mini|270x270px|St. Willibrord-Kapelle von 1734 Daufenbach ist der kleinste der vier Ortsteile der Ortsgemeinde Zemmer im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz.
Geographie Der Ort Daufenbach liegt an der Kyll und ebenso an zwei Nebenflüssen.
Zu Daufenbach gehören auch die Wohnplätze Deimlingermühle, Forstgut Euleneck, Im Grundsgraben, Mühlenberg und Mühlenflürchen.
Nachbargemeinden
Geschichte Im Jahre 915 wurde Daufenbach erstmals als fundus rivus urkundlich erwähnt, was übersetzt „tiefer Bach“ bedeutet. Der Ort hatte im Laufe der Geschichte mehrere Namen, wobei fundus durch das mittelfränkische dufe ersetzt wurde:
Nach der Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen war der Ort von 1798 bis 1814 Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend des Französischen Kaiserreichs. Nach der Niederlage Napoleons kam Daufenbach 1815 aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen zum Königreich Preußen. Der Ort wurde dem Landkreis Trier im Regierungsbezirk Trier zugeordnet, der 1822 Teil der neu gebildeten Rheinprovinz wurde.
Als Folge des Ersten Weltkriegs gehörte die gesamte Region bis Ende Juni 1930 zum französischen Teil der Alliierten Rheinlandbesetzung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Daufenbach innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.
Im Rahmen der Mitte der 1960er Jahre begonnenen rheinland-pfälzischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde der Landkreis Trier am 7. Juni 1969 aufgelöst. Daufenbach gehörte zu dem größeren Kreisteil, der mit dem Landkreis Saarburg zum neuen Landkreis Trier-Saarburg vereinigt wurde. Am 17. März 1974 wurde die bis zu diesem Zeitpunkt selbstständige Gemeinde Schleidweiler-Rodt einschließlich Daufenbach nach Zemmer eingemeindet.
Politik Ortsbezirk Daufenbach ist gemäß Hauptsatzung einer von vier Ortsbezirken der Ortsgemeinde Zemmer. Der Ortsbezirk umfasst den Ortsteil Daufenbach der früheren Gemeinde Schleidweiler-Rodt. Die Interessen des Ortsbezirks werden durch einen Ortsbeirat und durch einen Ortsvorsteher vertreten.
Ortsbeirat Der Ortsbeirat besteht aus vier Mitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsvorsteher als Vorsitzendem. Bis zur Wahl 2019 wurde in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt, da zwei Wahlvorschlagslisten eingereicht wurden.
Die Sitzverteilung: Wahl SPD CDU Gesamt 2024 per Mehrheitswahl 4 Sitze 2019 1 3 4 Sitze 2014 1 3 4 Sitze 2009 1 3 4 Sitze
Ortsvorsteher Udo Schneider (CDU) wurde 2014 Ortsvorsteher von Daufenbach. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 56,00 % und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 80,9 % jeweils für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.
Schneiders Vorgänger Heiko Schichel (CDU) hatte das Amt von 2004 bis 2014 erneut ausgeübt, nachdem er es bereits von 1974 bis 1979 innehatte.
Kultur und Sehenswürdigkeiten In der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz werden folgende Kulturdenkmäler genannt: Römisch-katholische Kapelle St. Willibrord, kleiner Saalbau (1734), Schaftkreuz (1734) Bahnhof der Eifelbahn, kleiner Rotsandstein-Typenbau (um 1870) Ein Kreuzigungsbildstock (bezeichnet 1777) und ein Wegekreuz (bezeichnet 1900) in der Gemarkung
Wirtschaft und Infrastruktur In Daufenbach gab es einst den Musikverlag Mosella.Musikverlag Mosella
Verkehr Straße Die Landesstraße 43 durchquert den Ort, bevor sie im Norden Daufenbachs eine 180°-Wendung macht und nach Schleidweiler weiterführt. Der Kyll-Radweg führt nahe dem Bahnhof durch den Ort.
Schiene und Bus Daufenbach verfügt über einen Bahnhof westlich des Ortes. Er liegt an der Bahnstrecke Hürth-Kalscheuren–Ehrang (Eifelstrecke). Es verkehren unter dem Markennamen VAREO folgende Züge des Schienenpersonennahverkehrs:
Linie Verlauf Takt
Außerdem startet die Buslinie 27 nach Trier-Ehrang über Schleidweiler, Zemmer, Rodt und Quint am Daufenbacher Bahnhof im Verkehrsverbund Region Trier.
Literatur Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 15, Abt. 2. L. Schwann, Düsseldorf 1936 (Die Kunstdenkmäler des Landkreises Trier), Nachdruck vom Verlag der Akademischen Buchhandlung Interbook, Trier 1981, S. 81.
Weblinks Ortsteil Daufenbach auf den Seiten der Ortsgemeinde Zemmer
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Trier-Saarburg Kategorie:Ort an der Kyll Kategorie:Zemmer Kategorie:Ersterwähnung 915 Kategorie:Ortsbezirk von Zemmer