Der Walkersbach ist ein Bach im nördlichen Baden-Württemberg von etwas über 8 km Länge. Er mündet unterhalb von Lorch im Ostalbkreis von rechts in die Rems.
Name 1508 wurde der Bach als Walckerspach erstmals schriftlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Namens leitet sich von einem althochdeutschen Personennamen *Walkmar ab.
Geographie Quelle und Verlauf
Der Walkersbach entsteht im Welzheimer Wald an der Südflanke der schmalen, bandförmigen Lias-Hochfläche zwischen mittlerem Wieslauf- und dem Leintal im Norden und dem Remstal im Süden. Etwa einen Kilometer südwestlich des zentralen Straßendreiecks von Welzheim-Breitenfürst entspringt er am oberen Talwaldrand im Welzheimer Hanggewann Buchschnorren. Von hier an fließt er in zuallererst südlicher, dann südöstlicher Richtung in einem sich zunächst keilförmig weitendem Waldtal. Auf dem ersten Kilometer seines Laufes liegt sein Bachbett oft in einem steilwandigen Trog; hier wie auch weiter unten bis zum Eintritt ins Remstal nimmt er zahlreiche Zuflüsse aus solchen stark reliefierten Klingen auf. Danach wird die Sohle seines Tales auf etwa flacher und von links steigt in Serpentinen die K 1886 in es herab, die den Bach bis fast zu seiner Mündung begleiten wird, ab der Kreisgrenze im unteren Tal als K 3270.
Wenig später erreicht er die Grenze einer anfangs schmalen Lichtung auf dem Talgrund. Etwa 2 km unterhalb der Walkersbach-Quelle läuft mit dem Schautenbach der erste größere Nebenfluss zu. Ab dem Alfdorf-Pfahlbronner Schenkenhöfle beginnt sich die Tallichtung bis hinauf zur halben Hanghöhe zu weiten, hier grenzt die Gemeinde Alfdorf ans linke und die Gemeinde Plüderhausen ans rechte Ufer des Bachs, von rechts fließt gegenüber dem Gehöft der Schützenbach zu. Danach liegt am Plüderhausener Ufer die einzige größere Ansiedlung im Tal, das Dorf Walkersbach. Am Steg über den Bach mündet von links der (obere) Haselbach, bald darauf an der Kläranlage der Kühnenbach, der längste Nebenfluss am Oberlauf. Danach kehrt der Walkersbach seinen Lauf nach Süden und die Lichtung verengt sich wieder auf die Talsohle.
Nach etwa einem Kilometer passiert der Bach die Pfahlbronner Mühle an seinem rechten Ufer; hier erstreckt sich die Alfdorf-Pfahlbronner Gemarkung ausnahmsweise auch über die rechte Talsohle. Etwa anderthalb Kilometer nach dem Kühnenbach-Zufluss lässt der Walkersbach den Rems-Murr-Kreis hinter sich und tritt ins Stadtgebiet von Lorch im Ostalbkreis ein. Er wendet sich nach Südosten und zieht nach etwa einem Kilometer an der ersten Lorcher Ansiedlung vorbei, dem Gehöft Metzelhof auf dem linken Seitenhügel mit dem ersten wieder waldfreien Hang seit Walkersbach. Hier erreicht ihn von links der Nitzelbach. Gleich darauf folgt in derselben Lage zum Bach der Weiler Strauben sowie die Weitmarser Sägmühle im Mündungsdreieck des (unteren) Haselbachs, der wiederum von links zufließt; es ist der längste Zufluss des Walkersbachs überhaupt.
Am Eintritt ins Remstal liegt zwischen dem Bach und dem rechts parallelem, 0,6 km langen Mühlkanal die Walkersmühle, über ihr steht das Dorf Weitmars auf dem rechten Mündungssporn. Der Kanal fließt bald zurück und der Bach zieht daraufhin noch einen halben Kilometer südwestlich über die Remsaue, wobei er unter anderem die Bundesstraße 29 und die Remsbahn unterquert. Dann mündet der Walkersbach nach einem Lauf von 8,4 km an der Westspitze des Naturschutzgebietes „Lorcher Baggerseen“ auf von rechts in die Rems.
Einzugsgebiet
Der Walkersbach hat ein Einzugsgebiet von 17,1 km² Größe. Davon liegen weniger als ein Drittel links des Baches, weil ihn längere Zuflüsse fast nur von links erreichen.
