zu sehen, in dem damals der Abt vom Kloster Loccum wohnte. Das Bild ist im Besitz des Historischen Museums Hannover. um 1840: Die Artilleriestraße führte als erst einseitig mit wenigen geräumigen Gartenhäusern bebaute Umgehungsstraße um die Stadt herum vom Steintor ostwärts Richtung Aegidientor. Zwischen dem alten Posthof (ehemals an der heutigen Celler Straße) und der Artilleriestraße zieht sich lediglich ein unbebautes Wiesenland. Ölgemälde um 1840: Die Graft bezeichnete Szenerie in Öl zeigt vom südöstlichen Eck des Grenzgrabens um den Großen Garten das Übersetzen einer Gruppe von Bürgern mit einer Kahnfähre. Erst am Horizont zeichnet sich hinter der Steintormasch die Silhouette der Stadt ab; der Schornstein der Imperial Continental Gas Association, der erste in der Ferne sichtbare überhaupt, zeigt den Beginn des Industriezeitalters an. um 1843: 6 Federzeichnungen, in: Hermann Kothe: Der Nebelriese. Buntes für Freunde der Laune, Hannover: Helwing’sche Hofbuchhandlung, 1843gewerbliche Anzeige auf antikbuch24.de

Literatur Bernhard Dörries, Helmut Plath (Hrsg.): Alt-Hannover 1500–1900 / Die Geschichte einer Stadt in zeitgenössischen Bildern von 1500–1900. Vierte, verbesserte Auflage, Heinrich Feesche Verlag Hannover, 1977, ISBN 3-87223-024-7, S. 54f., 92f., 120, 137f., insbesondere S. 141 Alheidis von Rohr: Burchhard Giesewell. Ein Schüler Johann Heinrich Rambergs. In: Weltkunst, Bd. 10/98, München: Kunst und Technik, 1998gewerbliche Anzeige

Weblinks

Giesewell, Burchard auf CERL

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Porträtmaler Kategorie:Grafiker (Deutschland) Kategorie:Maler (Hannover) Kategorie:Zeichner (Deutschland) Kategorie:Lehrer (Deutschland) Kategorie:Person (Calenberger Neustadt) Kategorie:Geboren 1785 Kategorie:Gestorben 1856 Kategorie:Mann Kategorie:Schullehrer