mini|Bérénice Bejo in Cannes 2014 Bérénice Bejo [] (* 7. Juli 1976 in Buenos Aires) ist eine argentinisch-französische Schauspielerin.
Leben Im Alter von drei Jahren kam Bérénice Bejo mit ihren Eltern aus Argentinien nach Frankreich. Unter dem Einfluss ihres Vaters, des Regisseurs Miguel Bejo, absolvierte sie in jungen Jahren eine Schauspielausbildung. Ihren ersten Filmauftritt hatte Bérénice Bejo 1993 in dem Kurzfilm Pain perdu von Tiéri Barié, bevor sie 1998 in dem Spielfilm Les Sœurs Hamlet von Abdelkrim Bahloul die Rolle der Karine spielte. Erste Anerkennung ihrer schauspielerischen Leistung erfuhr sie 2001 durch eine César-Nominierung in der Kategorie Beste Nachwuchsdarstellerin für ihre Mitwirkung an Meilleur Espoir féminin (2000) von Gérard Jugnot. In den frühen Jahren ihrer Laufbahn trat sie vor allem in Fernsehserien auf.
Im weiteren Verlauf ihrer Karriere spielte Bejo an der Seite renommierter Kollegen wie Marie-France Pisier und Guillaume Depardieu in Comme un avion (2002) und Michel Serrault und Agnès Jaoui in 24 heures de la vie d’une femme (2003) von Laurent Bouhnik, einer Verfilmung des gleichnamigen Romans (24 Stunden aus dem Leben einer Frau) von Stefan Zweig. Neben weiteren Fernsehproduktionen folgten Filmauftritte unter anderem mit Stéphane Freiss und Titoff in Le Grand Rôle (2004) von Steve Suissa und mit Didier Bourdon, Depardieu, Marthe Keller und Michel Galabru in Bouquet final (2008) von Michel Delgado. Ferner spielte sie mit Jacques Gamblin in Die Hölle von Henri-Georges Clouzot (2009), einer mit dem César ausgezeichneten Dokumentation von Serge Bromberg über das 1964 gedrehte, aber unvollendete Filmprojekt von Henri-Georges Clouzot mit Romy Schneider und Serge Reggiani in der ursprünglichen Besetzung. mini|Bejo 2017 mit Michel Hazanavicius beim Festival des amerikanischen Films Einem breiteren Kinopublikum wurde Bejo 2006 in der Rolle der Larmina El Akmar Betouche (an der Seite von OSS 117, gespielt von Jean Dujardin) in der Agentenfilmparodie OSS 117 – Der Spion, der sich liebte von Michel Hazanavicius bekannt. Erneut an der Seite Dujardins spielte sie 2011 die Rolle der Peppy Miller in The Artist, Hazanavicius’ Hommage an die Stummfilm-Ära Hollywoods. Für ihre Rolle in The Artist erhielt sie unter anderem Nominierungen bei den Golden Globe Awards 2012 und der Oscarverleihung 2012. Bei der Verleihung der Césars 2012 wurde sie als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
Anfang 2012 begannen unter der Regie von Nicolas Bary Dreharbeiten zur Verfilmung des Erfolgsromans Au bonheur des ogres (Paradies der Ungeheuer) von Daniel Pennac. An der Seite von Emir Kusturica und Raphaël Personnaz besetzte Bejo darin die Rolle der Julia. Im selben Jahr moderierte sie bei den 65. Filmfestspielen von Cannes die Eröffnungs- und die Preisgala. Im Jahr 2020 wurde sie in die Wettbewerbsjury der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin berufen.. In: berlinale.de, 4. Februar 2020, abgerufen am 4. Februar 2020.
Bérénice Bejo ist mit dem Filmemacher Michel Hazanavicius liiert. Aus dieser Beziehung stammen ein Sohn (* 2008) und eine Tochter (* 2011).Bio express. In: 24 Heures, 22. Oktober 2011, S. 44.
Gesellschaftlich-politisches Engagement zeigte Bejo mit der Unterstützung von Lionel Jospin bei den französischen Präsidentschaftswahlen 2002 und ihrer Beteiligung an der Kampagne „No Hunger“ von Action Contre la Faim (ACF, französische „Aktion gegen den Hunger“) 2009.
Filmografie (Auswahl)
Theater 1999: Die Dreigroschenoper (L’Opéra de quat’sous) 2016: Tout ce que vous voulez 2017: Trois sacres mit Sylvain Groud (Choreographie) – Tournee
Auszeichnungen (Auswahl) mini|Bejo bei der César-Verleihung 2012 2001: Nominierung für den César in der Kategorie Beste Nachwuchsdarstellerin für Meilleur Espoir féminin 2011: Hollywood Spotlight Award in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für The Artist 2012: Prix Lumières in der Kategorie Beste Darstellerin für The Artist 2012: Étoile d’Or in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für The Artist 2012: César in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für The Artist 2012: Nominierung für den BAFTA in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für The Artist 2012: Nominierung für den Oscar in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für The Artist 2012: Nominierung für den Golden Globe in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für The Artist 2012: Nominierung für den Screen Actors Guild Award in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für The Artist 2012: Nominierung für den Critics’ Choice Movie Award in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für The Artist 2012: Nominierung für den Chlotrudis Award in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für The Artist 2012: Nominierung für den Globe de Cristal in der Kategorie Beste Darstellerin für The Artist 2012: Romy-Schneider-Preis als beste Nachwuchsdarstellerin 2013: Preis als beste Darstellerin bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes für Le passé – Das Vergangene 2014: Nominierung für den César in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für Le passé – Das Vergangene 2014: FIPRESCI-Preis als beste Darstellerin beim Palm Springs International Film Festival für Le passé – Das Vergangene
Weblinks
Bérénice Bejo auf allocine.fr (französisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:César-Preisträger Kategorie:Michel Hazanavicius Kategorie:Argentinischer Emigrant in Frankreich Kategorie:Argentinier Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1976 Kategorie:Frau