mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Baumschulenweg Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Baumschulenweg beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Baumschulenweg mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze. Seit dem Groß-Berlin-Gesetz 1920 gehört Baumschulenweg offiziell zu Berlin.
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Überblick Baumschulenweg hat Einwohner (Stand: ) und umfasst den Postleitzahlenbereich 12437. Die 52 amtlich gewidmeten Straßen haben eine Gesamtlänge von 27,9 Kilometer, dabei gehören 13 Straßen nur teilweise zum Ortsteil. mini|Die Gegend von Baumschulenweg (Meyers, 1894) zwischen „Neuem Krug“ und Britzer Wiesen, Rixdorf und Kolonie Johannisthal
Die Baumschulenstraße als Verbindung zwischen der von Franz Späth 1865 gegründeten Baumschule mit Späth-Arboretum und der Ablage an der Spree und mit dem Bahnhof Baumschulenweg an der Görlitzer Bahn war bedeutsam für die Herausbildung des Ortsteils. Durchfahrtsstraßen vor 1900 waren die Neue Krugallee (im Norden) und die Rixdorf-Canner Kreischaussee (im Süden). Bis zur Errichtung der Anschlussstelle Späthstraße an der Bundesautobahn 113 war der Berliner Ring von der Baumschulenstraße nur über die Köpenicker Landstraße als Teil der Bundesstraße 96a erreichbar. Seitdem besteht über diese Anschlussstelle eine direkte Autobahnverbindung zur Berliner Stadtautobahn (2004) und zur A 113 (2008). Querverbindungen mit Hauptstraßenfunktion durch den Ortsteil sind von der Innenstadt nach Schöneweide die B 96a (Köpenicker Landstraße), die Kiefholzstraße (Kreuzberg/Treptow–Johannisthal), der Straßenzug Sonnenallee/Südostallee (Neukölln–Karlshorst und Schöneweide) und der Königsheideweg zur Johannisthaler Chaussee und zum Sterndamm. Östlich des Späthschen Arboretums wurden 1936 Straßen für die Siedlung Späthsfelde benannt, als diese Ortslage noch zu Britz im Bezirk Neukölln gehörte.
Die ersten Straßen wurden in Nähe des Bahnhofs durch Grundstücksgesellschaften angelegt, östlich der Baumschulenstraße ab 1904 durch Glanz und Scheibler. Westlich der Baumschulenstraße war die Berliner Baugesellschaft tätig. 1929 und 1930 wurden beidseits der Baumschulenstraße mehrere Straßen nach vormals deutschen (meist zweisprachigen) Orten benannt, die im Ergebnis des Ersten Weltkriegs nach dem Versailler Vertrag und einer Volksabstimmung unter alliierter Kontrolle im Jahre 1920/1921 zur Republik Polen kamen. In den 1960er Jahren erfolgte der Wohnungsbau mit Verkürzungen und Umlegungen entlang der Kiefholzstraße bis an die (damals schon befestigte) Grenze zu West-Berlin. Verblieben sind die Siedlungsflächen im Süden des Ortsteils, die vor dem Bau des Teltowkanals feuchte Niederungsflächen waren (siehe dazu die Karte aus Meyers Konversations-Lexikon von 1894). Obwohl zumeist noch Kleingartenanlagen, erfolgt auch hier die Bebauung mit Eigenheimen. Seit der Wende gab es Straßenerweiterungen und Neubenennungen wie Sperlings- und Ligusterweg. Die bislang letzte Änderung eines Straßennamens erfolgte am 13. August 2010 mit der Umbenennung der Britzer Allee in Chris-Gueffroy-Allee, dem letzten Opfer an der Berliner Mauer.