Der Grammy Award for Album of the Year (dt. Grammy-Auszeichnung für das Album des Jahres) ist ein Musikpreis, der seit 1959 bei den jährlich stattfindenden Grammy Awards verliehen wird. Mit diesem Preis werden gleichermaßen Interpreten, Produzenten und Toningenieure ausgezeichnet, die im Vorjahr der Verleihung ein qualitativ hochwertiges Musikalbum herausgebracht haben. Auf: grammy.org (englisch). Abgerufen am 2. April 2012. Album des Jahres ist eine der vier Hauptkategorien der Grammys.

Hintergrund und Geschichte Die Grammy Awards (eigentlich Grammophone Awards) werden seit 1959 jährlich für künstlerische Leistung, technische Kompetenz und musikalische Gesamtleistung in verschiedenen Kategorien von der National Academy of Recording Arts and Sciences (NARAS) verliehen, unabhängig von der Verkaufszahl des Werks. Auf: grammy.org (englisch), abgerufen am 2. April 2012.

Der Grammy Award für das Album des Jahres ist seit der ersten Grammyverleihung im Jahre 1959 im Programm der Preisvergabe. Er ist neben den Preisen für die beste Aufnahme, den besten Song und den besten Newcomer eine der vier wichtigsten Auszeichnungen der Verleihung und wird dem General Field (dt. allgemeinen Bereich) zugeordnet. Auf: roxikon.de. Abgerufen am 13. Dezember 2011. Bedingung für eine Nominierung ist, dass das Album zu mindestens 51 % aus neuem Material besteht. Von 1962 bis 2011 waren Aufnahmen von klassischen Werken vom Preis ausgeschlossen, diese wurden mit der Kategorie Grammy Award for Best Classical Album (dt. Grammy-Auszeichnung für das beste klassische Album) ausgezeichnet. 2012 wurde diese Rubrik in das Album des Jahres integriert, so dass Nominierungen aus der klassischen Musik nun wieder möglich sind.

Bis einschließlich 1965 wurde die Auszeichnung ausschließlich an die beteiligten Interpreten verliehen, ab 1966 zeichnete man zusätzlich die Produzenten des Albums aus. Seit 1999 erhalten auch die an der Aufnahme beteiligten Toningenieure einen Preis, ab dem Jahre 2002 auch die für die Nachbearbeitung zuständigen Mastering-Ingenieure. Zwischen 1966 und 1981 konnte ein Interpret in dieser Kategorie zwei Auszeichnungen gewinnen, wenn er gleichzeitig als Produzent fungierte,Datenbank der Preisträger. Auf: grammy.com (englisch). Abgerufen am 2. April 2012. seitdem ist nur noch eine Trophäe pro Jahr und Beteiligtem möglich, auch wenn dieser mehrere Funktionen übernahm.

Bis einschließlich 2018 gab es jährlich fünf Nominierungen für das Album des Jahres (dreimal waren es wegen Stimmengleichheit sechs). 2019 wurde die Anzahl der Auszeichnungskandidaten in allen vier Hauptkategorien auf acht und 2022 auf zehn erhöht.

Statistik Taylor Swift gewann den Grammy Award for Album of the Year vier Mal, somit hält sie den Rekord für die meisten Grammys für das Album des Jahres. Drei Interpreten, nämlich Frank Sinatra, Stevie Wonder, Paul Simon haben jeweils drei Mal gewonnen. Simon gewann einen dieser Preise als Teil der Gruppe Simon & Garfunkel. Frank Sinatra und Paul McCartney wurden beide acht Mal nominiert und sind somit die Interpreten mit den meisten Nominierungen. Zwei Interpreten wurden vier Mal nominiert ohne prämiert zu werden. Diesen Rekord teilen sich Kanye West und Lady Gaga.

52 Mal waren Interpreten aus den Vereinigten Staaten erfolgreich, somit ist es das Land mit den meisten Auszeichnungen. Interpreten aus Großbritannien konnten den Preis 12 Mal gewinnen, Kanada stellte bei drei Verleihungen die Preisträger. Durch die Erfolge von U2 ging die Auszeichnung zwei Mal an irische Interpreten. Mit dem Inder Ravi Shankar, dem Deutschen Klaus Voormann, die beide 1973 ausgezeichnet wurden, dem Brasilianer João Gilberto sowie Daft Punk aus Frankreich ging der Preis insgesamt vier Mal an Interpreten aus einem nicht englischsprachigen Land.

Bei den Produzenten teilen sich vier Personen den Rekord für die meisten Preise: Daniel Lanois, David Foster, Phil Ramone und Stevie Wonder wurden je drei Mal ausgezeichnet. Die Toningenieure Chris Theis, Commissioner Gordon, Jim Scott, Mike Piersante, Tony Prendatt und Warren Riker wurden für ihre Arbeit in dieser Kategorie je zwei Mal prämiert und sind damit die erfolgreichsten Tontechniker. Bernie Grundman und Gavin Lurssen wurden beide zwei Mal für das Mastering ausgezeichnet und sind somit in diesem Bereich die Rekordhalter.

