mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Zehlendorf

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Zehlendorf beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Zehlendorf mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick mini|Straßensystem in Zehlendorf (nach Droschkenwegmesser) 1893

Der Ortsteil Zehlendorf hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 14163, 14165, 14167 und 14169. Im Ortsteil liegen 290 gewidmete Straßen und Wege, von denen ein Straßenzug den Rang einer Bundesstraße hat. Zudem liegen hier neun benannte Stadtplätze an diesen Straßen. 26 Straßen liegen teilweise auch über die Grenzen des Ortsteils hinweg. Die Gesamtlänge der Bundes-, Stadt- und Siedlungsstraßen im Ortsteil beträgt 146,0 Kilometer von insgesamt 635,4 Kilometern öffentliches Straßennetz im gesamten Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Bei sieben Ortsteilen hat Zehlendorf mit 23 Prozent den größten Anteil am größten Bezirksstraßennetz in Berlin.

Der Ortsteil grenzt im Süden mit der Stadtgrenze Berlins an das Land Brandenburg (Kleinmachnow). Ab der Berlepschstraße grenzt der Ortsteil an Nikolassee. Die Grenze des Ortsteils verläuft zunächst südlich der ehemaligen Stammbahn zwischen Bahnhof Düppel (außerhalb) und Bahnhof Zehlendorf Süd und biegt hier nordwestwärts ab, an der Westseite der Clauertstraße und Lindenthaler Allee verlaufend. Im Weiteren bilden die Potsdamer Chaussee nach Osten, die Wannseebahn bis zum Mexikoplatz, die Limastraße, der Elvirasteig und der Fischerhüttenweg bis zur Bahnstrecke Westkreuz–Wannsee die Ortsteilgrenze zu Schlachtensee. Von dort bildet die Bahnstrecke Richtung Nordosten die erneute Grenze zu Nikolassee. Am zum Ortsteil gehörenden Hüttenweg wechselt der Nachbarortsteil zu Grunewald, gleichzeitig die Bezirksgrenze zu Charlottenburg-Wilmersdorf. Der Onkel-Tom-Straße bis an den Fenngraben folgend, liegt die Grenze zu Dahlem, weiter 280 Meter ostwärts durch Waldgelände bis zur Ecke Dachsheide. Dem Holzungsweg nach Südosten folgend und an der zum Ortsteil gehörenden Waltraud-, Sundgauer Straße und Schützallee entlang. An der Kreuzung Thielallee/Unter den Eichen (beide außerhalb von Zehlendorf) wird Lichterfelde erreicht und der Straßenzug Dahlemer Weg / Wupperstraße (beide im Ortsteil Zehlendorf) sind grenzführend. Der Rand des Ortsteils folgt an der Südseite des Beeskow- und der Ostseite des Teltower Damms. Der Ortsteil wird nun an der Berliner Stadtgrenze mit Teltow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) vom Teltowkanal hin begrenzt, hier liegen der Mauerweg, der Teltowkanalweg (Nr. 17) und der Teltower Dörferweg (Nr. 15). Nach ungefähr 1,5 Kilometer westwärts am Teltowkanal biegt die Stadtgrenze nun zur Gemeinde Kleinmachnow nach Norden am Buschgraben entlang, die Hauptverkehrsverbindung Machnower Straße – Zehlendorfer Straße (in Teltow) kreuzt hier. Von der Ecke Ludwigsfelder/Neuruppiner Straße verläuft die Stadtgrenze schließlich westwärts bis zur Neuruppiner/Berlepschstraße.

