+ Endstand Erster Mikel Astarloza 17:17:45 h Zweiter Lennie Kristensen gleiche Zeit Dritter Stuart O’Grady + 0:04 min Vierter Giampaolo Caruso gleiche Zeit Fünfter Paolo Lanfranchi + 0:06 Sechster Xavier Florencio + 0:07 min Siebter Patrick Jonker + 0:09 min Achter David Cañada + 0:13 min Neunter Steffen Wesemann + 0:15 min Zehnter Cadel Evans gleiche Zeit Sprintwertung Andrea Tafi 34 P. Zweiter Baden Cooke 22 P. Dritter Jaan Kirsipuu 16 P. Bergwertung Cadel Evans 44 P. Zweiter Lennie Kristensen 44 P. Dritter Paolo Lanfranchi 36 P. Nachwuchswertung Gene Bates 17:18:30 h Zweiter Dirk Reichl + 6:56 min Dritter Brendan Cato + 11:30 min Teamwertung ONCE-Eroski 51:54:22 h Zweiter Team Deutsche Telekom + 0:12 min Dritter Ag2r Prévoyance + 0:18 min Die 5. Tour Down Under (offiziell: Jacob's Creek Tour Down Under) fand vom 21. bis 26. Januar 2003 statt und damit eine Woche später als gewöhnlich. Das Radrennen bestand aus sechs Etappen, begann in der südaustralischen Hauptstadt Adelaide und endete ebenda. Die Gesamtdistanz des Etappenrennens betrug 735 Kilometer und somit 2 Kilometer mehr als im Vorjahr. Die Tour Down Under war in die UCI-Kategorie 2.3Die erste Zahl (2) stand für "Etappenrennen"; die zweite Zahl (3) für die dritte von fünf nach Bedeutung gereihten Kategorien. eingestuft.

Die Teilnehmer Die veranstaltende südaustralische Tourismuskommission lud in diesem Jahr zwei australische Mannschaften ein, und zwar United Water und die University of South Australia, die eine australische Nationalauswahl an den Start brachte. Insgesamt standen wie in den Vorjahren zwölf Radsportteams am Start, wobei zum Beispiel mit dem Team Deutsche Telekom, Ag2r Prévoyance, Crédit Agricole, Quick Step - Davitamon und Saeco oder auch ONCE-Eroski einige der namhaftesten Teams der Welt eingeladen wurden. Insgesamt nahmen neun Mannschaften teil, die auch schon im Vorjahr partizipiert hatten. Jedes Team umfasste acht Fahrer, wobei Quickstep und ONCE nur sieben Profis nominierten.

Als favorisiert auf den Gesamtsieg galten im Vorfeld einmal mehr die australischen Fahrer, die sich mitten in ihrer Saison befanden, während die europäischen Profis die Rundfahrt vor allem zur Vorbereitung auf die im März beginnende Saison nutzten. Auf der Startliste standen unter anderem Vorjahressieger Michael Rogers (Quick Step - Davitamon), Stuart O’Grady (Crédit Agricole), zweimaliger Sieger des Rennens, oder Cadel Evans, 2002 Gewinner der Bergwertung. Als Favoriten in den zu erwartenden Massensprints wurden Robbie McEwen von Lotto-Domo, Graeme Brown von Ceramiche Panaria-Fiordo oder Baden Cooke (FDJeux.com) angesehen. Aber auch ausländischen Fahrern wie Steffen Wesemann (Team Telekom), der in den Vorjahren immer wieder unter den besten Zehn in der Gesamtwertung zu finden gewesen war, und dessen Teamkollegen Bobby Julich wurden vor Beginn der Austragung gute Chancen auf eine vordere Platzierung eingeräumt. Als weitere Kandidaten auf einen Sprintsieg waren der Este Jaan Kirsipuu von AG2R Prévoyance, der Italiener Luca Paolini (Quick Step - Davitamon) oder der Neuseeländer Julian Dean (Team CSC) zu beachten.

FDJeux.com AG2R Prévoyance Crédit Agricole Quick Step - Davitamon Lotto-Domo Saeco Ceramiche Panaria-Fiordo United Water UniSA ONCE-Eroski Team Deutsche Telekom CSC

Die Etappen Als Höhepunkt des einwöchigen Rad-Festes Festival of Cycling in Adelaide wurde die Tour Down Under durch die Provinz Südaustralien zum fünften Mal nach 1999 ausgefahren. Die sechs Etappen lange Rundfahrt startete nach zwei Jahren wieder in der Provinzhauptstadt Adelaide und endete wie schon bei ihren vorherigen Auflagen in derselben. Der Streckenverlauf war zeitweise an der Ausgabe des vergangenen Jahres angelehnt, mit dem Start in Adelaide oder der Verlegung der Etappe rund um Willunga auf den fünften Tag waren aber auch einige Änderungen an der Route vorgenommen worden.