Gewinner und Nominierte JahrKünstler / BandNationalität WerkWeitere nominierte KünstlerBilderder Künstler19594. Mai 1959 Henry Mancini The Music from Peter Gunn Ella Fitzgerald – Ella Fitzgerald Sings the Irving Berlin Songbook Frank Sinatra – Only the Lonely Frank Sinatra – Come Fly with Me Van Cliburn – 1. Klavierkonzert 120px|Henry Mancini, um 1970196029. November 1959 Frank Sinatra Come Dance with Me Harry Belafonte – Belafonte at Carnegie Hall Henry Mancini – More Music from Peter Gunn Robert Russell Bennett – Victory at Sea, Vol. 1 Van Cliburn – 3. Klavierkonzert120px|Frank Sinatra (1947)196113. April 1961 Bob Newhart The Button-Down Mind of Bob Newhart Erich Leinsdorf – Turandot Frank Sinatra – Nice ’n’ Easy Harry Belafonte – Belafonte Returns to Carnegie Hall Nat King Cole – Wild Is Love Swjatoslaw Richter – 2. Klavierkonzert 120px|Bob Newhart (1991)196229. Mai 1962 Judy Garland Judy at Carnegie Hall Henry Mancini – Filmmusik zu Frühstück bei Tiffany Nat King Cole – The Nat King Cole Story Ray Charles – Genius + Soul = Jazz Si Zentner, Johnny Mann Singers – Great Band with Great Voices Johnny Green – Soundtrack zu West Side Story 120px|Judy Garland (1945)196315. Mai 1963 Vaughn Meader The First Family Allan Sherman – My Son, the Folk Singer Ray Charles – Modern Sounds in Country and Western Music Stan Getz, Charlie Byrd – Jazz Samba Tony Bennett – I Left My Heart in San Francisco196412. Mai 1964 Barbra Streisand The Barbra Streisand Album Al Hirt – Honey in the Horn Henry Mancini – Filmmusik zu Die Tage des Weines und der Rosen Swingle Singers – Jazz Sebastien Bach (Bach’s Greatest Hits) The Singing Nun – Filmmusik zu Dominique – Die singende Nonne 120px|Barbra Streisand (1962)196513. April 1965 Stan Getz, João Gilberto , Getz/Gilberto Al Hirt – Cotton Candy Barbra Streisand – People Henry Mancini – Filmmusik zu Der rosarote Panther Jule Styne, Robert Merrill – Funny Girl 60px|João Gilberto (1996)196615. März 1966 Frank SinatraSonny Burke (Produzent)Ausgezeichnete Beteiligte an September Of My Years. Auf: grammy.com (Englisch). Abgerufen am 2. April 2012 September of My Years Barbra Streisand – My Name Is Barbra Eddy Arnold – My World Julie Andrews – Filmmusik zu Meine Lieder – meine Träume The Beatles – Help! 120px|Frank Sinatra (1973)19672. März 1967 Frank SinatraSonny Burke (Produzent)Ausgezeichnete Beteiligte an Sinatra: A Man and His Music. Auf: grammy.com (Englisch). Abgerufen am 2. April 2012 Sinatra: A Man and His Music Barbra Streisand – Color Me Barbra Herb Alpert – What Now My Love Maurice Jarre – Filmmusik zu Doktor Schiwago The Beatles – Revolver 120px|Frank Sinatra (1960)196829. Februar 1968 The BeatlesGeorge Martin (Produzent)Ausgezeichnete Beteiligte an Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band. Auf: grammy.com (Englisch). Abgerufen am 2. April 2012 Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band Vikki Carr – It Must Be Him Bobbie Gentry – Ode to Billie Joe Ed Ames – My Cup Runneth Over Frank Sinatra, Antônio Carlos Jobim – Francis Albert Sinatra & Antonio Carlos Jobim 120px|The Beatles (1964)196912. März 1969 Glen CampbellAl De Lory (Produzent)Ausgezeichnete Beteiligte an By the Time I Get to Phoenix. Auf: grammy.com (Englisch). Abgerufen am 2. April 2012 By the Time I Get to Phoenix José Feliciano – Feliciano! Richard Harris – A Tramp Shining Simon & Garfunkel – Bookends The Beatles – Magical Mystery Tour 120px|Glen Campbell (ca. 1970)197011. März 1970 Blood, Sweat & TearsJames William Guercio (Produzent)Ausgezeichnete Beteiligte an Blood, Sweat & Tears. Auf: grammy.com (Englisch). Abgerufen am 2. April 2012 Blood, Sweat & Tears Crosby, Stills and Nash – Crosby, Stills and Nash Johnny Cash – At San Quentin The Fifth Dimension – The Age