mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Altglienicke

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Altglienicke beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteils Altglienicke mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick mini|hochkant=1.5|Straßennetz von Berlin-Altglienicke 1923 Altglienicke hat Einwohner (Stand: ) und umfasst den Postleitzahlenbereich 12524. Im Ortsteil liegen 157 gewidmete Straßen, von denen neun namensgleich über die Grenze von Altglienicke (teilweise nach Schönefeld in Brandenburg) weiterführen, zudem gibt es in Altglienicke sechs amtliche Plätze. Die Gesamtlänge aller dieser Straßen in Altglienicke beträgt 70,7 Kilometer. In der zentralen Straßenliste des Regionalen Bezugssystems sind für die Klassen Straßen, Privatstraße und Fußweg (ohne Autobahn)Straßen im Ortsteil nach FIS-Broker Kartenanzeige detailnetz_wms_spatial@senstadt 77,08 Kilometer angegeben.

Der Ortsteil wird – im Norden beginnend – im Uhrzeigersinn folgendermaßen begrenzt: Teltowkanal bis zur Bahntrasse der Görlitzer Bahn, Bundesstraße 96a (Am Seegraben), südwestlich des S-Bahnhofs Grünbergallee quer durch die Grundstücke bis zur Grünbergallee, Weidenweg, Bohnsdorfer Chaussee, Uranusstraße, Landschaftspark Rudow-Altglienicke und Bundesautobahn 113. Die Ortsteilgrenzen mit Berlin-Bohnsdorf im Süden wurden zwischen 1978 und 1988 und nochmals bei der Zusammenlegung der Bezirke im Jahr 2001 neu festgelegt. Sie verläuft seitdem vom Adlergestell entlang der B 96a bis in Höhe des Bahnhofs Grünbergallee und dann nördlich bis zum Weidenweg. Die Ortslage Falkenberg gehört daher vollständig zu Bohnsdorf, während das Gebiet zwischen Weidenweg und B 96a nun zu Altglienicke gehört.

Die über das Gebiet des Ortsteils führenden Teile der A 113 sind dem großräumigen Straßensystem nach Straßenentwicklungsplan (StEP) zugeordnet. Es sind 510 Meter Ein- und Ausfahrt zwischen AD Treptow und Zubringerstraße, vom „Zubringer Dresden“ 4250 Meter Hauptfahrbahnen sowie 2440 Meter Tunnelfahrbahnen (Tunnel Altglienicke und Tunnel Rudower Höhe). Zum übergeordneten Straßensystem gehören 3300 Meter Bundesstraße 96a, und zum regionalen (Hauptstraßensystem) gehören 1330 Meter der Straßenzüge Neudecker Weg (aus Rudow kommend) – Rudower Straße (jeweils Einbahnstraßen) – Grünauer Straße – Am Falkenberg Köpenicker Straße – Schönefelder Chaussee und seit dem Bau der Wegedornbrücke – 1330 Meter der Wegedornstraße in Ost-West-Richtung. Als Ergänzungsstraßen (Stufe IV) sind 9850 Meter geplant: die Straßenzüge Ortolfstraße sowie Ewaldstraße in Nord-Süd-Richtung gehören zu dieser Stufe: Bohnsdorfer Weg, Brigittenweg, Cimbernstraße, Ewaldstraße, Germanenstraße, Grünbergallee, Kirschweg, teilweise Köpenicker Straße, Malvenweg, Normannenstraße, Siriusstraße und einige Teile der Schönefelder Chaussee und der Wegedornstraße (diese einschließlich der Wegedornbrücke). Der Straßenzug Semmelweisstraße ist nach StEP nur noch als sonstige Straße (Stufe V) klassifiziert.

