Jonas – Stell dir vor, es ist Schule, und du musst wieder hin ist ein im Jahre 2011 gedrehter Film mit Christian Ulmen. Der Film kam am 5. Januar 2012 in die deutschen Kinos.

Handlung Christian Ulmen spielt in dem Film einen 18 Jahre alten Schüler, der mehrmals sitzengeblieben war und nun an der Gesamtschule Paul Dessau in Zeuthen seine letzte Chance erhält, einen Schulabschluss zu erwerben. Unter dem Vorwand, einen Dokumentarfilm über Schulversagen zu drehen, begleitet ihn ein Kamerateam.

Jonas wird von Ulmen als einfältiger, aber liebenswerter Schüler dargestellt. Etwas unorganisiert und schusselig wird er porträtiert, er sucht aber immer den Kontakt zu den Lehrern. Es gelingt ihm zudem, sich in die Klassengemeinschaft zu integrieren. Jonas erhält eine sechswöchige Probezeit, in der er sich bewähren muss. Bei einer Klassenkonferenz entscheiden anschließend seine Fachlehrer sowie sein Klassenlehrer, ob Jonas an der Schule bleiben soll.

Drei Grundplots beherrschen den Film: Jonas ist ein Versager in den mathematischen Fächern und hat somit Konflikte mit dem Mathematiklehrer der Schule. Dieser erwischt ihn beim Abschreiben und führt ihn in der Klasse vor. Jonas verliebt sich in seine wesentlich ältere Musiklehrerin und versucht deren Herz zu gewinnen. Bei einem von ihm geplanten romantischen Dinner, das er mithilfe einer von ihm initiierten „Nachhilfestunde“ eingeleitet hat, sagt diese ihm, dass sie verheiratet sei und auch keine Gefühle für ihn hege. Jonas ist daraufhin am Boden zerstört. Der dritte Plot ist das Bandprojekt JoMax T to go, das Jonas gegründet hat, und die Planung eines Konzerts auf dem Schulhof. Über den Proben vergisst Jonas so manchen Schulstoff und so manche Hausaufgabe.

Als die Konferenz beginnt, versucht Jonas die Lehrer zu überzeugen, ihn weiter an der Schule zu behalten. Unter anderem hält er eine Rede über ein Megaphon. Am Ende wird ihm mitgeteilt, dass er die Bewährungszeit bestanden hat und unter Auflagen an der Schule bleiben darf. Am Schluss spielt seine Band das Die-Sterne-Lied Was hat dich bloß so ruiniert.

Produktion Der Film wurde in der musikbetonten Gesamtschule Paul Dessau in Zeuthen in Brandenburg gedreht. Aus rechtlichen Gründen wurden Schulleitung, Kollegium und Elternvertreter eingeweiht, die Schüler jedoch nicht. Ein Drehbuch gab es nicht, stattdessen wurden die oben erwähnten drei Subplots als Aufhänger genommen, um eine Dramaturgie zu erzeugen. Vor jedem Drehtag gab es eine Regiebesprechung, wo der grobe Ablauf des Tages geplant wurde.

Regisseur des Films ist Robert Wilde, der mit Ulmen bereits bei der ähnlich gelagerten Fernsehserie Mein neuer Freund zusammenarbeitete, bei der Ulmen in mehrere Charaktere schlüpfte.

Jonas erschien am 5. Januar 2012 in den deutschen Kinos. Die DVD-Version wurde ab 6 Jahre freigegeben, während die Kinofassung ohne Altersbeschränkung freigegeben wurde. Den Filmverleih übernahm Delphi.

Musik Den Soundtrack zum Film bilden die drei Songs Was hat dich bloß so ruiniert (Die Sterne), Kalimba d’Ilona (Deichkind) und Schule ist nicht schön (Helge Schneider). Die digitale Single zu Was hat dich bloß so ruiniert erschien am 30. Dezember 2011 über iTunes inklusive Video.

Kritik Der Film wurde insgesamt positiv bewertet, was vor allem an Ulmens authentischer und im Gegensatz zu seinen Rollen bei Mein neuer Freund wesentlich sympathischer dargestellten Figur liegt. So schrieb Ann-Kristin Schöne auf FAZ.net:

Auch das Lexikon des Internationalen Filmss lobte Jonas.

Im Tagesspiegel wurde der Film dagegen negativ bewertet.

Die Kritik steht stellvertretend für ähnliche Rezeption, in denen kritisiert wurde, das sich der Film nicht zwischen Spielfilm und Reality-Show entscheiden könne. So bewertete auch epd Film den Film eher negativ:

Diese Entscheidungslosigkeit wird allerdings nicht nur als negativ gesehen:

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmtitel 2011 Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Schule im Film Kategorie:Mockumentary (Film)