of Aquarius The Beatles – Abbey Road 120px|Blood, Sweat & Tears197116. März 1971 Simon & GarfunkelRoy Halee, Paul Simon, Art Garfunkel (Produzenten)Ausgezeichnete Beteiligte an Bridge over Troubled Water. Auf: grammy.com (Englisch). Abgerufen am 2. April 2012 Bridge over Troubled Water Chicago – Chicago Crosby, Stills, Nash and Young – Déjà Vu Elton John – Elton John James Taylor – Sweet Baby James Carpenters – Close to You 120px|Simon & Garfunkel (1981)197215. März 1972 Carole KingLou Adler (Produzent)Ausgezeichnete Beteiligte an Tapestry. Auf: grammy.com (Englisch). Abgerufen am 2. April 2012 Tapestry Darsteller von Jesus Christ Superstar – Jesus Christ Superstar George Harrison – All Things Must Pass Isaac Hayes – Shaft Carpenters – Carpenters 120px|Carole King (1998)19733. März 1973 George Harrison, Billy Preston, Bob Dylan, Eric Clapton, Klaus Voormann, Leon Russell, Ravi Shankar, Ringo StarrGeorge Harrison, Phil Spector (Produzenten)Ausgezeichnete Beteiligte an The Concert for Bangla Desh. Auf: grammy.com (Englisch). Abgerufen am 2. April 2012 ,,, The Concert for Bangla Desh Don McLean – American Pie Neil Diamond – Moods Harry Nilsson – Nilsson Schmilsson Darsteller von Jesus Christ Superstar – Jesus Christ Superstar19742. März 1974 Stevie WonderStevie Wonder (Produzent)Ausgezeichnete Beteiligte an Innervisions. Auf: grammy.com (Englisch). Abgerufen am 2. April 2012 Innervisions Bette Midler – The Divine Miss M Charlie Rich – Behind Closed Doors Paul Simon – There Goes Rhymin’ Simon Roberta Flack – Killing Me Softly 120px|Stevie Wonder (2009)19751. März 1975 Stevie WonderStevie Wonder (Produzent)Ausgezeichnete Beteiligte an Fulfillingness’ First Finale. Auf: grammy.com (Englisch). Abgerufen am 2. April 2012 Fulfillingness’ First Finale Elton John – Caribou John Denver – Back Home Again Paul McCartney and the Wings – Band on the Run Joni Mitchell – Court and Spark 120px|Stevie Wonder (2006)197628. Februar 1976 Paul SimonPaul Simon, Phil Ramone (Produzenten)Ausgezeichnete Beteiligte an Still Crazy After All These Years. Auf: grammy.com (Englisch). Abgerufen am 2. April 2012 Still Crazy After All These Years Elton John – Captain Fantastic and the Brown Dirt Cowboy Janis Ian – Between the Lines Linda Ronstadt – Heart Like a Wheel Eagles – One of These Nights 120px|Paul Simon (2000)197719. Februar 1977 Stevie WonderStevie Wonder (Produzent)Ausgezeichnete Beteiligte an Songs in the Key of Life. Auf: grammy.com (Englisch). Abgerufen am 2. April 2012 Songs in the Key of Life Boz Scaggs – Silk Degrees Chicago – Chicago X George Benson – Breezin Peter Frampton – Frampton Comes Alive 120px|Stevie Wonder (2009)197823. Februar 1978 Fleetwood MacFleetwood Mac, Ken Caillat, Richard Dashut (Produzenten)Ausgezeichnete Beteiligte an Rumours. Auf: grammy.com (Englisch). Abgerufen am 2. April 2012 , Rumours James Taylor – JT John Williams – Filmmusik zu Krieg der Sterne Steely Dan – Aja Eagles – Hotel California 120px|Fleetwood Mac (2009)197915. Februar 1979 Bee Gees und verschiedene InterpretenDie weiteren, ausgezeichneten Interpreten waren: David Shire, KC and the Sunshine Band, Kool & The Gang, MFSB, Ralph MacDonald, Tavares, The Trammps, Walter Murphy, Yvonne EllimanAlbhy Galuten, Arif Mardin, Bee Gees, Bill Oakes, Bobby Martin, Broadway Eddie, David Shire, Freddie Perren, Harry Wayne Casey, Karl Richardson, Ralph MacDonald, Richard Finch, Ron Kersey, Thomas J. Valentino, William Salter (Produzenten)Ausgezeichnete Beteiligte an Saturday Night Fever: The Original Movie Sound Track. Auf: grammy.com (Englisch). Abgerufen am 2. April 2012 Saturday Night Fever: The Original Movie Sound Track Barry Manilow – Even Now Jackson Browne – Running on Empty Grease: The Original Soundtrack from the Motion Picture