1. Etappe, East End Adelaide Street Race Die Tour Down Under 2003 startete mit einem Rundstreckenrennen über 50 Kilometer, bestehend aus einer 25 Mal zu absolvierenden zwei Kilometer langen Runde im Adelaider "East End". Kurz nach dem Start bildete sich eine siebenköpfige Ausreißergruppe um den Italiener Fabio Sacchi von Saeco, welcher im Vorjahr für drei Etappen das Gelbe Trikot getragen hatte, die sich aber nie über 40 Sekunden an Vorsprung erarbeiten konnte und schließlich wieder eingeholt wurde. Im erwarteten Massensprint setzte sich der Australier Graeme Brown (Ceramiche Panaria-Fiordo) vor 55.000 Zuschauern durch, doch durch einen Jury-Entscheid wurde Brown wenig später wegen des Verlassens seiner Fahrlinie relegiert und auf den letzten Platz gesetzt. Stattdessen wurde dem Zweitplatzierten Baden Cooke der Sieg zugesprochen.

+ Ergebnis East End Adelaide Street Race Fahrer Nation Team Zeit1. Baden Cooke FDJeux.com 1:02:20 h2. Robbie McEwen Lotto-Domo gleiche Zeit3. Luca Paolini Quick Step - Davitamon gleiche Zeit4. Julian Dean Crédit Agricole gleiche Zeit5. Allan Davis ONCE-Eroski gleiche Zeit

2. Etappe, Jacob's Creek - Kapunda Der zweite Tagesabschnitt führte das Fahrerfeld nach Norden in Richtung der Weinbaugegend Barossa Valley. 35 Kilometer vor dem Ziel der insgesamt 140 Kilometer langen Etappe stand mit dem Mengler's Hill der erste beachtenswerte Anstieg der Rundfahrt auf dem Programm. 45 Kilometer nach dem Start setzte sich Russell Van Hout von der UniSA alleine vom Feld ab und baute seinen Vorsprung auf fast sieben Minuten aus. Später folgte eine Attacke von 3 Fahrern, die bald von acht weiteren Profis verfolgt wurden. 25 Kilometer vor dem Ziel vereinigten sich Van der Hout und die beiden Verfolgergruppen, die nun von 20 weiteren Fahrern, unter anderem Stuart O’Grady und Michael Rogers, gejagt wurden. Aus der Spitzengruppe fielen nach und nach die Hälfte der Mitglieder zurück, darunter auch der Deutsche Steffen Wesemann. 1000 Meter vor dem Zielstrich setzte dann Fabio Sacchi den entscheidenden Angriff und feierte einen Solosieg vor Robbie McEwen, der den Sprint der Verfolger, unter denen auch Mikel Astarloza als Tages-Sechster vertreten war, für sich entscheiden konnte. Die Gruppe um Rogers und O’Grady kam mit 23 Sekunden Rückstand ins Ziel.

+ Ergebnis 2. Etappe Fahrer Nation Team Zeit1. Fabio Sacchi Saeco 3:29:16 h2. Robbie McEwen Lotto-Domo + 0:14 min3. Cédric Hervé Crédit Agricole gleiche Zeit4. Andy Flickinger Ag2r Prévoyance gleiche Zeit5. Lennie Kristensen CSC gleiche Zeit + Gesamtwertung nach der 2. Etappe Fahrer Nation Team Zeit1. Fabio Sacchi Saeco 4:31:30 h2. Robbie McEwen Lotto-Domo + 0:16 min3. Cédric Hervé Crédit Agricole + 0:18 min4. Andy Flickinger Ag2r Prévoyance + 0:20 min5. Mikel Astarloza Ag2r Prévoyance gleiche Zeit

3. Etappe, Glenelg - Hahndorf Die dritte Etappe war mit 164 Kilometern der längste Abschnitt der Tour Down Under 2003 und begann in Glenelg, dem Startort der Vorjahre. Von der Küste führte der Weg über die einzige Bergwertung des Tages, den Checker Hill, und zwei Zwischensprints auf einen zweimal zu absolvierenden Rundkurs (jede Runde 10 km) in Hahndorf. Die Ausreißergruppe des Tages umfasste acht Fahrer, sie wurde aber schon eingangs des Rundkurses in Hahndorf wieder vom Feld eingeholt. Ein Angriff von Bergpreis-Leader Russell Van Hout konnte ebenfalls vereitelt werden, sodass es zum Massensprint kam, den Robbie McEwen im Photofinish gegen Graeme Brown gewinnen konnte.

