mini|hochkant=1.2|Übersichtskarte von Berlin-Kaulsdorf
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Kaulsdorf beschreibt das Straßensystem des Ortsteils Kaulsdorf im Bezirk Marzahn-Hellersdorf mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung eine der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick Die Gemeinde Kaulsdorf gehörte bis 1920 zum Landkreis Niederbarnim in der preußischen Provinz Brandenburg. Im Berliner Adressbuch wird Kaulsdorf mit seinen Straßen erst aufgeführt, nachdem die Landgemeinde Teil Groß-Berlins und des dortigen Verwaltungsbezirks Lichtenberg wurde.
Der Ortsteil gliedert sich in drei Grundbereiche, das sind das alte Dorf um den Dorfanger nördlich der ehemaligen Frankfurter Chaussee (seit 1990: die auf gemeinsamer Trasse geführten Bundesstraßen B 1/B 5), die ab den 1920er Jahren beiderseits der Bahnstrecke entstandenen Siedlungsgebiete nördlich der Fernverkehrsstraße und die Wohngebiete nach Süden zwischen der B 1/B 5, Wuhle und Dammheide in Richtung Köpenick. Die Erstbenennungen von zehn Straßen im Südbereich erfolgten häufig nach einheimischen Baumarten oder Tieren.Geschichte der Fasanenstraße auf Luise-Berlin, abgerufen am 8. September 2011. Nördlich bevorzugte man männliche Vornamen oder Ortsnamen. Insgesamt wurden im Ortsteil 19 Straßen nach Personen bezeichnet, die die Entwicklung von Kaulsdorf maßgeblich beeinflussten. Zwanzig Straßennamen ehren Künstler, Schriftsteller oder Musiker. Schließlich sind noch 34 Straßen zu nennen, die nach ehemaligen deutschen Orten benannt wurden, die im Ergebnis des Ersten oder Zweiten Weltkriegs nun zu anderen Staaten gehören.
Kaulsdorf hat Einwohner (Stand: ) und umfasst den Postleitzahlbereich 12621 (einige Straßen im Randgebiet zu Hellersdorf auch 12619 und zu Mahlsdorf 12623).
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAchardstraße ()500 (1753–1821), Chemiker, Erfinder der industriellen Zuckerherstellung aus Rüben Zwischen 1910 und 1920 war sie auf Plänen als Straße 37 verzeichnet, um 1920 hieß sie auch inoffiziell Liebknechtstraße.Geschichte Achardstraße auf Kauperts.de Von 1926 bis 1934 war es die Brakestraße, benannt nach der Stadt Brake.Berlingeschichte auf Luise-Berlin Die Straße verläuft (als Fortsetzung der Lenbachstraße) von der Chemnitzer bis zur Lassaner Straße in West-Ost-Richtung im Bereich Kaulsdorf-Süd.140px 140px|Querast der AchardstraßeAdolf-Menzel-Straße ()770 (1815–1905), Maler und Grafiker Die Straße erhielt bei ihrer Erstanlage bereits ihren Namen. Der Verlauf wurde jedoch mehrfach verändert. Etwa auf halber Länge der Nord-Süd-Trasse verläuft sie zackenförmig zunächst nach Osten und dann wieder nach Süden. Sie verbindet die Anton-von-Werner-Straße mit der Heerstraße.140pxAdolfstraße ()530 Adolf, männlicher Vorname Sie verläuft von der Brodauer Straße nach Südosten bis Alt-Kaulsdorf, wobei sie an der Einmündung der Georgstraße leicht südwärts abknickt. In dieser Straße (Hausnummer 25) befindet sich die ‚Achard-Grundschule‘, ein 1911–1913 errichtetes Schulgebäude.140pxAhornstraße ()200 Ahorn, Laubbaum, vermutlich die Erstbepflanzung Die Ahornstraße ist eine kurze West-Ost-Straße zwischen Wald- und Birkenstraße im Bereich Kaulsdorf-Süd.140pxAlt-Kaulsdorf ()1350 Alt-Kaulsdorf, historischer Dorfkern Die im 13. Jahrhundert entstandene Straße trug die historischen Bezeichnungen Chaussee nach Frankfurt, auch Chaussee nach Berlin und Frankfurter Straße (1922–1927). Die Fernverkehrsstraße wurde in den späten 1920er Jahren etwas weiter südlich des alten Dorfkerns verlegt. Der jetzt gültige Name verweist auf die Geschichte des Dorfes. Hier und in der quer verlaufenden Dorfstraße stehen zahlreiche Baudenkmale; siehe Kulturdenkmale in Berlin-Kaulsdorf. Auf dem Gelände des ehemaligen Freigutes (Alt-Kaulsdorf 1) hatte Franz Carl Achard seine „Sirupkocherei“ eingerichtet. Seit 1932 ist hier der Standort des Spirituosenherstellers Schilkin. Auf dem Gelände befinden sich zwei Gedenktafeln für Achard.Gedenktafeln in Berlin: Franz Carl Achard Der Text der einen lautet: „Auf dem ,Caulsdorfer Gut’ wirkte in der Zeit zwischen 1784 und 1796 F. C. Achard, Begründer der Rübenzuckerfabrikation.