Im Norden konkurriert die Lein, die nach Osten zum oberen Kocher fließt. Alle anderen anliegenden Einzugsbereiche entwässern ebenfalls zur Rems. Im Osten verläuft die Wasserscheide zum Aimersbach, der in Lorch selbst mündet, im Südwesten sehr nahe zum kurzen Aitenbach, im übrigen Westen nahe zum Bärenbach, der etwas talab in Plüderhausen zufließt. Im Nordwesten konkurriert die Wieslauf, die erst weiter remsabwärts bei Schorndorf mündet.
Zuflusssystem
Liste der Zuflüsse, auch solcher höherer Ordnung, die in den Datensätzen der LUBW-FG10 erfasst sind, aufgereiht von der Quelle zur Mündung unter dem aufnehmenden Gewässer. Wo möglich und sinnvoll mit Namen, Mündungsseite, Mündungsort und Länge. Gewässerverläufe, -längen und -flächen bevorzugt nach den Kartenlayern der LUBW, Namen bevorzugt nach der Hintergrundkarte. Längen auf volle hundert Meter gerundet. Kursivierte Gewässernamen sind Eigennamen. Ansonsten steht ersatzweise eine beschreibende Bezeichnung, von der dann nur die kursivierten Anteile (Talnamen, Bergnamen, Gewannnamen usw.) Eigennamen aus den Quellen sind.
Ursprung des Walkersbachs am Waldrand etwa 150 m südwestlich und unterhalb der Häuser an der Welzheim-Breitenfürster Zeilgasse im Hanggewann Buchschorren auf etwa .
(Waldklingenzufluss), von links nach Abstieg der K 1886 Breitenfürst–Walkersbach ins Tal auf ,Texteintrag in Blau an der Mündung auf der Hintergrundkarte der LUBW-FG10 bei Maßstab etwas gröber als 1:5000. 0,6 km. Quelle des längsten Astes im Übergang der Waldgewann Heuweg und Eichenzeil auf etwa . Der Bach läuft schon bald danach durch die bewaldete Bißklinge. (Waldklingenzufluss), von links gleich nach dem Flureintritt auf etwa , 0,5 km. Entsteht an der K 1886 zwischen deren obersten zwei Serpentinen auf etwa . Schautenbach, von links parallel zur Mündung eines Waldweges im westlichen Schautenhau in die Talstraße auf , 1,1 km. Entsteht auf etwa wenig unterhalb des Abzweigs der K 1886 von der Höhenstraße L 1155 Breitenstein–(Alfdorf-)Haghof noch in der freien Flur. (Waldklingenzufluss), von links wenig später noch vor dem Alfdorfer Schenkhöfle, 0,5 km. Entsteht im südöstlichen Schautenhau auf etwa . Schützenbach, von rechts auf etwa an einer Feldwegbrücke vor der Plüderhausen-Walkersbacher Schießanlage, 0,4 km. Entsteht am oberen Hang des Waldgewanns Dickne auf etwa . Haselbach (!), von links am Gegenufer von Walkersbach beim Steg auf etwa , 0,8 km. Entsteht am Flurrand unterhalb der Hochebene um Haghof auf etwa . Kühnenbach, von links gegenüber der Walkersbacher Kläranlage auf ,Texteintrag in Blau an der Mündung auf der Hintergrundkarte der LUBW-FG10 bei Maßstab etwas gröber als 1:10000. 2,2 km. Entspringt einer Quelle an der Pfahlbronner Petershalden auf etwa (Waldklingenzufluss), von rechts und Norden südöstlich des Haselhofes auf , 0,8 km. Entspringt einer Quelle am Flurrand der Hochebene um den Haghof auf etwa , (Waldklingenzufluss aus dem Gläserhau), von links auf etwa , 0,5 km. (Waldklingenzufluss aus dem nördlichen Walkersbacher Wald), von links nach einem Waldriegel über die ganze Aue auf etwa , 0,6 km. (Bach aus dem Krotenloch), von rechts aus dem Waldteil des Gewanns Krotenloch, von rechts wenig danach, 0,9 km. Speist im oben erwähnten Auenwaldriegel zwei Teiche von zusammen unter 0,2 ha. Entsteht nördlich des Heubergs auf unter . Hinterer HeubergkopfbachKorrektur einer unorthographischen Namensform bei LUBW-FG10 (Datensatzeintrag). Möglicherweise dort nur eine improvisierte Benennung und kein gängiger Name., von rechts wenig danach, 0,6 km. Entsteht am Osthang des Heubergs auf um . Mittlerer Heubergkopfbach, von rechts an der Pfahlbronner Mühle, 0,7 km. Entsteht am Südosthang des Heubergs in gleicher Höhe. Vorderer Heubergkopfbach, von rechts wenig danach, 0,9 