mini|270px|Forsthaus mini|Kapelle St. Wendelin
Schmerb ist ein Gemeindeteil des Marktes Ebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Schmerb liegt in der Gemarkung Ebrach. Das einzige bewohnte Haus ist das Forsthaus des zuständigen Revierförsters.
Geografie Die Einöde liegt etwa 2,5 km nordöstlich von Ebrach in einer Waldlichtung des Ebracher Forstes. Er ist durch einige Flurwege mit der Staatsstraße 2258 verbunden. Etwas nördlich entspringt der Schmerber Graben, der durch den Ort fließt über den Schmerber Grund der Mittleren Ebrach zu. Östlich befindet sich ein kleiner Weiher.
Geschichte Der Ort wurde im Jahre 1317 als „Schmerwe“ erstmals urkundlich erwähnt. 1418 erkaufte das Kloster Ebrach von Erkinger Zollner zu Sugenheim dessen grundherrlichen Ansprüche in Schmerb. Später erlangten sie durch Tausch mit Herren von Echter die andere Hälfte von Schmerb; die Echter bekamen dafür Traustadt.P. Schneider: Steigerwald, S. 161.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schmerb aus 13 Anwesen. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Oberschwarzach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kloster Ebrach. Grundherren waren das Kloster Ebrach (1 Hof, 2 Halbhöfe, 5 Güter, 1 Gut mit Wirtszapfelei, 2 Gütlein, 1 Bierbrauerei) und die Gemeinde (1 Kirchenhaus).H. Weiß: Bamberg, S. 164.
Im Jahre 1802 kam Schmerb an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1811 der Steuerdistrikt Schmerb gebildet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Schmerb der Ruralgemeinde Ebrach zugewiesen.H. Weiß: Bamberg, S. 240. Nach der Säkularisation begann der bayerische Staat mit dem Aufkauf der bäuerlichen Anwesen in Schmerb und forstete die Schmerber Flur auf. Dadurch starb der Ort aus. Vier verbliebene Anwesen dienten als Waldarbeiterwohnsitze und Forsthaus. Geschichte von Schmerb im Gutachten zum Hohen Buchenen Wald
Baudenkmäler In Schmerb gibt es fünf Baudenkmäler: Haus Nr. 2: Waldarbeiterhaus Haus Nr. 3: Forsthaus Haus Nr. 9: Waldarbeiterhaus Felsenkeller St.-Wendelin-Kapelle
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2012Einwohner 71 35 32 30 18 18 25 20 23 3 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 15 5 4 4 4 4 2 Quelle
Religion Schmerb ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Mariä Himmelfahrt (Ebrach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Ebrach) Kategorie:Ersterwähnung 1317