Die Alfred-Delp-Kaserne der Bundeswehr befand sich in Donauwörth südöstlich der Parkstadt am Schellenberg in der Sternschanzenstraße. Benannt wurde die Kaserne nach dem Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus Alfred Delp.
Stationierte Truppen Die Kaserne wurde im Zuge der Aufstellung des Heeres der Bundeswehr Ende der 1950er Jahre erbaut. Am 1. Dezember 1959 wurde sie vom Panzergrenadierbataillon 282 und dem Feldartilleriebataillon 285 (ab 1964: Panzerartilleriebataillon 305) bezogen. Am 24. Juni 1964 wurde das PzGrenBtl 282 nach Bayreuth verlegt und gleichzeitig in Donauwörth ein neues mit gleicher Nummer aufgestellt. Seit 1. Juli 1964 stand in Donauwörth der Stab mit Stabskompanie der Panzergrenadierbrigade 28, die ABC-Abwehr-Kompanie 300 und das Feldjägerwachkommando der 10. Panzergrenadierdivision, außerdem das Verteidigungskreiskommando 612.Landkreis Donauwörth. Werden und Wesen eines Landkreises, München/Aßling 1966, S. 310. Der Stab der PzGrenBrig 28 und das PzGrenBtl 282 blieben bis 1970. Bis 1993 war das Panzerartilleriebataillon 305 in der Kaserne untergebracht.Donauwörth bangt um Zukunft seiner Kaserne auf Augsburger-Allgemeine.de Zuletzt beheimatete die Alfred-Delp-Kaserne folgende Dienststellen der Bundeswehr:
Bataillon Elektronische Kampfführung 922(1959 als Fernmeldeaufklärungsbataillon 220 aufgestellt, ab 1968 als Fernmeldebataillon 220 in Donauwörth. Seit 2003 unter der letzten Bezeichnung), Sanitätsstaffel (SanStff) Donauwörth, Familienbetreuungszentrum (FBZ) Donauwörth des Landeskommandos Bayern, Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (BwDLZ) Ellwangen, Standortservice (StoS) Donauwörth,
Bundeswehrreform Im Rahmen der Bundeswehrreform im Jahr 2011 wurde der Standort Donauwörth bis Ende 2013 aufgelöst.Donauwörther Zeitung: Die letzten Soldaten sind aus Donauwörth abgezogen vom 20. März 2013, abgerufen am 14. Mai 2013 Am Standort Donauwörth war jedoch weiterhin das Systemzentrum 22 der Luftwaffe mit rund 130 Dienstposten bei der Firma Airbus Helicopters angesiedelt. Zum 1. Juli 2015 wurde es in Systemzentrum Drehflügler Heer umbenannt und wechselte zur Teilstreitkraft Heer.
Einrichtungen der Kaserne Auf dem Gelände der Kaserne befanden sich: ein Sportplatz zwei Sporthallen Mannschaftsunterkünfte sieben Gebäude des EloKaBtl 922 drei technische Gebäude des InstZg Elo sowie des InstZg R/K ein Sanitätsgebäude mehrere VerwaltungsgebäudeAbbildung der Kaserne auf Augsburger-Allgemeine.de
Folgenutzung des Geländes Ein großer Teil der Kaserne wurde zurückgebaut (abgerissen) und wird zu einem Baugebiet umgewandelt werden. Ein anderer Teil der Kaserne wird bis Ende 2019 als Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber genutzt.Pressemitteilung der Stadt Donauwörth vom 17. Juli 2018: , abgerufen am 6. August 2018.
Einzelnachweise
Kategorie:Erbaut in den 1950er Jahren Kategorie:Ehemalige Kaserne der Bundeswehr Kategorie:Ehemalige Kaserne in Bayern Kategorie:Bauwerk in Donauwörth