Das Amt Erichsburg war eines der Ämter, die der Verwaltung der landesherrlichen Besitzungen und Rechte im Fürstentum Calenberg dienten.

Geschichte Das Fürstentum Calenberg gelangte 1523 im Rahmen der Hildesheimer Stiftsfehde in den Besitz einiger Gebiete, die zuvor zum Hochstift Hildesheim gehört hatten. Dazu gehörte auch das im Amt Hunnesrück verwaltete Gebiet. Zur Verwaltung dieses Gebietes wurde ein neues Gebäude errichtet, die Erichsburg. Die Amtssitze Lauenberg, seit dem 14. Jahrhundert zum Herzogtum Braunschweig-Lüneburg gehörend, und Lüthorst, seit 1495 zum Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel gehörendBerthold Rohmeyer: Geschichte von Lüthorst und Portenhagen, 1978, S. 391, wurden 1539 mit dem Amt Erichsburg zusammengefasst. 1643 kam das Gebiet des vormaligen Amtes Hunnesrück erneut zum Hochstift Hildesheim. Von der Erichsburg wurden fortan zwei kleine Gebiete verwaltet, die von dem dazwischen liegenden Amt Hunnesrück getrennt wurden. Sie gehörten von 1809 bis 1813 zum Kanton Markoldendorf. 1817 wurde das Amt Erichsburg mit dem benachbarten Amt Hunnesrück vereinigt und schließlich 1859 in das Amt Einbeck eingegliedert.

Orte Nördliches Teilgebiet Erichsburg Lüthorst (bis 1539 Amtssitz) Portenhagen

Südliches Teilgebiet Hoppensen (Dorf) Lauenberg (bis 1539 Amtssitz) Seelzerthurm Hilwartshausen (halb)

Von 1523 bis 1643 gehörten zusätzlich die Orte des Amtes Hunnesrück zum Amt Erichsburg.

Amtmänner 1818–1821: Carl Friedrich Wernher 1826–1830: Johann Carl Gottfried Wernher 1831–1837: Ernst Scheele 1838–1847: August Friedrich Wilhelm Heinsius 1848–1851: Georg Carl August Wenckebach 1853–1857: Christian Carl Philipp Eisendecher

Literatur Friedrich W. Harseim, C. Schlüter: Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover, 1848, S. 75 Heinrich D. Sonne: Beschreibung des Königreichs Hannover, Band 4, 1830, S. 64. ISBN 978-1-179-58186-6 Anton Friedrich Büsching: Neue Erdbeschreibung: Dritten Theils dritter Band, 1765, S. 2698

Kategorie:Geschichte (Dassel) Erichsburg Kategorie:Aufgelöst 1859

Einzelnachweise