Gene Reynolds (* 4. April 1923 in Cleveland, Ohio als Eugene Reynolds Blumenthal; † 3. Februar 2020 in Burbank, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Drehbuchautor, Fernsehregisseur und Fernsehproduzent. Als Schauspieler war er einer der vielen Kinderstars der 1930er-Jahre, als Produzent und Regisseur wurde er vor allem durch seine Arbeit an vielen Folgen der Serie M*A*S*H bekannt.
Leben Als Kind spielte Gene Reynolds ab den 1930er Jahren in diversen Spielfilmen mit, meist in Nebenrollen als tragisches Kinderschicksal. Zu seinen bekannteren Rollen gehört ein schüchterner gehbehinderter Junge in Teufelskerle (1938) neben Spencer Tracy und Mickey Rooney sowie der sterbende Jason Brown im Abenteuerfilm Land der Gottlosen (1940) an der Seite von Errol Flynn, Olivia de Havilland und Ronald Reagan. Eine Hauptrolle übernahm Reynolds 1939 im Musikfilm Musik fürs Leben, wo er aus seinem schwierigen Elternhaus wegrennt und auf einer Musikschule Platz findet. Als Erwachsener hatte er nur durchwachsenen Erfolg als Schauspieler, daher zog er sich als Filmschauspieler 1956, als Fernsehschauspieler 1967 von der Leinwand zurück. Seitdem hatte er als Schauspieler nicht mehr vor der Kamera gestanden.
Stattdessen startete Reynolds nun eine Karriere beim US-amerikanischen Fernsehen, die ihm die Möglichkeit gab, als Produzent, Regisseur und Drehbuchautor unzähliger Serien, Serienfolgen und Fernsehfilmen tätig zu werden. Seine wichtigste Arbeit war die Serie M*A*S*H, die später Kultstatus erhielt. Dort zeichnete er sich als Produzent und Regisseur für sehr viele Folgen verantwortlich, zudem entwickelte er sie gemeinsam mit Larry Gelbart. Für seine Tätigkeit bei M*A*S*H erhielt er 1974 einen Emmy-Award als Produzent. Zwischen 1972 und 1983 produzierte er insgesamt 120 Folgen von „M*A*S*H“, schrieb 11 Folgen und führte bei 24 Folgen die Regie. Im gleichen Zeitraum produzierte er 22 Folgen von Lou Grant, für die er fünf Folgen schrieb bzw. mitverfasste und bei 11 die Regie führte.
Von 1993 bis 1997 war er Präsident der Directors Guild of America, der Vereinigung der Regisseure der USA. Gene Reynolds war ab 1979 in zweiter Ehe verheiratet und hatte einen Sohn. Er starb im Februar 2020 im Alter von 96 Jahren an Herzversagen.
Filmografie (Auswahl) Als Schauspieler 1934: Laurel und Hardy – Rache ist süß (Babes in Toyland) 1936: Sins of Man 1937: Manuel (Captains Courageous) 1937: Heidi 1937: Californian 1938: Chicago (In Old Chicago) 1938: Love Finds Andy Hardy 1938: Of Human Hearts 1938: Teufelskerle (Boys Town) 1938: Schnelle Fäuste (The Crowd Roars) 1939: Musik fürs Leben (They Shall Have Music) 1940: The Blue Bird 1940: Tödlicher Sturm (The Mortal Storm) 1940: Der große Edison (Edison, the Man) 1940: Land der Gottlosen (Santa Fe Trail) 1941: Andy Hardy’s Private Secretary 1942: The Tuttles of Tahiti 1949: Raubkatze (The Big Cat) 1949: Sturmflug (Sluttery’s Hurricane) 1953: Taxi 539 antwortet nicht (99 River Street) 1954: Ein Mädchen vom Lande (The Country Girl) 1954: Die Brücken von Toko-Ri (The Bridges at Toko-Ri) 1954: Drei dunkle Straßen (Down Three Dark Streets) 1956: Der Mann im grauen Flanell (The Man in the Gray Flannel Suit) 1956: Diane – Kurtisane von Frankreich (Diane)
Hinter der Kamera Als Drehbuchautor 1958–1961: Wells Fargo (Tales of Wells Fargo, Fernsehserie) 1977–1981: Lou Grant (Fernsehserie)
Als Regisseur 1965–1967: Ein Käfig voller Helden (Hogan’s Heroes, Fernsehserie) 1972–1977: M*A*S*H (Fernsehserie) 1977–1981: Lou Grant (Fernsehserie)
Als Produzent 1969–1970: Room 222 (Fernsehserie) 1972–1976: M*A*S*H (Fernsehserie)
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Einzelnachweise
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