Das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL) gehört zu den Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung und ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierter Verbund, der Wissenschaftler an fünf Standorten vernetzt und sich mit acht Krankheitsgebieten der Lungenforschung befasst.

Mission Ziel des DZL ist es, durch einen neuartigen integrativen Ansatz Antworten auf offene Fragen in der Erforschung von Lungenkrankheiten zu finden. Dadurch soll ein wesentlicher Beitrag zu verbesserter Vorsorge, Diagnose, individualisierter Therapie und optimaler Patientenversorgung geleistet werden. Im Mittelpunkt steht eine eng mit der klinischen Praxis verzahnte Grundlagenforschung. In einem bidirektionalen Prozess sollen Ergebnisse der Grundlagenforschung schnell in die klinische Medizin übertragen (translationale Medizin) als auch in der Klinik gewonnene Gewebeproben in einer Biobank gesammelt und in der Grundlagenforschung verwendet werden.

Krankheitsfelder Im DZL werden acht Krankheitsfelder erforscht:Krankheitsbereiche des DZL

Asthma und Allergie Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) Lungenkrebs Zystische Fibrose (Mukoviszidose) und Bronchiektasen Lungenentzündung und akutes Lungenversagen Pulmonale Hypertonie (Lungenhochdruck) Diffus parenchymatöse Lungenerkrankungen (DPLD) Regeneration und Organersatz

Hinzu kommen zwei Plattformen (Biobank und Bildgebung) sowie vier übergreifende Arbeitsgruppen.

Gründung Die Gründungsveranstaltung am 14. November 2011 als eingetragener VereinÜber das DZL, abgerufen am 26. März 2018 schloss eine etwa zweijährige Initiationsphase ab, in deren Verlauf die besten wissenschaftlichen Konzepte in einem Begutachtungsverfahren durch ein internationales Expertengremium, abgerufen am 24. Dezember 2011 ermittelt wurden. Bereits am 9. Juni 2011 stellte Bundesforschungsministerin Annette Schavan das DZL als eines der vier neuen Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) vor.

Struktur und Mitglieder Das DZL vernetzt Wissenschaftler an fünf Standorten, die wiederum mehrere universitäre und außeruniversitäre Partnerinstitutionen umfassen. Die wissenschaftliche Gesamtkoordination übernimmt Werner Seeger, der zugleich Vorsitzender des Vereins DZL e. V. ist. Projektträger ist das Helmholtz Zentrum München.

Übersicht der fünf Standorte:Standortkarte des DZL, abgerufen am 20. August 2024

Airway Research Center North (ARCN),Website ARCN, abgerufen am 19. August 2024 Direktor: Klaus F. RabeGremien und Verwaltung ARCN, abgerufen am 19. August 2024 Forschungszentrum Borstel – Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften Universität zu Lübeck Christian-Albrechts-Universität zu Kiel LungenClinic Grosshansdorf

Biomedical Research in End-stage and Obstructive Lung Disease Hannover (BREATH),Website BREATH, abgerufen am 19. August 2024 Direktorin: Gesine HansenÜber BREATH, abgerufen am 19. August 2024 Medizinische Hochschule Hannover Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM), Hannover Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, Forschungsstelle für Gesundheitsökonomie

Universities of Giessen and Marburg Lung Center (UGMLC),Website UGMLC, abgerufen am 30. Dezember 2011 Direktor: Werner SeegerDirektoren UGMLC, abgerufen am 19. August 2024 Justus-Liebig-Universität Gießen Philipps-Universität Marburg Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Bad Nauheim

Translational Lung Research Center Heidelberg (TLRC),Website TLRC, abgerufen am 19. August 2024 Direktor: Hans-Ulrich KauczorGremien TLRC, abgerufen am 19. August 2024 Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Universitätsklinikum Heidelberg Thoraxklinik Heidelberg Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), Heidelberg

Comprehensive Pneumology Center Munich (CPC-M),Website CPC-M, abgerufen am 19. August 2024 Direktor: Ali Önder YildirimManagement CPC-M, abgerufen am 19. August 2024 Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt Ludwig-Maximilians-Universität München LMU Klinikum Asklepios Fachkliniken München-Gauting

Darüber hinaus hat das DZL neun assoziierte Partner: Berliner Institut für Gesundheitsforschung CAPNETZ-STIFTUNG COSYCONET (German COPD and Systemic Consequences – Comorbidities Network) Nationale Gesundheitsstudie (NAKO) e. V. PROGNOSIS (The Prospective German Non-CF-Bronchiectasis Registry) PROGRESS (Pneumonia Research Network an Genetic Resistance and Susceptibility for the Evolution of Severe Sepsis) Robert-Koch-Institut Universitätsklinikum Schleswig-Holstein – Campus Kiel Universitätsklinikum Schleswig-Holstein – Campus Lübeck

Finanzierung Das DZL wird zu 90 % aus Bundesmitteln finanziert. 10 % tragen die Bundesländer, in denen die jeweiligen Partnerinstitute angesiedelt sind.Kommission der Zuwendungsgeber des DZL, abgerufen am 20. August 2024 2024 begann nach erneuter erfolgreicher Evaluierung die vierte Förderperiode des DZL.Newsmeldung zur Begutachtung 2022, abgerufen am 20. August 2024

Weblinks DZL-Website

Einzelnachweise

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