km. Entsteht nahe dem Kamm zwischen Heuberg und Heidenbühlauf etwa . (Bach vom Heidenbühl), von rechts am Beginn eines weiteren talsperrenden Waldriegels auf etwa , 0,6 km. Entsteht auf etwa . (Waldklingenzufluss aus der nördlichen Walkersbacher Wand) (!), von rechts am unteren Ende des Riegels, 0,6 km. Entsteht auf etwa . (Waldklingenzufluss aus der mittleren Walkersbacher Wand), von rechts gleich danach, 0,8 km. Entsteht auf etwa . (Waldklingenzufluss aus der südlichen Walkersbacher Wand), von rechts an einer Feldwegbrücke auf etwa , 1,0 km. Entsteht am Ostrand des Hohbergkopfs auf etwa . Nitzelbach, von links an den ersten Häusern neben der K 3270 (Talstraße) auf etwa , 2,0 km. Entsteht im Waldgewann Straubenkopf etwa einen Kilometer ostnordöstlich der Pfahlbronner Mühle auf etwa . (Bach aus der Brunnenklinge), von rechts gegenüber dem Straubenwald, 0,4 km. Entsteht am Rand der Hochfläche des Wetzlers auf etwa . (Flurhangbach beim Metzelhof), von rechts neben den Talhäusern, 0,5 km. Entsteht am Rand der Hochfläche um Lorch-Metzelhof auf etwa . (Waldklingenzufluss vom Osthang des Hohbergkopfes), von links genau gegenüber dem Nitzelbach, 1,0 km. Entsteht auf etwa . → (Abgang des Kanals zur Weitmarser Sägmühle), nach links nach einer Feldwegbrücke. Haselbach (!), von links an der Weitmarser Sägmühle auf etwa , 3,0 km. Entspringt etwa anderthalb Kilometer südwestlich von Pfahlbronn einer Quelle im obersten Dinkelwald am Südwesthang der Flurhochfläche Ebene auf etwa . (Waldklingenzufluss aus dem Neuwiesenholz), von links gegenüber dem Unger auf ,Texteintrag in Schwarz an der Mündung auf der Hintergrundkarte der LUBW-FG10 bei Maßstab etwas gröber als 1:10000 0,9 km. Entsteht am Rand der Südspitze der Ebene auf etwa . (Waldklingenzufluss vom Zimmerplatz), von links gegenüber dem Straubenwald, 0,5 km. Entsteht auf etwa . (Waldklingenzufluss aus der Kalbsklinge), von links gegenüber dem Lorcher Weiler Strauben auf etwa , 0,8 km. Entsteht am Rand der Südspitze der Ebene auf etwa . ← (Rücklauf des Kanals zur Weitmarser Sägmühle), von rechts wenige Schritte vor der Mündung, 0,4 km. (Bach aus der Alberlesklinge), von rechts gleich danach an einer Feldwegbrücke, 0,6 km. Entspringt nördlich des Weitmarser Friedhofes auf etwa . → (Abgang des Kanals zur Walkersmühle), nach rechts auf etwa . (Bach aus der Schäfersklinge), von links gleich nach der Bachteilung am Lorcher Edenhof in den Walkersbach selbst, 1,1 km. Entsteht am Südostrand des Enderlesholzes zum Großen Feld auf etwa . (Bach aus der Schindersklinge), von links kurz vor der Walkmühle in den Walkersbach selbst, 0,7 km. Entsteht auf knapp am Rand des Lorcher Gehrns. ← (Rücklauf des Mühlkanals zur Walkersmühle), von rechts auf unter nach Unterqueren der K 3313, 0,6 km.
Mündung des Walkersbachs gleich nach der Unterquerung der B 29 und der Remsbahn in der Remsaue nach 8,4 km Lauf und auf von rechts in die Rems. Im oberen Mündungsdreieck liegt unmittelbar das Naturschutzgebiet Lorcher Baggerseen an, mit sechs Baggerseen von zusammen 6,7 ha Fläche.Addition der Einzelseeflächen nach den Datensätzen der LUBW-SG10.
Geologie Der Lauf des Walkersbachs liegt zur Gänze im Oberen und Mittleren Keuper. Er entspringt im Knollenmergel (Trossingen-Formation) und durchläuft dann die ganze Schichtenfolge bis hinunter zum Gipskeuper (Grabfeld-Formation), den er erst kurz vor dem Eintritt ins Remstal erreicht. Im Norden des Einzugsbereichs, beidseits des oberen Walkersbach und seines linken Zulaufs Kühnenbach, sind die umgebenden Höhen Hochflächen im Lias α, im Süden erreichen sie, bis auf ein isoliertes Vorkommen des Lias α rechtsseitig auf dem Hohbergkopf, nur den Stubensandstein (Löwenstein-Formation).Geologie nach GK50-SFW.
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