Ein Cabinotier ist ein Arbeiter, der in einer Werkstatt in Genf einer Uhrenfabrik zuarbeitet. Ein Cabinotier kann unterschiedlichen Handwerken entstammen und muss kein Uhrmacher sein, er muss nur in einer Zulieferwerkstatt einer Uhrenfabrik arbeiten, welche man auch als Kabinett (franz. ) bezeichnet. Die abschließende Bemerkung des illustrierten Fachlexikons der Uhrmacherei, herausgegeben vom Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH, lautet hierzu: „Der Genfer Cabinotier war für seinen beißenden Spott bekannt“.Georges-Albert Berner: Illustriertes Fachlexikon der Uhrmacherei. Abgerufen am 12. Januar 2012.
Der Berufsstand der Cabinotiers umfasste neben Uhrmachern auch Goldschmiede, Edelsteinfasser, Graveure, Rhabilleure, Repasseure, Feinmechaniker, Polisseure, Galvaniker und Cadranographen.. Abgerufen am 14. Januar 2012. Cabinotiers wurden bereits im 17. Jahrhundert beschrieben und waren durch ein gehobenes Ansehen, höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten gekennzeichnet.. Abgerufen am 14. Januar 2012.
Literatur Otto Böckle, Wilhelm Brauns: Lehrbuch für das Uhrmacherhandwerk. Arbeitsfertigkeiten und Werkstoffe. 8.–10. Auflage. Wilhelm Knapp, Halle (Saale) 1951 (Reprint, herausgegeben von Michael Stern. Heel, Königswinter 2010, ISBN 978-3-86852-288-4). Hermann Brinkmann: Einführung in die Uhrenlehre (= Die Uhrmacherschule. Bd. 2). 10. unveränderte Auflage. Wilhelm Knapp, Düsseldorf 2005, ISBN 3-87420-010-8. George Daniels: Watchmaking. Updated 2011 edition. Philip Wilson Publishers, London 2011, ISBN 978-0-85667-704-5.
Einzelnachweise
Kategorie:Uhrentechnik Kategorie:Technischer Beruf