mini|hochkant|Walther Firle um 1904 mini|Firle in seinem Atelier in der Pettenkoferstraße; um 1917 mini|hochkant|Bayerische Briefmarke mit Porträt König Ludwig III., von Walther Firle (1914) Walther Firle, auch Walter Firle (* 22. August 1859 in Breslau; † 20. November 1929 in München)Andreas Zoller: Der Landschaftsmaler Edmund Steppes (1873–1968) und seine Vision einer „deutschen Malerei“. S. 157 (d-nb.info PDF). war ein deutscher Porträtmaler und Genremaler, dessen Herrscherporträts als Vorlagen für die Briefmarken des Königreiches Bayern dienten.
Leben und Wirken Firle kam als Sohn eines Kaufmanns zur Welt und erhielt schon in jungen Jahren Malunterricht. Er arbeitete kurze Zeit im Unternehmen seines Vaters, ehe er 1879 gegen den ursprünglichen Willen seiner ElternEduard Engels: Walther Firle. In: Die Kunst unserer Zeit. S. 117. an der Akademie der Bildenden Künste in München das Studium aufnahm. Zu seinen Lehrern zählten dort Alois Gabl, Gabriel von Hackl und Ludwig von Löfftz.
1882 brach er aus finanziellen Gründen sein Studium ab. In den folgenden Jahren unternahm er Reisen nach Italien und Holland, ehe er sich in München niederließ. Dort malte er Genrebilder und Bilder mit religiösen Themen und wurde Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft.Catalogue of the Munich Fine Art Exhibition. 1906, S. 20 (). Als sein erstes bedeutendes Bild gilt die Morgenandacht in einem holländischen Waisenhause, das von der Berliner Nationalgalerie angekauft wurde. 1890 wurde er zum königlichen Professor berufen.Galerie Fine Art bei artists.de (Abgerufen am 7. September 2012).Walther Firle Breslau 1859–1929 München. Abgerufen am 7. September 2012.
Firle widmete sich zudem der Porträtmalerei und malte unter anderem den Prinzregenten Luitpold von Bayern, Nikolaus Graf von Seebach, Ludwig III. von Bayern sowie den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg.Westermanns Monatshefte. Band 143. G. Westermann, 1927, S. 233 (books.google.de Vorschau). Die bayerischen Briefmarkenserien unter König Ludwig III. sind alle nach Firles Porträts gestaltet.
Firle starb am 20. November 1929 im Alter von 70 Jahren.Heino von Dickinson-Wildberg: Das Dresdner Hoftheater in der Gegenwart. Pierson, Dresden 1902, S. 54. (books.google.de Vorschau).
Ausstellungen Firles Werke wurden mehrfach im Münchener Glaspalast (ab 1894), in der Großen Berliner Kunstausstellung, in der Großen Kunstausstellung Dresden (1899, 1908, 1912), in Düsseldorf (1902, 1904, 1913), im Künstlerhaus Wien (1894, 1913) sowie in Venedig (1895, 1897, 1914) ausgestellt.Walter Firle (1859–1929). Abgerufen am 7. September 2012.
Werke (Auswahl) Morgenandacht in einem holländischen Waisenhause (1885) Die Sonntagsschule (1886) Im Trauerhause (1888) Nähstunde (1888) In der Genesung (1892)
Galerie
Literatur Eduard Engels: Walther Firle. In: Die Kunst unserer Zeit. II. Halbband, Franz Hanfstaengl, München 1901, S. 113–142. (scans.library.utoronto.ca; PDF; 14,0 MB).
Georg Jacob Wolf: Walther Firle. Zu seinem sechzigsten Geburtstag. In: Illustrirte Zeitung. 153, Nr. 3973, Leipzig 1919, S. 210 f.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Genremaler Kategorie:Porträtmaler Kategorie:Person (bayerische Geschichte) Kategorie:Person (München) Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1859 Kategorie:Gestorben 1929 Kategorie:Mann