zentriert|350px|Tolkiens Haus in Oxford, wo The Hobbit entstand Das Fantasy-Buch Der Hobbit von J. R. R. Tolkien wird veröffentlicht. zentriert|350px|H. P. Lovecrafts Grabstein mit der Aufschrift „I Am Providence“ Der US-amerikanische Autor H. P. Lovecraft stirbt.

Ereignisse Prosa Deutschsprachige Exilliteratur

mini|hochkant|Jugend ohne Gott Ödön von Horváths zweiter Roman, Jugend ohne Gott, wird in Amsterdam erstveröffentlicht. Auf Antrag der Gestapo wird das Werk 1938 in Deutschland in die „Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums“ aufgenommen. Von Joseph Breitbach erscheint die Erzählung Die Rückkehr, ein Kapitel aus einem später von der Gestapo beschlagnahmten und nie veröffentlichten Romanmanuskript mit dem Titel Clemens. Irmgard Keun veröffentlicht ihren ersten Exilroman Nach Mitternacht im Amsterdamer Querido Verlag. Der deutsch-jüdische Schriftsteller Ernst Sommer veröffentlicht in der Tschechoslowakei den historischen Roman Botschaft aus Granada. Von Arnold Zweig erscheint der Roman Einsetzung eines Königs.

Weitere deutschsprachige Literatur

Von Stefan Andres erscheint in dem Erzählungsband Moselländische Novellen u. a. die Novelle Die Vermummten. Hans Fallada veröffentlicht den Roman Wolf unter Wölfen. Das Werk wird von Joseph Goebbels ausdrücklich gelobt. Alfred Rosenberg dagegen und das ihm unterstellte Amt Rosenberg sehen Fallada sehr kritisch und verbieten das Buch. Fallada muss in der Folge von zeitkritischen Stoffen auf das Gebiet der leichten Unterhaltungsliteratur ausweichen. Der Widerstandskämpfer Adam Kuckhoff veröffentlicht den Roman Der Deutsche von Bayencourt zunächst als Fortsetzungsroman in der Kölnischen Zeitung und dann als Buch im Berliner Rowohlt Verlag. Von Franz Werfel erscheint der Roman Höret die Stimme. Von dem evangelischen Pfarrer und Schriftsteller Artur Brausewetter erscheint der Roman Der Ruf der Heimat – einer von insgesamt rund 50 Romanen, die er in seinem Leben verfasste.

Englischsprachige Literatur

Agatha Christie veröffentlicht die Kriminalromane Dumb Witness (5. Juli) und Death on the Nile (1. November). Außerdem bringt sie am 15. März die Kurzgeschichtensammlung Murder in the Mews and Other Stories heraus. 21. September: Das Fantasy-Buch The Hobbit or There and Back Again (Der Hobbit) von J. R. R. Tolkien wird im britischen Verlag George Allen & Unwin veröffentlicht.

John Steinbeck veröffentlicht den Roman Of Mice and Men. Er beschreibt die Geschichte zweier Wanderarbeiter, die von einem besseren Leben träumen, und gilt als ein typisches Werk des American Dream. The Happy Return, das erste Buch C. S. Foresters aus dem Hornblower-Zyklus, erscheint. Zora Neale Hurston, Autorin der Harlem Renaissance, veröffentlicht den Roman Their Eyes Were Watching God (Vor ihren Augen sahen sie Gott). Anfänglich erhält sie für das Werk überwiegend negative Kritiken. Von Georgette Heyer erscheint der Roman An Infamous Army. Von H. P. Lovecraft erscheint die Horror-Kurzgeschichte The Thing on the Doorstep. Von Arthur W. Upfield erscheint der Kriminalroman Winds of Evil. Olaf Stapledon veröffentlicht den Science-Fiction-Roman Star Maker, eines seiner bekanntesten und einflussreichsten Werke.

Französischsprachige Literatur

Der surrealistische Schriftsteller André Breton veröffentlicht das Werk L’Amour fou, in dem er das Kennenlernen seiner Ehefrau und Muse Jacqueline Lamba beschreibt. Ève Curie veröffentlicht die Biografie Madame Curie.

Prosa in weiteren Sprachen

Der erste Teil von Anton Makarenkos Roman Ehre erscheint in der Zeitschrift Oktjabr. Von Dino Buzzati erscheint die Erzählung I sette piani. Die Erzählung Schneeland von Yasunari Kawabata erscheint.

Lyrik

Der faschistische Politiker und Dichter Sekula Drljević verfasst den Text des montenegrinischen Volksliedes Oj svijetla majska zoro (Oh, du helle Morgenröte im Mai), der heutigen Nationalhymne Montenegros.