Die zuerst benannten Straßen heißen nach den umliegenden Ortsteilen, zu denen sie führen und nach dem am Falkenberg errichteten Wasserwerk. 1906 wurden mehrere Straßen nach Preußischen Militärs benannt, die ihren Namen auch zu DDR-Zeiten behielten. Ausnahme ist die Walderseestraße (nach Alfred von Waldersee). Mehr als 20 Straßen und Plätze erhielten im Jahr 1906 Namen von frühgeschichtlichen germanischen Stämmen. Mit der fortschreitenden Bebauung in den 1920er und 1930er Jahren bekamen die Straßen in den neuen Quartieren Namen von Pflanzen und männliche „nordische“ Vornamen. Zur DDR-Zeit wurde die Wilhelmstraße in Besenbinderstraße und die Friedrichstraße in Semmelweisstraße umbenannt und mehrere Straßen, deren Namen schon seit den 1930er und 1940er Jahren gebräuchlich war, amtlich benannt. 1959 erhielten mehrere Wohnstraßen Namen von Obstsorten und 1973 Namen von Kriechtieren. Die Straßen im Kosmosviertel wurden 1989 benannt. Mit dem Bau des Kölner Viertels entstanden ab 1995 mehrere neue Straßen, die nach Kölner Örtlichkeiten benannt wurden. Ab 1996 fanden Benennungen in Bezug auf Märchen statt, 1997 nach Ärztinnen und 2002 wiederum nach Pflanzen. Auf Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) erhielt die Rheingoldstraße am 1. August 2009 den Namen von Lutz Schmidt, der hier 1987 bei einem Fluchtversuch erschossen wurde.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAgnes-Hacker-Straße ()100 Agnes Hacker (1860–1909), erste Polizeiärztin Berlinsalign= right Die Erschließungsstraße zwischen Mohnweg und Sieboldstraße liegt im Ärztinnenviertel. 140px|Agnes-Hacker-StraßeAlemannenstraße ()440 Alemannen, antike und frühmittelalterliche Bevölkerungsgruppe, die dem westgermanischen Kulturkreis zugeordnet wird. align= right Die Wohnstraße verläuft zwischen Preußenstraße und Sachsenstraße. Die ursprüngliche Alemannenstraße war durch den Bau des Bahnaußenrings in ihrem damaligen Verlauf eingezogen worden. Dafür erhielt der westlich des Außenrings entstandene Weg den Namen Alemannenstraße. 140px|AlemannenstraßeAlfonsstraße ()270 Alfons, männlicher Vorname align= right Die Straße führt von der Wegedornstraße bis zur Kasperstraße. 140px|AlfonsstraßeAlter Schönefelder Weg ()310 Schönefeld, Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald, Brandenburgalign= right Die Straße verbindet die Rudower Straße mit der Schönefelder Chaussee an der Westseite des Altglienicker Ortskerns und geht in die Schönefelder Straße über. Sie ist Teil der alten Verbindung zwischen den Dörfern Altglienicke und Schönefeld. Hier befindet sich das Stadion Altglienicke. 140px|Alter Schönefelder WegAltglienicker Grund ()500 Siedlung Altglienicker Grundalign= right Die von der Schönefelder Chaussee zur Ortolfstraße führende Wohnstraße entstand durch Zusammenlegung der Straße 157, 160 und 161. 140px|Altglienicker GrundAm Alten Friedhof ()470 Evangelischer Friedhof Altglienickealign= right Die Straße, vorher Straße 130 verläuft von der Wegedornstraße bis zur Rudower Straße. Durch die Lage am Friedhof war der Name bereits vor der amtlichen Benennung gebräuchlich. 140px|Am alten FriedhofAm Bruchland ()280 Bruchland, alte Flurbezeichnungalign= right Die Wohnstraße verbindet Semmelweisstraße und Korkedamm und hieß zuvor Straße 197. Bis zum Bau des Teltowkanals 1901–1906 war die Gegend, auf der sich heute die Straße befindet, Sumpfgelände. 140px|Am BruchlandAm Falkenberg ()1810(im Ortsteil) Falkenberg, Erhebung im benachbarten Bohnsdorfalign= right Sie liegt zwischen der Bohnsdorfer Richterstraße und dem Strohblumenweg, an dem die Straße in die Grünauer Straße übergeht. Im Ortsteil liegt das Teilstück zwischen der Brücke unter der B 96a (siehe dazu Am Seegraben) im Osten und im Westen. Zum Ortsteil gehören die Grundstücke 19–61 sowie 62–111 (fortlaufend). 110, 111 und das unnummerierte Land gegenüber westlich der Bahnbrücke ist Reservefläche der Bahntrasse. Diese Straße ist als regionale Straßenverbindung im Berliner Straßennetz (Kategorie III) eingeordnet. 140px|Am FalkenbergAm Falkenberg Wasserwerk ()250 × 210 Wasserwerk Am Falkenberg Die Adresse des einzigen zugeordneten Grundstücks ist 1, und es befindet sich auf dem Gelände des Wasserwerks „Am Falkenberg“. Das Grundstück schließt sich westlich Am Pumpwerk an, nach Nordwest und Nordost liegen Bahntrassen des Grünauer Kreuzes (Abzweige Süd nach Ost und Ost nach Nord). Es wird vom Plumpengraben durchflossen. Im RBS ist der Weg (# 44489) in der Klasse FUWE (Fußweg) mit einer Länge von 100 m aufgenommen.140px|Am PumpwerkAm Glinigk ()60 Alter Ortskern, der 1375 erstmals als „Glinik“ erwähnt wurdealign= right Die kurze Wohnstraße zwischen Semmelweisstraße und Zur Rothen Laake hieß zuvor Straße 215. 140px|Am GlinigkAm Kiesberg ()600 nahegelegener Kiesbergalign= right Sie führt von der Rudower Straße bis zum Hornkleepfad. Schmale Wohnstraße überwiegend mit Einfamilienhäusern bebaut. 140px|Am KiesbergAm Pumpwerk ()260 Wasserwerk Am Falkenberg liegt hieralign= right Sie geht als Stichstraße von Am Falkenberg ab und erschließt das Wasserwerk und die KGA Falkenbrunn. 140px|Am Pumpwerk 140px|Altes PumpwerkAm Seegraben ()270(im OrtsteilOstseite) Wassergraben, der nördlich am Schönefelder See vorüberführtalign= right Im Berlin Buchplan von 1988 ist dieser Abschnitt der B96 a in seinem Südwestbereich so bezeichnet. Die Straße ist als übergeordnete Straßenverbindung im Berliner Straßennetz (Kategorie II) eingeordnet und ein Abschnitt der Bundesstraße 96a, sie verbindet das Adlergestell von Grünau über die A 117 hinweg mit der Gemeinde Schönefeld. Dort führt die Trasse als Mittelstraße weiter. Die Straße wurde nach der Inbetriebnahme des Flughafens Schönefeld für den zivilen Betrieb und nach dem Mauerbau ab 1961 neu angelegt. Sie bildet die südöstliche Ortsteilgrenze von Altglienicke zu Bohnsdorf.