“140px|Dorfkrug, denkmalgeschütztes Gebäude Alt-Kaulsdorf140px|Alt-Kaulsdorf Höhe Myslowitzer StraßeAm Bachrain ()550 Der Name bezieht sich auf die Nähe zu einem namenlosen Bach. Seit 1990 verläuft hier der Kaulsdorfer Rohrpfuhlgraben. Seinem Verlauf passen sich die in den 1940er Jahren angelegten Straßen Am Bachrain, Im Augarten und Am Wiesenhang durch eine halbkreisförmige Abzweigung vom Hamannweg an.140px|Rechte Seite: ein LandschaftsschutzgebietAm Baltenring ()850 Balten, im Baltikum beheimatete Volksgruppen Der zunächst mit Straße 127 bezeichnete Verkehrsweg beginnt an der Grottkauer Straße, überquert etwa 60 Meter westlich der Kreuzung mit der Uckermarkstraße die Ortsteilgrenze zu Hellersdorf und endet dort an der Lily-Braun-Straße. Er verläuft zunächst in Nord-Süd-Richtung, schwenkt dann aber nach einem bogenförmigen Verlauf in Ost-West-Richtung. Seine Trassierung wurde mehrfach verändert. Vor der amtlichen Benennung hieß er auch Baltenring, also ohne „Am“.140pxAm Birkenwerder ()700; hier eine überlieferte Flurbezeichnung Der Verkehrsweg verbindet die Bergedorfer mit der Ulmenstraße in Nord-Süd-Führung. Südlich setzt er sich als Nordheimer Straße fort.140pxAm Feldberg ()250Feldberg, alter Flurname der Barnim-Anhöhe Zuerst war es die Straße 43, inoffiziell nach der auf der Kuppe vorhandenen Windmühle auch Mühlberg genannt. Sie führt nordost-südwestwärts von Alt-Kaulsdorf bis Am Niederfeld. Am Feldberg 3 befindet sich eine Gedenktafel für Erich Knauf und Erich Ohser.Zwei kritische Köpfe. In: Berliner Woche, Ausgabe Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf, 20. März 2019, S. 3.140pxAm Kirchendreieck ()250 Das bis in die 2010er Jahre unbebaute Gebiet im Winkel von Heinrich-Grüber-Straße und Kraetkestraße wurde Kirchendreieck genannt (vgl. unteres Panoramabild). Die Straße liegt in der Neubausiedlung Heinrich-Wohnpark und führt von der Heinrich-Grüber-Straße zum Erich-Knauf-Weg.zentriert|140px|Wohnstraße 'Am Kirchendreieck', Berlin-Kaulsdorfzentriert|140px|unbebautes Gebiet genannt 'Kirchendreieck' in Berlin-KaulsdorfAm Lupinenfeld ()1070(im Ortsteil) Aus den um 1910 entstandenen Straßen 138, 113 und 140 wurde ab 1925 der konkrete Straßenname, der vermutlich die auf den Feldern angebauten Futterpflanzen beschreibt. Es handelt sich um einen West-Ost-Straßenzug zwischen Heinrich-Grüber-Straße und Briesener Weg, der sich in Mahlsdorf bis zur Melanchthonstraße fortsetzt.140px|Ansicht von der Heinrich-Grüber-Straße ausAm Moosbruch ()160; hier: eine überlieferte Flurbezeichnung in der Nähe der WuhleAn der Nordseite der West-Ost-Straße zwischen An der Wuhle und Karlsburger Weg schließt sich eine kleine Grünfläche an.140pxAm Niederfeld ()1130 Lagebeschreibung aus Feld und geografischer Höhe; hier: eine überlieferte Flurbezeichnung (Gegensatz zu Oberfeld als Namensbasis für die Oberfeldstraße in Biesdorf) Zuerst war es die Straße 41, inoffiziell auch Richard-Wagner-Straße.Geschichte der Straße Am Niederfeld auf Kauperts.de Der Verkehrsweg verläuft in West-Ost-Richtung zwischen Chemnitzer Straße und Kressenweg. Ihre östliche Fortsetzung bildet die Elsenstraße in Mahlsdorf. Auf der Südseite tangiert die Straße den Butzer See, einen Bestandteil des Landschaftsschutzgebietes Kaulsdorfer Seen. Auf der Nordseite befinden sich einige Gewerbeflächen, teilweise brachliegend, teilweise auch neu bebaut.140pxAm Wiesenhang ()260Die in den 1940er Jahren angelegte Straße folgt als Abzweigung vom Hamannweg in ihrem halbkreisförmigen Verlauf (zusammen mit Am Bachrain