Drama

7. Februar: Die Komödie The End of the Beginning von Seán O’Casey wird am Abbey Theatre in Dublin uraufgeführt. 2. April: Das Theaterstück Figaro lässt sich scheiden von Ödön von Horváth als Fortsetzung von Beaumarchais’ Komödie Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit wird am Deutschen Theater in Prag uraufgeführt. 5. Juni: Luigi Pirandellos unvollendetes Drama I giganti della montagna (Die Riesen vom Berge) hat ein halbes Jahr nach dem Tod des Autors seine Uraufführung in Florenz. 24. September: Ödön von Horváths Lustspiel Ein Dorf ohne Männer wird in Prag uraufgeführt.

John Boynton Priestley verfasst das Theaterstück Die Zeit und die Conways.

Comic

Im Micky-Maus-Verlag Bollmann in Zürich erscheint ab Januar zweimal monatlich die Micky-Maus-Zeitung, das erste deutschsprachige Disney-Comicmagazin. Die Herausgabe muss infolge der Weltwirtschaftskrise und der Lizenzbeschränkungen der Walt Disney Company im September sistiert werden. 15. April: Der Comic L'Île Noire (Die schwarze Insel) aus der Serie Les aventures de Tintin von Hergé erscheint. Es ist die erste Geschichte der Serie, die den Protagonisten nicht in exotische Länder führt. Die 1935 bis 1937 in Fortsetzungen erschienene Geschichte L'oreille cassée aus der Serie Les aventures de Tintin von Hergé wird in Belgien als Gesamtband in schwarzweiß herausgegeben. Das erste Lurchi-Heft erscheint. Das erste Comic mit Sheena – Königin des Dschungels von Will Eisner und Jerry Iger erscheint im britischen Magazin Wags #1.

Militärliteratur

Von Heinz Guderian erscheint das Sachbuch Achtung – Panzer! über die Einsatzmöglichkeiten der motorisierten Kriegsführung.

Anthologie

Von einer Vereinigung von Druckerinnen wird der Sammelband Bookmaking on the Distaff Side herausgegeben.

Periodika

mini|hochkant|Fußball-Sonntag, 11. Ausgabe vom 9. Mai 21. März: In Österreich wird die Wochenzeitung Fußball-Sonntag, das offizielle Organ des Österreichischen Fußball-Bundes, gegründet. Die seit 1832 erscheinende Pariser satirische Zeitschrift Le Charivari erscheint zum letzten Mal.

Wissenschaftliche Werke

Der erste Band der sinologischen Buchreihe Monumenta Serica Monograph Series erscheint in Peking.

Preisverleihungen

Der Franzose Roger Martin du Gard erhält „für die künstlerische Kraft und Wahrheit, womit er in der Romanserie ‚Les Thibault‘ menschliche Gegensätze und wesentliche Seiten des gegenwärtigen Lebens darstellte“, den Nobelpreis für Literatur. Wilhelm Franke, Erich Landgrebe, Ernst Schönwiese und Julius Vogel werden mit dem Julius-Reich-Preis ausgezeichnet.

Geboren

Januar / Februar 1. Januar: Petros Markaris, griechischer Schriftsteller 3. Januar: Gernot Böhme, deutscher Philosoph († 2022) 8. Januar: Eckart Krumbholz, deutscher Schriftsteller und Herausgeber († 1994) 8. Januar: Waldtraut Lewin, deutsche Schriftstellerin († 2017) 8. Januar: Anton Pashku, albanischer Schriftsteller und Verlagslektor († 1995) 9. Januar: Klaus Schlesinger, deutscher Schriftsteller und Journalist († 2001) 10. Januar: Gianni Celati, italienischer Schriftsteller und Übersetzer († 2022) 15. Januar: Wolf Moser, deutscher Musiker und Schriftsteller († 2023) 22. Januar: Joseph Wambaugh, US-amerikanischer Schriftsteller († 2025) 22. Januar: Uwe Hans Wilken, deutscher Schriftsteller († 2001) 25. Januar: Werner Schneyder, österreichischer Kabarettist, Autor, Schauspieler, Regisseur und Sportkommentator († 2019) 27. Januar: David Yallop, britischer Schriftsteller und Drehbuchautor († 2018)

7. Februar: Doris Gercke, deutsche Krimi-Schriftstellerin († 2025) 8. Februar: Patrick McGinley, irischer Schriftsteller 11. Februar: Anders Bodelsen, dänischer Schriftsteller († 2021) 12. Februar: Hans Dieter Baroth, deutscher Journalist und Schriftsteller († 2008) 14. Februar: Dumitru Țepeneag, rumänischer Übersetzer und Schriftsteller 17. Februar: Kundeyt Şurdum, türkisch-österreichischer Lyriker und Redakteur († 2016) 21. Februar: Jilly Cooper, britische Schriftstellerin († 2025) 22. Februar: Joanna Russ, US-amerikanische Autorin 26. Februar: Eduardo Arroyo, spanischer Maler, Grafiker, Bühnenbildner und Schriftsteller († 2018) 26. Februar: David Henry Wilson, britischer Kinder- und Jugendbuchautor 27. Februar: Peter Hamm, deutscher Lyriker, Essayist, Literaturkritiker, Übersetzer und Herausgeber († 2019)