Die Hauptstraßen im Ortsteil sind die Bundesstraße 1 auf dem Straßenzug Berliner Straße – Potsdamer Straße – Potsdamer Chaussee in Ost-West-Richtung zwischen Steglitz und dem Berliner Zentrum und Potsdam, sowie dem Autobahnkreuz Zehlendorf. Den Nord-Süd-Verkehr übernimmt die Clayallee (nach Charlottenburg) mit der Fortsetzung südlich vom Zehlendorfer Zentrum nach Süden über Teltower Damm (nach Teltow) und der Machnower Straße (nach Kleinmachnow). Ergänzt wird dieser Nord-Süd-Straßenzug durch den Dahlemer Weg/Wupperstraße, die über den Beeskowdamm an den Teltower Damm anschließen, und zum anderen die Goerzallee, mit deren Gewerbegebieten im Süden, eine bedeutsame Straßenverbindung, besonders als durch den Mauerbau der Süden in Randlage geriet. Die Seehof- und Mühlenstraße ergänzen die Hauptstraßen südlich der B 1, nördlich sind dies die Argentinische Allee – Lindenthaler Allee und die Onkel-Tom-Straße, letztere insbesondere als Weg zur Anschlussstelle 2 (Hüttenweg) der AVUS und damit der Stadtautobahn.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAdolfstraße ()450Adolf, männlicher Vornamealign= right Die Straße wurde um 1900 von der Zehlendorf-Kleinmachnow AG angelegt und war 1906 im Berliner Adressbuch verzeichnet. Sie liegt zwischen Leuchtenburgstraße und Hoffbauerpfad. 140px|Berlin-Zehlendorf AdolfstraßeAhornstraße ()400Ahorn, Baumartalign= right Die Straße wurde 1885/1886 angelegt und wohl mit Ahornbäumen bepflanzt. Sie liegt zwischen Potsdamer und Beuckestraße.140px|Ahornstraße Albertinenstraße ()350Albertinerinnen, Mitglieder des nach dem sächsischen Kronprinzen Albert benannten Albertvereinsalign= right Die Straße wurde ab 1895 angelegt und bestand nur aus zwei Häusern, wurde 1908 verlängert. Sie liegt zwischen Machnower Straße (Buschgrabenweg) und Seibtweg. 140px|Berlin-Zehlendorf AlbertinenstraßeAlfred-Grenander-Platz ()60 × 50Alfred Grenander (1863–1931), schwedischer Architektalign= right Es ist der 2008 benannte Vorplatz am U-Bahnhof Krumme Lanke. Das Empfangsgebäude wurde von Alfred Grenander entworfen, am Platz steht ein Denkmal für den Architekten.140px|Berlin-Zehlendorf Alfred-Grenander-PlatzAlsbacher Weg ()80Alsbach, hessische Stadt bei Darmstadtalign= right Die Straße geht als Sackgasse vom Wasserkäfersteig ab und wurde von der Zehlendorfer West AG angelegt und war vor der Benennung die Straße 501. Zwischen 1938 und 1947 trug sie in der SS-Kameradschaftssiedlung den Namen Treuepfad.140px|Berlin-Zehlendorf Alsbacher WegAltkanzlerstraße ()140 erster Reichskanzler des Deutschen Reichs, Otto von Bismarck (1815–1898)align= right Die Straße 300 wurde zwischen 1925 und 1927 von der Zehlendorf-West AG angelegt. Sie liegt zwischen Wilskistraße und Argentinische Allee. Nur die Hälfte, der Abschnitt der Altkanzlerstraße zwischen Sven-Hedin-Straße und Alsenstraße, wurde 1931 in Plüschowstraße umbenannt.140px|Berlin-Zehlendorf AltkanzlerstraßeAlt-Schönow ()230Schönow, Dorfkern des ehemaligen Dorfs im Kreis Teltow, heute Ortslage in Zehlendorfalign= right Die Straße hieß überkommen bis 1939 Dorfstraße und wurde nach der Bildung von Groß-Berlin wegen des häufigen Namens umbenannt. Es ist eine Sackgasse, die vom Teltower Damm (südlich vom Beeskowdamm) nach Westen abgeht.140px|Alt-SchönowAm Birkenknick ()170Birkenknick, Zehlendorfer Flurbezeichnungalign= right Sie liegt zwischen Teltower Damm über Laehr’schen Jagdweg und dem Heinrich-Laehr-Park.140px|Am BirkenknickAm Fischtal ()810 Talsenke der Feldmark Zehlendorfalign= right Als Straße 326 um 1925 von der Zehlendorf-Grunewald AG angelegt,Hermann Jansen: Siedlungsplan Fischtalgrund, Berlin-Zehlendorf, 1921 liegt sie zwischen Wilski- und Onkel-Tom-Straße. Sie liegt westlich bis nördlich am Fischtalpark entlang.140px|Am FischtalAm Fuchspaß ()150Fuchspaß, Flurbezeichnung, Jägersprache für einen Ort, den Füchse passierenalign= right Er liegt zwischen Hochsitzweg und Am Hegewinkel im Gebiet südlich des Grunewaldes. Als Straße D um 1928/1929 von der Zehlendorf-Grunewald AG angelegt liegt sie im sogenannten „Jägerviertel“.140px|Am FuchspaßAm Hegewinkel ()420(im Ortsteil)Hegewinkel, Flurbezeichnung für ein Wildgebiet (Jägersprache)align= right Die Straße liegt mit den Grundstücken 2–124 (gerade) und 105–121 (ungerade) zwischen Riemeisterstraße (über einen Fußweg) und dem Holzungsweg (ausgeschlossen) im Ortsteil und führt ostwärts nach Dahlem weiter. Vorher Straße F wurde um 1928/1929 von der Zehlendorf-Grunewald AG angelegt und liegt im „Jägerviertel“.140px|Am HegewinkelAm Lappjagen ()160Bei der Lappjagd wird das Wild dreiseitig durch Lappen eingeengt und an der nicht gelappten Seite gedrücktalign= right Die Straße A wurde von der Zehlendorf-Grunewald AG um 1928/1929 angelegt und 1930 im „Jägerviertel“ mit einem Begriff der Jägersprache umbenannt. Die Straße liegt zwischen Hochsitzweg und Holzungsweg (Am Hegewinkel).140px|Am LappjagenAm Rehwechsel ()200Rehwechsel, Begriff aus der Jägersprache für den vom Rehwildalign= right Die Straße liegt zwischen Teltower Damm und dem Heinrich-Laehr-Park, ab Laehr’schen Jagdweg als Sackgasse ostwärts, als Fußweg bis zur Wupperstraße. 140pxAm Schweizerhof ()360Schweizerhof, ehemalige Heilanstalt für psychisch Kranke, 1854 geschaffen von Heinrich Laehr, vorher Bauernhof des Kaufmanns Krause, um 1963 abgerissen für den Bau der John-F.-Kennedy-Schulealign= right Die Straße liegt zwischen Jänicke- und Prinz-Handjery-Straße. Vorher Straße 208 und Straße 215 des Bebauungsplans, benannt mit der Bebauung. Damals führte am westlichen Ende auf dem Gelände des heutigen Sportplatzes in Verlängerung ein Weg zum „Schweizerhof“-Gelände, dieser sollte auch als Teil der Straße „Am Schweizerhof“ ausgebaut und sogar über den Teltower Damm hinaus verlängert werden. Diese Trasse wurde um 1950 mit einer Schule überbaut. 140px|Am SchweizerhofAm Vierling ()330Vierling ist ein hiesiger Tümpel, mit Namensgleichheit zu einer Schusswaffealign= right Die Straße geht von Argentinische Allee und an der Starkenburger Straße als Sackgasse nach Nordost weiter. Sie wurde Mitte der 1930er Jahre von der Zehlendorf-West AG als Straße 507 des Bebauungsplans angelegt. Der Straßenname wurde auf den Aufruf der SS-Zeitung Das Schwarze Korps im August 1938 mit 15 weiteren für die SS-Kameradschaftssiedlung in Zehlendorf ausgesucht. 1947 wurde sie nicht wie 13 andere dieser Straßennamen umbenannt.140px|Am VierlingAm Vierstückenpfuhl ()200Vierstückenpfuhl, alte Flurbezeichnungalign= right Die Straße liegt zwischen Seehof- und Stubenrauchstraße. 140px|Am VierstückenpfuhlAm Weißen Steg ()80Weißer Steg, im Gegensatz zum Schwarzen Weg.align= right Die Anlage der Straße erfolgte vor 1925 durch den Beamten-Wohnungsverein. Sie geht südlich als Sackgasse von der Berlepschstraße ab.140px|Am Weißen StegAm Wieselbau ()150Wieselbau, Wohnhöhle des Wieselsalign= right Die Straße E des Bebauungsplans wurde 1929/1930 durch die Zehlendorf-Grunewald AG angelegt und bebaut und liegt im „Jägerviertel“ zwischen Hochsitzweg und Am Hegewinkel.140px|Am WieselbauAndréezeile ()940Salomon August Andrée (1854–1897), schwedischer Ingenieur und Polarforscheralign= right Die Straße liegt heute zwischen Teltower Damm und Nieritzweg. Als Straße 55 des Bebauungsplans wurde sie um 1910 seitens der Zehlendorf-Kleinmachnow AG und der Gemeinde als Verbindungsweg zwischen Schönow und Düppel angelegt. 1925 begann der Ausbau als Straße, wobei der südliche (Schönower, daher in Berlin befindliche) Teil ursprünglich Düppeler Weg hieß,berliner-stadtplansammlung.de der nördliche (Düppeler) Abschnitt hingegen damals noch nicht zu Berlin gehörte. Erst infolge der Eingemeindung Düppels nach Berlin 1928 erhielt der gesamte Straßenverlauf (von Potsdamer Chaussee bis zum heutigen Teltower Damm) 1931 den Namen ‚Andréezeile‘, was mehr als doppelt so lang war, wie der heutige gleichnamige Abschnitt.berliner-stadtplansammlung.de Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhren Verlauf und Name der Straße abermals eine grundlegende Veränderung: ab 1966 wurde der nördliche Abschnitt u. a. in Clauertstraße und Ludwigsfelder Straße aufgeteilt, ein kleiner Abschnitt wurde in die (bereits bestehende) Sachtlebenstraße einbezogen, ferner wurde ein weiterer Abschnitt in Hans-Böhm-Zeile umbenannt; der ganz nordwestliche, an die Potsdamer Chaussee grenzende Abschnitt (bereits in Nikolassee gelegen) erhielt später einen stark veränderten Verlauf und heißt seit 1979 Lissabonallee. Lediglich der Abschnitt südlich vom Nieritzweg heißt bis heute ‚Andréezeile‘ und verläuft ebenfalls nur teilweise an Stelle der ursprünglichen Schönow-Düppel-Verbindung (s. o.).140px|AndréezeileAnhaltinerstraße