Am Seegraben war auf Berliner Gebiet nicht amtlich bezeichnet, jedoch in einigen Stadtplänen namentlich enthalten. Der amtliche Name nach der Karte 1:5000, hergestellt durch die bezirklichen Vermessungsämter war „B 96a (Süd)“.RBS-AdresssucheAuf eine Anfrage an das Bauamt Treptow-Köpenick zum Zeitpunkt der Benennung gab es keine Information. Dagegen teilte man mit: „Der Abschnitt der Bundesstraße 96a im Land Berlin (Bezirk Treptow-Köpenick) zwischen der Landesgrenze zu Brandenburg und dem Adlergestell trägt keinen Straßennamen.“ Die Bezeichnung „Am Seegraben“ gibt es also in Berlin nicht. Im Mai 2023 wurde die Straße durch das Bezirksamt Treptow-Köpenick als „Am Seegraben“ benannt.Allgemeinverfügung zur Benennung eines Straßenabschnittes der Bundesstraße B 96a zwischen der Landesgrenze Berlin/Brandenburg und dem Adlergestell, verlaufend durch die Ortsteile Altglienicke und Grünau. In: Amtsblatt für Berlin, 26. Mai 2023, S. 2439/2440; .

Zwischen 2010 und 2011 wurde die gesamte Trasse „grundhaft erneuert“, um ihren Zustand als Zubringer zum geplanten Flughafen BER zu verbessern.Pressemitteilung des BA Treptow-Köpenick im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Erneuerung der B 96a Süd „Am Seegraben“ , 21. Oktober 2010; abgerufen am 20. Januar 2013. 140px|Am Seegraben 140px|Am SeegrabenAm Winkel ()130 rechtwinkliger Verlaufalign= right Die als Straße 181 angelegte Wohnstraße verläuft von der Rosestraße im rechten Winkel zur Germanenstraße. 140px|Am Winkel GemeindeheimAnne-Frank-Straße ()360Anne Frank (1929–1945), Opfer des Holocaustsalign= right Die Wohnstraße führt von der Ortolfstraße bis zum Nelkenweg. 140px|Anne-Frank-StraßeApfelweg ()230 Äpfel, Pflanzengattung von Kernobstgewächsen innerhalb der Familie der Rosengewächsealign= right Die Wohnstraße hieß bei ihrer Anlage Straße 177 und führt vom Renettenweg bis zum Mohnweg. 140px|ApfelwegAuerswaldstraße ()310 Hans Adalbert von Auerswald (1822–1870) Oberst, Kommandeur des 1. Garderegimentsalign= right Die Wohnstraße verläuft von der Schönefelder Chaussee bis Bohnsdorfer Weg und Ortolfstraße. 140px|AuerswaldstraßeBahnweg ()200 Berliner Außenring der Bahnalign= right Die Wohnstraße in der Siedlung Falkenhöhe, direkt neben der Bahnlinie gelegen, verläuft vom Ontarioweg zum Quittenweg. 140px|BahnwegBaltenstraße ()180 Balten, Einwohner des Baltikumsalign= right Der kurze Siedlungsweg in der Siedlung Sachsenberg zwischen Sachsen- und Rosestraße gehört zu einer Gruppe von mehr als 20 Straßen und Plätzen im Ortsteil Altglienicke, die nach verschiedenen frühgeschichtlichen Stämmen, Stammesbünden und Völkerschaften benannt sind. In diesen Benennungen spiegelt sich das gestiegene Interesse an den Völkern frühgeschichtlicher Zeit wider, das im Zusammenhang mit dem gewachsenen Erkenntnisstand der prähistorischen Forschung und mit der Entwicklung dieser Wissenschaftsdisziplin gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu sehen ist.Kauperts Baltenstraße 140px|BaltenstraßeBeelitzer Weg