mini|Alle Arten der Gattung Prunus zählen zum Steinobst mini|Beim Steinobst sind die Früchte den Blütenknospen räumlich untergeordnet. mini|Die Japanische Blütenkirsche wird in erster Linie als Zierpflanze kultiviert. Die Bezeichnung Steinobst dient als Sammelbegriff für saftige, einsamige Früchte, die um einen zentralen Kern ausgebildet sind (auch als Steinfrucht bezeichnet) oder deren Same durch ein hartes Endosperm geschützt wird. Diese Benennung nimmt keine Rücksicht auf systematische, botanische Gruppierungen, daher werden nicht nur Steinobstgewächse aus der Gattung Prunus dazu gezählt.Lexikon der Biologie: Steinobst Spektrum der Wissenschaft, aufgerufen am 19. September 2022

Die Früchte einiger Arten wie Schlehe und Holunder (Gattung Sambucus) werden aufgrund ihrer Größe und Form traditionell eher dem Beerenobst zugerechnet, zählen jedoch botanisch ebenfalls zum Steinobst.Holunder pflanzen und Beeren und Blüten ernten NDR, aufgerufen am 13. Februar 2022

Eigenschaften Steinfrüchte zählen hauptsächlich zu den Obstarten (mehr oder weniger süße Früchte), deswegen die übliche Bezeichnung Steinobst, obwohl auch Früchte, die nicht typischerweise zum Obst zählen (z. B. Kokosnuss), zu den Gewächsen mit Steinfrüchten gehören.

Für die Ausbildung von Steinfrüchten, deren Außenbereich fleischig und meistens saftig ist, verholzt der innere Teil der Fruchtwand. Der „Stein“ unterscheidet diese Früchte von Beeren, die fleischige äußere Fruchtwand, das Fruchtfleisch, von Nüssen.

Für eine Vollernte müssen immerhin 25 % der Blüten bestäubt zu Früchten heranreifen, während bei Kernobst der entsprechende Anteil nur 5 % beträgt.Fruchtfall: Apfelbauern fürchten um Ernte, ORF.at, 25. Mai 2013.

Früchte, die zum Steinobst gezählt werden, enthalten wichtige Vitamine und Mineralstoffe, einen hohen Wassergehalt und viele Ballaststoffe sowie viel Fruchtzucker bei vergleichsweise wenig Nahrungsenergie.Lebensmittellexikon, abgerufen am 2. April 2020

Beispiele mini|Typisches Merkmal: der „Stein“, hier von der Zwerg-Kirsche Prunus fruticosa Beispiele für Kulturpflanzen Zu den vom Menschen im Obstbau genutzten Pflanzen, die Steinfrüchte ausbilden, zählen unter anderem:Steinobst, abgerufen am 2. April 2020

Sämtliche Arten der Prunoideae

Einige der Kulturpflanzen, die zum Steinobst zählen, werden in erster Linie als Zierpflanzen genutzt, z. B. die Japanische Blütenkirsche Prunus serrulata, die Zwerg-Mandel Prunus tenella oder der Kirschlorbeer Prunus laurocerasus.

Weitere Steinobstsorten, die anderen Pflanzengattungen angehören, sind:

Beispiele für Wildfrüchte

Siehe auch

Weblinks

Deutschlands Obstsorten, ein etwa 100 Jahre altes antiquarisches Fachbuch, in dem mehr als 300 Äpfel-, Birnen-, Pflaumen-, Erdbeeren-, Aprikosen- und Rebsorten mit Abbildungen beschrieben werden

Einzelnachweise