+ Ergebnis 3. Etappe Fahrer Nation Team Zeit1. Robbie McEwen Lotto-Adecco 3:53:04 h2. Graeme Brown Ceramiche Panaria-Fiordo gleiche Zeit3. Stuart O’Grady Crédit Agricole gleiche Zeit4. Allan Davis ONCE-Eroski gleiche Zeit5. Luca Paolini Quick Step - Davitamon gleiche Zeit + Gesamtwertung nach der 3. Etappe Fahrer Nation Team Zeit1. Fabio Sacchi Saeco 8:24:34 h2. Robbie McEwen Lotto-Domo + 0:10 min3. Cédric Hervé Crédit Agricole + 0:18 min4. Andy Flickinger Ag2r Prévoyance + 0:20 min5. Mikel Astarloza Ag2r Prévoyance gleiche Zeit

4. Etappe, Unley - Goolwa Am vierten Tag führte die Strecke über 144 Kilometer über weitgehend flaches Terrain von Unley nach Goolwa. Zehn Kilometer vor dem Ziel stand mit dem McFarlane Hill noch ein kurzer Anstieg an. Bei bis zu 43 °C Lufttemperatur setzte sich kurz nach dem Start der australische U-23-Zeitfahrmeister Adrian Laidler (UniSA) ab und erarbeitete sich bis zu elf Minuten an Vorsprung. Am zweiten Zwischensprint des Tages sicherte sich Robbie McEwen zwei Bonussekunden und rückte im Gesamtklassement auf acht Sekunden an den Führenden Fabio Sacchi heran. Als noch zwölf Kilometer zu gehen waren, wurde Ausreißer Laidler wieder vom Feld eingeholt. Nach der einzigen Bergwertung des Tages konnten sich zehn Fahrer absetzen, darunter auch Sacchi. Doch 5000 Meter vor dem Ziel wurde auch dieser Angriff vereitelt, sodass es zu einem Massensprint kam, bei dem sich Baden Cooke durchsetzte, während Graeme Brown zum zweiten Mal in Folge Platz zwei vor Stuart O’Grady belegte.

+ Ergebnis 4. Etappe Fahrer Nation Team Zeit1. Baden Cooke Française Des Jeux 3:33:59 h2. Graeme Brown Ceramiche Panaria-Fiordo gleiche Zeit3. Stuart O’Grady Crédit Agricole gleiche Zeit4. Robbie McEwen Lotto-Domo gleiche Zeit5. Ashley Hutchinson United Water gleiche Zeit + Gesamtwertung nach der 4. Etappe Fahrer Nation Team Zeit1. Fabio Sacchi Saeco 11:58:33 h2. Robbie McEwen Lotto-Domo + 0:08 min3. Andy Flickinger Ag2r Prévoyance + 0:17 min4. Cédric Hervé Crédit Agricole + 0:18 min5. Mikel Astarloza Ag2r Prévoyance + 0:20 min

5. Etappe, Willunga - Willunga Die vorletzte Etappe des Rennens führte traditionell um den Ort Willunga im Süden Adelaides herum, wurde in diesem Jahr aber nicht mehr am dritten Tag der Rundfahrt ausgetragen. Zuerst standen drei jeweils vierzig Kilometer lange Runden an, dann wurde eine 20 Kilometer lange Runde befahren, die nach der Hälfte über den schwierigsten Anstieg der gesamten Rundfahrt, den Willunga Hill führte. Zehntausend Meter danach folgte die Ziellinie. Direkt nach dem Start erfolgten einige Attacken, doch nur Andrea Tafi von CSC und Nicolas Portal (Ag2r Prévoyance) konnten sich schließlich absetzen. Nachdem vierzig Kilometer absolviert waren, gab der bis dahin in der Gesamtwertung Zweitplatzierte Robbie McEwen wegen Kniebeschwerden das Rennen auf. Bei bis zu 44 °C Lufttemperatur konnte sich das Ausreißerduo in der Folge fast fünf Minuten an Vorsprung herausfahren. Tafi entschied die beiden Zwischensprints des Tages für sich und kletterte damit an die Spitze der Punktewertung. Am Beginn des Willunga Hill wurden Tafi und Portal dann aber eingeholt, während Cadel Evans den Gipfel des Hügels als Erster passierte und damit das Trikot des Bergbesten eroberte. Danach bildete sich eine zehnköpfige Spitzengruppe, aus der 3000 Meter vor dem Ziel der Italiener Giampaolo Caruso angriff und eine knappe Radlänge an Vorsprung vor den heransprintenden Verfolgern um Steffen Wesemann über den Zielstrich retten konnte. Da das Gelbe Trikot Fabio Sacchi nicht in der Spitzengruppe vertreten gewesen war, eroberte der Spanier Mikel Astarloza die Gesamtführung.

+ Ergebnis 5. Etappe Fahrer Nation Team Zeit1. Giampaolo Caruso ONCE-Eroski 3:26:43 h2. Steffen Wesemann Team Deutsche Telekom gleiche Zeit3. Paolo Lanfranchi Ceramiche Panaria-Fiordo gleiche Zeit4. Stuart O’Grady Crédit Agricole gleiche Zeit5. Lennie Kristensen CSC gleiche Zeit + Gesamtwertung nach der 5. Etappe Fahrer Nation Team Zeit1. Mikel Astarloza Ag2r Prévoyance 15:25:36 h2. Lennie Kristensen CSC gleiche Zeit3. Giampaolo Caruso ONCE-Eroski + 0:04 min4. Stuart O’Grady Crédit Agricole + 0:05 min5. Xavier Florencio ONCE-Eroski + 0:07 min

6. Etappe, Adelaide City Council circuit