Hans Forster (* 5. Februar 1956 in Bremerhaven) ist ein deutscher Politiker (SPD).

Ausbildung und Beruf Nach der Mittleren Reife begann Forster 1974 eine Ausbildung bei der Deutschen Bundespost und war seit 1979 als Fernmeldebeamter bis 1998 bei der Küstenfunkstelle Norddeich Radio (Deutsche Telekom) beschäftigt. Von 2007 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2022 war er als Arbeitsvermittler (zuletzt beim Jobcenter Aurich) tätig.

Seit 1975 ist Forster Mitglied der Deutschen Postgewerkschaft (jetzt ver.di) und seit 1989 Vorstandsmitglied des DGB-Ortskartells Norden. Von 1999 bis 2023 war er Vorsitzender des neu gegründeten DGB-Stadtverbandes Norden. Er gehörte dem Vorstand des ver.di-Stadtverbandes Norden und Umland an und hat sich mehrere Jahre im Personal- bzw. Betriebsrat engagiert.

Partei Seit 1976 ist Forster Mitglied der SPD. Hier engagierte er sich zunächst bei den Jusos. Von 1981 bis 1990 war er Vorsitzender der Juso-AG Norden, von 1982 bis 1991 war er Vorsitzender des Juso-Unterbezirks Aurich (1982/1983 kommissarisch) und daneben von 1989 bis 1991 Juso-Landesvorsitzender in Niedersachsen und damit von 1989 bis 1991 beratendes Vorstandsmitglied des SPD-Landesverbandes Niedersachsen; seit 1981 Vorstandsmitglied des SPD-Ortsvereins Norden; von 1991 bis 2007 Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Norden; von 2000 bis 2002 stellvertretender Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Norden; von 2002 bis 2017 Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Norden; seit 1984 Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des SPD-Unterbezirks Aurich; von 2002 bis 2024 stellvertretender Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Aurich; von 1989 bis 2003 Mitglied im Bezirksausschuss des SPD-Bezirks Weser-Ems; von 1995 bis 2011 Mitglied des SPD-Parteirates; von 2002 bis 2020 Vorstandsmitglied des SPD-Bezirks Weser-Ems (Beisitzer); von 1996 bis 2007 stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (AfA) im SPD-Unterbezirk Aurich; von 2008 bis 2020 gehörte er dem neugegründeten Landesparteirat der niedersächsischen SPD an. Seit Anfang 2012 bis 2020 war er als Delegierter im neu gegründeten Parteikonvent der Bundes-SPD. Forster war jahrelang Delegierter seiner Partei auf Stadtverbands-, Unterbezirks-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene.

2016 wurde ihm für sein langjähriges politisches Engagement die Willy-Brandt-Medaille verliehen. Laudator war der damalige Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen Garrelt Duin; ein politischer Weggefährte aus Juso-Zeiten.

Abgeordneter 1991 wurde er zum Ratsherrn der Stadt Norden (Ostfriesland) gewählt, zuletzt bestätigt durch die Kommunalwahl im September 2016. Von 1996 bis 1998 und von 2001 bis 2006 BeigeordnetLaudador er der Stadt Norden; von 1996 bis 2006 stellvertretender Vorsitzender und ehrenamtlicher Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Norden; 2021 kandidierte er nicht wieder für den Rat der Stadt Norden. Er fungierte in den 30 Jahren u. a. zeitweise als Mitglied des Verwaltungsausschusses, des Aufsichtsrates der Norder Wirtschaftsbetriebe, des Sozialausschusses oder als Vorsitzender des Beteiligungsausschusses.

Von 1995 bis 1996 und von 2001 bis 2026 gehörte er dem Kreistag des Landkreises Aurich an. 2026 kandidierte er nicht wieder für den Kreistag. Er fungierte zeitweise u. a. als Mitglied des Kreisausschusses, als Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Arbeit und Migration, des Personalauschusses oder als Mitglied des Betriebsausschusses der KVHS Aurich-Norden.

von 2012 bis 2021 war er als Vertreter der Stadt Norden Mitglied im Verwaltungsrat der Sparkasse Aurich-Norden.

Forster war von 1998 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. Nachdem er bei der Bundestagswahl 2002 den erneuten Einzug in den Bundestag verfehlt hatte, rückte er am 12. Mai 2005 für den zum Wehrbeauftragten gewählten Abgeordneten Reinhold Robbe über die Landesliste Niedersachsen nach.

Forster war zweimal Mitglied der Bundesversammlung zur Wahl eines Bundespräsidenten: 1989 (gewählt Richard von Weizäcker) auf Vorschlag der niedersächsischen SPD-Landtagsfraktion und 1999 (gewählt Johannes Rau) als Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion.

Sonstiges Forster nahm dreimal im Namen der Norder Jungsozialisten an der Ausstellung "Lebendiger Ortsverein"auf den SPD-Bundesparteitagen in Nürnberg (1986), Münster (1988) und Bremen (1990) teil. Dort präsentiertr er die Projekte "Geschichtliche Aufarbeitung des Nationalsozialismus in der Kreisstadt Norden", "Antikriegsspielzeug-Aktionen" und "Juso-Arbeit vor Ort". 1986 errang er hierfür den 3. Platz des Wilhelm -Dröscher-Preises" für herausragende Parteiarbeit.

Forster ist der Initiator des Hinrich-Swieter-Bürgerpreises des SPD-Unterbezirks Aurich sowie des Carl-Osterwald-Preises für Demokratie und Toleranz des Landkreises Aurich. Er ist Mitglied der jeweiligen Jury, die über die Preisträger entscheidet.

2025 hat er sein umfangreiches Archiv mit Dokumenten, Büchern, Bildern und Schriftstücken zur Geschichte der örtlichen Arbeiterbewegung und Sozialdemokratie der Bibliothek der Ostfriesischen Landschaft in Aurich zur Verwahrung übergeben.

Mitgliedschaften Arbeiterwohlfahrt attac ver.di PSV Norden Kunstverein Norden Förderverein Jugendhaus Norden VDK Staatsbürgerliche Bildungsgemeinschaft Norden e.V.

Veröffentlichungen Norden - eine Kreisstadt unterm Hakenkreuz (1988) Reader - Aktionsvorschläge zum Kampf gegen Rechtsextremismus und Faschismus Broschüre - 90 Jahre SPD Ortsverein Norden Broschüre - 100 Jahre Norder SPD (2002) Willy Brandt in Ostfriesland (Ostfriesischer Kurier) Norder Arbeiterbewegung (vierteilige Serie in der Beilage "Heim und Herd" des Ostfriesischen Kuriers)

Weblinks

Informationen auf www.spd-norden.de

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