mini|Das Atelier von Thies in der Höltystraße, gesehen von der Hildesheimer Straße; Ansichtskarte von Ludwig Hemmer, um 1900

Carl ThiesNachrichtenblatt für das Photographenhandwerk, Band 38, S. 177 (auch: Karl Thies;Vergleiche die Angaben im Stadtbuch Adreß- und Geschäftshandbuch von Hannover 1923 † 1930) war ein deutscher Fotograf im 19. und 20. Jahrhundert in Hannover.Reinhard Glaß: Leonhard Wachenfeld (1868–1941) Fotograf und Papierwarenhändler, auf dem glas-portal

Leben

mini|Handkoloriertes und lackiertes Foto im Kabinettformat eines blumengeschmückten Kraftfahrzeuges des Hannoverschen Automobil-Clubs zum 20. Juni 1913 – dem Tag der Einweihung des Neuen Rathauses in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II.

Bereits um 1875 bis 1878 bestand ein Fotostudio der Herren Thies & Nordahl in Hannover, deren Arbeiten auf der Gewerbeausstellung 1878 in der Ausstellungs-Zeitung gewürdigt wurden.Ludwig Hoerner: Der „Photographische Verein zu Hannover“, 1888 bis 1903. In: Photographie und Photographen in Hannover und Hildesheim. Festschrift zum 150jährigen Geburtstag der Photographie, hrsg. von den Photographen-Innungen Hannover und Hildesheim, hergestellt im Berufsförderungswerk Bad Pyrmont in den Ausbildungsberufen Schriftsatz, Reprofotographie, Druckformherstellung, Flachdruck und Buchbinder im Rahmen der Umschulung, 1989, hier: S. 12. 1880 begründete Carl Thies seine Firma als alleiniger Inhaber.Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums. 1975, S. 135.

Der Fotograf und Papierwarenhändler Leonhard Wachenfeld (* 25. September 1868 in Kassel; † 24. November 1941 in Hofgeismar) arbeitete von 1888 bis 1911 im Atelier von Carl Thies.

1893 bis 1897 ging der Kameramann Friedrich Paulmann (* 8. November 1878; † 10. März 1958 in Berlin) zu Carl Thies in die Fotografenlehre.

Posthum verzeichnete das Adressbuch der Stadt Hannover von 1932 für das von der Hildesheimer Straße gesehen rechte Eckgebäude zur Wilhelmstraße, das Haus Höltystraße 15, zwei Frauen als Eigentümerinnen; die Gewerbelehrerin E. Thies und die Musiklehrerin K. Thies, während im Erdgeschoss noch weiterhin das Photographische Atelier Carl Thies firmierte – ohne einen neuen Inhaber zu nennen.Vergleiche Adreßbuch der Stadt Hannover von 1932, Abt. II, S. 119

Ateliers

mini|Blick auf das von Georg Ludwig Friedrich Laves als erste eigene Villa am Schwarzen Bären in Linden errichtete Gebäude, später die Lederfabrik August Söhlmann, noch später „Photographisches Atelier“ verschiedener Fotografen; noch unidentifizierter Fotograf, vor 1890

mini|Revers einer Ansichtskarte vom Henriettenstift: „Verlag: Carl Thies Nflg., Hannover, Höltystr. 15“

Von Carl Thies sind zwei Ateliers bekannt:Danuta Thiel-Melerski: Carl Thies. in ihrem Lexikon der Fotografen auf fotorevers.eu Das Atelier in der Deisterstraße 1, an der Ihmebrücke in Linden. Es war damit dem Wohnhaus von Georg Ludwig Friedrich Laves in Linden benachbart, der zuvor das Grundstück an der Deisterstraße 2 (heute: Schwarzer Bär 2, Standort des Capitol) 1819 dem Fabrikanten Johann Egestorff abgekauft hatte.Klaus Siegner: G. L. F. Laves, Hannover, Wohnhaus Laves I, früher Deisterstr. 2, 1819-21. In: Harold Hammer-Schenk, Günther Kokkelink (Hrsg.): Laves und Hannover, Niedersächsische Architektur im neunzehnten Jahrhundert. rev. Neuauflage des Kataloges zur Ausstellung Vom Schloß zum Bahnhof, Bauen in Hannover des Landes Niedersachsen, Institut für Bau- und Kunstgeschichte der Universität Hannover, Historisches Museum, vom 13. Oktober 1988 bis zum 8. Januar 1989. Verlag Th. Schäfer, Hannover 1989, ISBN 3-88746-236-X, S. 496. Um 1900 hatte in dem Laves-Bau, der bereits 1913 abgerissen war, der Fotograf Otto Kamm sein Atelier.Vergleiche die Fotos in: Andreas Urban: Stadtbilder. Hannovers Moderne 1900–1939. „Begleitbuch zur Ausstellung im Historischen Museum Hannover / 21-9-2011 bis 26-2-2012“, in der Reihe Schriften des Historischen Museums Hannover, Bd. 40, ISBN 978-3-910073-41-8, S. 111 oben, sowie ebd. S. 104. Ein weiteres Atelier hatte Thies in der „Höltystrasse 13, nahe dem Ägidienthorplatz.“ Fotos des Atelierhauses mit der Vor- und Rückseite des Gebäudes stehen im Eigentum des Historischen Museums Hannover.Ludwig Hoerner: Das photographische Gewerbe in Deutschland 1839–1914. GFW-Verlag, Düsseldorf 1989, ISBN 3-87258-000-0, S. 231 Abb. 262 und 263. Inhaber dieses Ateliers, nun aber Höltystraße 15, war um 1925 Wilhelm Lange.GenWiki: Thies (Hannover)/Fotostudio

Bekannte Werke Von Thies & Nordahl ist das Bild Feldgottesdienst zum Gebet für den Kaiser am 22. Juni 1878 auf dem Waterlooplatz erhalten.Abb. in: Ludwig Hoerner: Hannover in frühen … S. 174. In der Archivdatenbank der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung findet sich im Nachlass Hans Ahrbeck ein Foto des Erziehungswissenschaftlers., . Uniformen der Königlich Hannoverschen Armee im Jahre 1866 ist eine großformatige Fotomontage betitelt, die 1887 im Atelier C. Thies mit einem von F. Struckmeyer gezeichneten Hintergrund gefertigt wurde.Ludwig Hoerner: Hannover in frühen Photographien. 1848–1910. Schirmer-Mosel, München 1979, ISBN 3-921375-44-4, Abb. S. 54. Um 1900 sind großformatige Landschafts- und Architekturfotos bekannt, etwa vom Stephansstift in Hannover-Kleefeld.ebay:

Weblinks

Andreas-Andrew Bornemann: Willkommen im CDV (Carte de Visite) | KAB (Kabinettfoto) Archiv mit historischen Fotos aus dem Atelier für Photographie von Carl Thies - Deisterstrasse 1. (Ihmebrücke) Hannover-Linden | Update 22. Oktober 2019 Adam An-tAthair-Síoraí: Carl Thies auf der Seite De Animorum Immortalitate, Unterseiten Hannover, Linden-Hannover.

Einzelnachweise

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