März / April 6. März: Arild Nyquist, norwegischer Schriftsteller († 2004) 8. März: Richard Fariña, US-amerikanischer Schriftsteller und Musiker († 1966) 12. März: Lisa Block de Behar, uruguayische Literaturwissenschaftlerin 13. März: Wladimir Semjonowitsch Makanin, russischer Schriftsteller († 2017) 15. März: Walentin Rasputin, russischer Schriftsteller und Umweltaktivist († 2015) 17. März: Matthias Bronisch, deutscher Dichter und Übersetzer 20. März: Lois Lowry, US-amerikanische Kinder- und Jugendbuchautorin 23. März: Moacyr Scliar, brasilianischer Schriftsteller und Arzt († 2011) 25. März: Klaus Walther, deutscher Literaturwissenschaftler und Schriftsteller († 2023) 28. März: Hermann Korte, deutscher Soziologe († 2025) 30. März: Warren Beatty, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent 30. März: Gisela Brackert, deutsche Journalistin 31. März: Hartmut Lange, deutscher Schriftsteller

4. April: Jutta Heinrich, deutsche Schriftstellerin († 2021) 6. April: Viljo Anslan, estnischer Schriftsteller († 2017) 8. April: Seymour Hersh, US-amerikanischer Enthüllungsjournalist 9. April: Barrington J. Bayley, britischer Schriftsteller († 2008) 11. April: Gertrud Zelinsky, deutsche Schriftstellerin 13. April: Lanford Wilson, US-amerikanischer Dramatiker und Pulitzer-Preisträger († 2011) 20. April: Jiří Dienstbier, tschechischer Journalist und Politiker († 2011) 20. April: Yılmaz Onay, türkischer Schriftsteller und Übersetzer († 2018) 21. April: Giorgio Pressburger, italienischer Regisseur, Schriftsteller und Dramatiker ungarischer Herkunft († 2017) 26. April: Hannelies Taschau, deutsche Schriftstellerin 27. April: Zhang Jie, chinesische Schriftstellerin († 2022) 29. April: Jill Paton Walsh, britische Schriftstellerin († 2020)

Mai / Juni 2. Mai: Gisela Elsner, deutsche Schriftstellerin († 1992) 5. Mai: Christoph Schroth, deutscher Theaterregisseur und -intendant († 2022) 5. Mai: Nicolás Suescún, kolumbianischer Dichter und Schriftsteller († 2017) 7. Mai: Marco Augusto Quiroa, guatemaltekischer Maler und Schriftsteller († 2004) 8. Mai: Thomas Pynchon, US-amerikanischer Schriftsteller 12. Mai: Misha Defonseca, belgische Schriftstellerin 13. Mai: Ralph Günther Mohnnau, deutscher Autor 13. Mai: Roger Zelazny, US-amerikanischer Schriftsteller († 1995) 14. Mai: Göran Tunström, schwedischer Schriftsteller († 2000) 20. Mai: Maria Teresa Horta, portugiesische Feministin, Schriftstellerin, Journalistin, Drehbuchautorin, Dramatikerin († 2025) 20. Mai: Peter von Matt, Schweizer Germanist und Schriftsteller († 2025) 23. Mai: Werner Funk, deutscher Journalist, Redakteur und Herausgeber 24. Mai: Archie Shepp, US-amerikanischer Jazzmusiker, Komponist, Literatur- und Theaterwissenschaftler 25. Mai: Friedrich Dieckmann, deutscher Schriftsteller 27. Mai: Andrei Bitow, sowjetischer bzw. russischer Schriftsteller († 2018) 30. Mai: Armando Valladares, kubanischer Schriftsteller 31. Mai: Gerd Hergen Lübben, deutscher Schriftsteller

1. Juni: Colleen McCullough, australische Schriftstellerin († 2015) 3. Juni: Wilfried Barner, deutscher Literaturwissenschaftler und Lessing-Experte 4. Juni: Minoru Betsuyaku, japanischer Dramatiker, Essayist und Literaturkritiker († 2020) 5. Juni: Hélène Cixous, französische Schriftstellerin und Essayistin 7. Juni: Hannjost Lixfeld, deutscher Volkskundler und Erzählforscher († 1998) 10. Juni: Susan Howe, US-amerikanische Dichterin und Essayistin 13. Juni: Hubert Wiedfeld, deutscher Schriftsteller und Hörspielautor († 2013) 15. Juni: Herbert Feuerstein, deutsch-österreichischer Journalist, Kabarettist und Entertainer († 2020)