und Im Augarten) einem nahe gelegenen Bach. Seit 1990 verläuft hier der Kaulsdorfer Rohrpfuhlgraben.140px|Ansicht vom Hamannweg ausAm Wuhlebogen ()500 Der Straßenzug verläuft von der Straße 19 im Norden bis zur Bismarcksfelder Straße im Süden. In Höhe der Hausnummern 14 und 16 gibt es eine Zufahrt zur Kaulsdorfer Straße. Die Straße durchzieht ein 2014–2015 errichtetes Wohngebiet mit Ein- und Zweifamilienhäusern.140px|Straße Am Wuhlebogen (Berlin-Kaulsdorf) Blickrichtung NordAm Wuhlesee ()80 Wuhlesee, in unmittelbarer Nähe gelegener See Die Stichstraße zweigt von der Straße 19 ab und erschließt als Privatstraße ein kleines Neubaugebiet auf der Fläche der früheren KGA Am Wuhlesee. 140px|Berlin-Kaulsdorf Am WuhleseeAmelieweg ()250 Amelie, weiblicher Vorname Es handelt sich um eine Privatstraße zur Erschließung von 18 neu errichteten Einfamilienhäusern auf dem ehemaligen Grundstück Bauerwitzer Weg 25; sie ist U-förmig geführt. Im Sommer 2012 wurde die Straße mit Doppel-T-Betonpflaster befestigt.140pxAn der Wuhle ()1610 Der Verkehrsweg beginnt an der Heerstraße und läuft bis zur Damerauer Allee in Nord-Süd-Führung. Nördlich setzt sie sich als Lammersdorfer Weg fort.140pxAnton-von-Werner-Straße ()230 (1843–1915), Maler Der Verkehrsweg ist eine zwischen 1910 und 1920 trassierte Straße, die die Büllinger Straße mit der Chemnitzer Straße in West-Ost-Führung verbindet und sich als Wernitzer Straße fortsetzt. Wohnbebauung gibt es nur auf der Südseite; nördlich befindet sich eine Industriebrache (Stand Februar 2012).140pxArndtstraße ()100(im Ortsteil) (1769–1860), Dichter Die Straße verläuft in voller Länge im Ortsteil Mahlsdorf in Nordost-Südwest-Richtung zwischen Roedernstraße und Hirschpfad. Lediglich die Hausnummer 21a an der Ecke Hirschpfad gehört zu Kaulsdorf (siehe Bild).140pxAuf der Höh ()120Höhe, Lagebeschreibung Die kleine Stichstraße geht westlich von Am Feldberg ab und läuft auf ein Gewerbegebiet zu. Bei der Projektierung wurde sie als Straße 42 bezeichnet, ab zirka 1920 bereits mit ihrem später amtlich vergebenen Namen.140pxAuguststraße ()400August, männlicher VornameDie Straße verläuft in West-Ost-Richtung zwischen Adolf- und Planitzstraße.140pxBauerwitzer Weg ()260Bauerwitz, Ort in Oberschlesien, seit 1945 Baborów in Polen Bei der Erstanlage um 1910 erhielt die Straße den Namen Röntgenstraße nach dem Physiker Wilhelm Conrad Röntgen. Ihr Ausbau dauerte noch bis in die 1920er Jahre. Sie führt in Nordost-Südost-Richtung rechtwinklig abgeknickt von der Hellersdorfer bis zur Heinrich-Grüber-Straße.140pxBausdorfstraße ()990Bausdorf, alteingesessene Kossäten- und Bauernfamilie, die sich im 19. Jahrhundert um die Entwicklung des Bereichs Kaulsdorf / Mahlsdorf verdient gemacht hatDie Bausdorfstraße verläuft nördlich des Bahndamms zwischen Heinrich-Grüber-Straße und Lohengrinstraße und setzt sich in Mahlsdorf als Wodanstraße fort. In Mahlsdorf gibt es eine gleichnamige Straße, die östlich des Hultschiner Damms bis zur Pilgramer Straße in Süd-Mahlsdorf verläuft.Amtliches Straßenverzeichnis des Bezirks Marzahn-Hellersdorf; PDF (Stand Juli 2015), (PDF; 350 kB)140px|Blick in die Bausdorfstraße von der Heinrich-Grüber-Straße ausBergedorfer Straße ()2530(im Ortsteil)Bergedorf, Stadtteil von Hamburg Der Straßenzug ist in zwei Abschnitten entstanden und trug zuerst die Namen Fasanenstraße (Juli 1909–1938) sowie Heinrich-Heine-Straße (1920–1938). Er verläuft in leicht gebogener West-Ost-Führung, beginnt An der Wuhle, überschreitet an der Seebadstraße die Grenze zum Ortsteil Mahlsdorf und endet dort am Hultschiner Damm. Der Hausnummernbereich 94–124 gehört zu Kaulsdorf.140pxBirkenstraße ()800 Birke, einheimischer Laubbaum Die Birkenstraße ist ein in Nordost-Südwest-Führung zwischen Eschenstraße und Sadowastraße verlaufender Verkehrsweg im Bereich Kaulsdorf-Süd.140pxBismarcksfelder Straße