Svava Jakobsdóttir (* 4. Oktober 1930 in Neskaupstaður; † 21. Februar 2004) war eine isländische Schriftstellerin und Politikerin.
Leben Svavas Eltern waren der lutherische Theologe Hans Jakob Jónsson und dessen Frau Þóra Einarsdóttir.Svava Jakobsdóttir in Torfi Jonsson: Æviskrár samtídarmanna. Olivers Steins, Skuggsjá 1982–1984 Der Schriftsteller Jökull JakobssonErnst Walter: Jakobsdóttir, Svava in Horst Bien (Hrsg.): Meyers Taschenlexikon Nordeuropäische Literaturen. Bibliographisches Institut, Leipzig 1978. und der Meteorologe Þór Edward JakobssonÞór Edward Jakobsson in Jonsson: Æviskrár samtídarmanna waren ihre Brüder. Einen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie in Saskatchewan, wo ihr Vater von 1935 bis 1940 als Priester tätig war.Jakob Jónsson in Jonsson: Æviskrár samtídarmanna
Svava studierte von 1949 bis 1952 englische und amerikanische Literatur am Smith College in Northampton (Massachusetts) und danach bis 1953 nordische Literatur am Somerville College in Oxford. Sie arbeitete unter anderem als Journalistin und Lehrerin und von 1955 bis 1960 in der isländischen Botschaft in Stockholm.Svava Jakobsdóttir bei goodsread.com Von 1965 bis 1966 studierte sie ein weiteres Jahr schwedische Literatur an der Universität Uppsala. Ihr erstes Buch, die Kurzgeschichtensammlung Tólf konur, erschien 1965.
Von 1971 bis 1979 war Svava für die Volksallianz Mitglied des Althing.
Werk Svava verfasste neben Kurzgeschichten zwei Romane und einige Dramen. Sie gilt eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen IslandsHelga Kress: Icelandic Writers in Helen Tierny (Hrsg.): Women's Studies Encyclopedia. Greenwood, Westport 1999. und als Pionierin unter den isländischen Dramatikerinnen.Daisy Neijmann (Hrsg.): A history of Icelandic literature. University of Nebraska, 2006, S. 581. Ihr erstes Drama, Hvað er í blýhólknum? beschäftigte sich 1970 als erstes isländisches Theaterstück hauptsächlich mit der Situation der Frauen.Neijmann, S. 569 f.
1990 war Svavas Roman Gunnlaðar saga für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert.Jakobsdóttir, Svava in Jane Eldridge Miller (Hrsg.): Who’s Who in contemporary women's writing. Routledge, London 2001.
Ihr Werk gilt auch als ein wesentlicher Einfluss für Gerður Kristný.Neijmann, S. 456.
Werke Kurzgeschichtensammlungen Tólf konur (1965) Veizla undir grjótvegg (1967) Sögur (1979) Gefið hvort öðru (1982) Endurkoma (1986) Smásögur (1987) Undir eldfjalli (1989) Sögur hana öllum (2001)
Romane Leigjandin (1969) Gunnlaðar saga (1987)
Dramen Hvað er í blýhólknum? (1970) Friðsæl veröld (1974) Æskuvinir (1976) Í takt við tímann (1980) Lokaæfing (1983)
Einzelnachweise
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