Diese Liste der Mondfinsternisse des 21. Jahrhunderts enthält alle Mondfinsternisse, die in diesem Jahrhundert von der Erde aus zu beobachten sind, einschließlich der Halbschattenfinsternisse.Alle nicht gesondert gekennzeichneten Daten entstammen den Seiten der NASA (eclipse.gsfc.nasa.gov)
Übersicht Im 21. Jahrhundert finden insgesamt 228 Mondfinsternisse statt. Es gibt 78 Jahre, in denen nur zwei Finsternisse stattfinden, was die minimal mögliche Zahl der Mondfinsternisse eines Jahres ist. Das theoretische Maximum von fünf Finsternissen pro Jahr gibt es im 21. Jahrhundert nie. Je drei Finsternisse ereignen sich in 16 der 100 Jahre, je vier Finsternisse in den Jahren 2009, 2020, 2038, 2056, 2085 und 2096.
Die Anzahl der verschiedenen Typen der Mondfinsternisse im 21. Jahrhundert ist wie folgt:
Art Anzahl Anteil Halbschatten 86 37,7 % Partiell 57 25,0 % Total 85 37,3 % Summe 228 100,0 %
Bei 5 der 86 Halbschattenfinsternisse taucht der Mond vollständig in den Halbschatten der Erde ein, nicht aber in den Kernschatten; solche Finsternisse werden als totale Halbschattenfinsternis bezeichnet. Bei 3 der 57 partiellen Kernschatten-Mondfinsternissen dringt der Mond nicht vollständig in den Halbschatten ein. Bei 24 der 85 totalen Mondfinsternisse trifft die Schattenachse die Mondoberfläche, dabei handelt es sich um zentrale totale Finsternisse, welche die Finsternisse mit dunkelstem Schatten und längster Dauer sind. Zu diesem Finsternistyp gehört auch die längste Finsternis vom 27. Juli 2018 mit einer Totalitätsdauer von 1 Stunde 42 Minuten und 57 Sekunden. Dies lässt sich aber visuell (wegen des Lichtsaums der Erdatmosphäre) nur auf einige Minuten genau beobachten.
Legende Die folgende Tabelle enthält alle Mondfinsternisse des 21. Jahrhunderts. Sie enthält folgende Spalten: Zeitpunkt: Der Zeitpunkt der maximalen Verfinsterung. Die Zeit ist in Terrestrischer Zeit (TT) angegeben. Diese läuft der Universal Time (UT) zunehmend voraus. Zu Beginn des Jahrhunderts betrug die Differenz zwischen TT und UT 64 Sekunden (ΔT), gegen Ende des Jahrhunderts wird ein Wert von 204 Sekunden angenommen. Art: Mögliche Arten sind Halbschatten, Partiell oder Total. Bei Halbschattenfinsternissen ist es möglich, dass der Mond vollständig in den Halbschattenkegel der Erde eintaucht, ohne dass er in den Kernschattenkegel eintritt. Diese Finsternisse werden auch totale Halbschattenfinsternisse genannt und werden durch den Zusatz „total“ kenntlich gemacht. Bei totalen Mondfinsternissen wird unterschieden, ob die Schattenachse den Mond während des gesamten Finsternisverlaufs trifft oder ihn verfehlt. Finsternisse, bei denen die Schattenachse den Mond trifft, erhalten den Zusatz „zentral“. Saros: Die Nummer des Saros-Zyklus, dem die Finsternis angehört. Ist die Nummer ungerade, findet die Finsternis in der Nähe eines absteigenden Mondknotens statt, ist sie gerade, an einem aufsteigenden. Dies ist genau umgekehrt als bei Sonnenfinsternissen. Gamma: Gamma-Wert einer Mondfinsternis, dieser entspricht dem geringsten Abstand der Schattenachse vom Mondmittelpunkt, gemessen in Einheiten des Äquatorradius der Erde. Passiert die Schattenachse den Mondmittelpunkt nördlich, so ist der Gammawert positiv, sonst negativ. Größe Schatten: Die Größe wird für den Halb- und Kernschatten angegeben. Sie entspricht dem Anteil des Monddurchmessers, der maximal vom Halb- bzw. Kernschattenkegel bedeckt wird. Dauer: Die Dauer wird in Stunden und Minuten angegeben, es werden je nach Art der Finsternis bis zu drei Werte unterschieden: Halbschatten: Zeitspanne zwischen Ein- und Austritt des Mondes in bzw. aus dem Halbschatten Partiell: Zeitspanne zwischen Ein- und Austritt des Mondes in bzw. aus dem Kernschatten. Schließt die totale Phase ggf. mit ein. Total: Zeitspanne während der sich der Mond vollständig im Kernschatten befindet. Sichtbarkeitsgebiet: Gebiete, in denen die Mondfinsternis zu sehen ist.
Mondfinsternisse des 21. Jahrhunderts mini|Mondfinsternis am Abend des 7. Septembers 2025 in Berlin