Thierbach ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Penig im Landkreis Mittelsachsen. Gemeinsam mit seinem Ortsteil Zinnberg wurde Thierbach am 1. Januar 1999 nach Penig eingemeindet. Der Ortsteil bildet zusammen mit den Ortsteilen Markersdorf und Zinnberg die Ortschaft Thierbach nach der Sächsischen Gemeindeordnung. Diese hat gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.
Geografie Thierbach liegt etwa 19,5 Kilometer westnordwestlich der sächsischen Großstadt Chemnitz am linken Ufer der Zwickauer Mulde. Über eine Fußgängerbrücke erreicht man den am anderen Ufer liegenden Ortsteil Zinnberg.
Nachbarorte von Thierbach sind Penig im Nordosten, Tauscha im Osten, Zinnberg im Südosten Dürrengerbisdorf im Südwesten sowie Markersdorf im Nordwesten.
Geschichte mini|Alte Mühle an der Mulde mini|Muldewehr mini|Haltepunkt Thierbach–Zinnberg, Wartehalle (2016)
Die erste eindeutig zuweisbare Ortsnamenform datiert von 1357 als Tyrbach, für 1277 wird ein Heinricus dictus de Thyrbach genannt, der Zusammenhang zum Ort ist jedoch unsicher.Vgl.
August Schumann nennt 1824 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Thierbach betreffend u. a.:
1881 erhielt Thierbach mit der Ladestelle „Thierbach“ Eisenbahnanschluss an der Strecke Glauchau–Wurzen. Bis zum 8. Mai 1909 wurden hier ausschließlich Güter abgefertigt, ab diesem Zeitpunkt die Personenabfertigung an der nunmehr als Haltepunkt klassifizierten Station „Thierbach-Zinnberg“ aufgenommen und gleichzeitig die Güterabfertigung eingestellt.Eisenbahnstationen in Sachsen, abgerufen am 3. Januar 2012. Der Personenverkehr auf dieser Strecke wurde am 13. August 2002 wegen Hochwasserschäden sowie des dringend sanierungsbedürftigen Zustands verschiedener Trassenbauwerke eingestellt.
Im Bereich der Mühle an der Mulde wurde ab 1920 das Elektrizitätswerk Penig eingerichtet, welches 1924 ausgebaut und erweitert wurde. Die zum Teil verrottete Mulden-Wehranlage aus dem Jahre 1926 wurde nach der politischen Wende 1990 durch ein modernes Schlauchwehr ersetzt. Nach 14-monatiger Bauzeit und mehr als 4 Mio. DM Baukosten, konnte die Anlage am 21. November 1994 übergeben werden. In ihren Ausmaßen von 2 × 24 Metern Staubreite und 2 Metern Stauhöhe können mit 1750 Megawattstunden jährlich nahezu 800 Haushalte mit Strom versorgt werden.Ortsteil - Thierbach-Zinnberg auf penig.de, abgerufen am 7. Oktober 2012.
1949 wurde das am gegenüberliegenden Muldenufer liegende Zinnberg eingemeindet. Markersdorf folgte 1964. Am 1. Januar 1999 wurde Thierbach mit seinen damaligen Ortsteilen nach Penig eingemeindet.Gebietsänderungen ab 1. Januar 1999 bis 31. Dezember 1999 auf der Internetpräsenz des Statistischen Landesamts des Freistaats Sachsen, S. 5 (PDF-Datei; 38 kB), abgerufen am 3. Januar 2012.
Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl1551 11 Inwohner1764 12 besessene Mann, 6 Häusler, 4 ¾ Hufen1834 1451871 133 Jahr Einwohnerzahl1890 1891910 2151925 1891939 193 Jahr Einwohnerzahl1946 3141950 9251964 7871990 550
Literatur
Weblinks
Ortsteil Thierbach In: Webauftritt der Stadt Penig.
Einzelnachweise
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