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen Bild Agavensteig ()950Agave, Gattung der Amaryllisgewächse Bis 1938 gehörte der Steig zu Britz, er liegt zwischen Alpenrosenweg und der Autobahn 113 und gehört zur Siedlung und Ortslage Späthsfelde.140px|Agavensteig Alpenrosenweg ()710Alpenrose, Zierpflanze Als Straße 90 eingerichtet gehörte er bis 1938 zu Britz. Am 25. Mai 1999 wurde der Alpenrosenweg verlängert und liegt seither zwischen Mahonienweg und Johannisthaler Chaussee.140px|Alpenrosenweg Am Buckersberg ()600anliegende KGA „Buckersberg“ Die Grundstücke 1–14 an der Grenze zu Johannisthal liegen auf der östlichen Seite des Fahrweges, an die andere Seite grenzen Kleingartenanlagen. Der Weg liegt zwischen der Autobahn 113 und dem Kleinbauersweg in der KGA ,Lindenthal’.140px|Am Buckersberg An der Kirche ()50 × 40Evangelische Kirche Zum Vaterhaus, erstes Gotteshaus in Treptow Der Platz ist nicht amtlich gewidmet und wurde zum 100-jährigen Jubiläum der Gemeinde Baumschulenweg mit einem Festakt eingeweiht.Platz „An der Kirche“ feierlich eingeweiht Webseite der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Baumschulenweg, abgerufen am 28. Juni 2012.140px|Kirche Zum Vaterhaus Aprikosensteig ()520Aprikose, Steinobstart Der Weg in der Ortslage Späthsfelde liegt zwischen Johannisthaler Chaussee und Thujaweg.140px|Aprikosensteig Baumschulenstraße ()1920Späthsche Baumschule Sie liegt zwischen Königsheideweg und Kiehnwerderallee am Spreeufer an der Anlegestelle der Fähre F11. Die Grundstücke 56–60 (Ostseite) gehören zu Johannisthal, die Westseite zwischen Neuer Krugallee und dem Spreeufer gehört zu Plänterwald. Die Straße wurde seit 1842 als Ablageweg bezeichnet, er führte durch die Cöllnische Heide zur „südlichen Spreeablage“. Mit der Baumschule von Späth kam der Name Baumschulenweg auf, der für die Ortslage und bei der Einrichtung der Haltestelle Baumschulenweg genutzt wurde. Mit der von Späth initiierten Pflasterung wurde aus dem Weg die Baumschulen‚straße’. Baudenkmale: Siedlungsgesamtanlage Baumschulenstraße, Rodelbergweg, Köpenicker Landstraße nördlich der Bahnstrecke sowie Nr. 79–83 Evangelische Kirche Zum Vaterhaus und Höhere Mädchenschule 1910–1912140px|Baumschulenstraße: Wasserspeier vor der Kirche, Entwurf: Rüdiger Roehl, Metallbildhauer und Kunstschmied Behringstraße ()310Emil von Behring (1854–1917), Bakteriologe und Serologe Die Straße liegt südlich des Bahnhofs Baumschulenweg und verläuft parallel zum Bahndamm zwischen Baumschulen- und Gondeker Straße. Sie wurde durch die gemeinnützige Berliner Baugenossenschaft angelegt und mit Ein- und Zweifamilienhäusern für kleine Beamte und Arbeiter bebaut. Die Reihenhäuser der Nummern 13–19 und 38–48 wurden ab 1893 bis 1896 vom Entwurfsbüro der Berliner Baugenossenschaft (Gabriel Wohlgemuth, Helbig, Syring) erstellt und stehen unter Denkmalschutz. Gleiches gilt für das Haus mit der Nummer 5, ein Mietshaus von Emil Grosser (1897–1898). Die gesamte Siedlung ist als Baudenkmalsanlage ausgewiesen.140x140px|zentriert|Behringstraße 5 Berberitzenweg ()850Berberitze, Sauerdorngewächs Zunächst als Straße 93 (noch zu Britz gehörend) bezeichnet liegt er zwischen Alpenrosenweg und der Autobahn 113. Er gehört wie der Agavensteig zur Siedlung und Ortslage Späthsfelde.140px|Berberitzenweg Bodelschwinghstraße ()130Friedrich von Bodelschwingh (1831–1910), evangelischer Theologe, Abgeordneter des preußischen Landtags Ursprünglich als Straße 6 bezeichnet liegt sie zwischen Rinkart- und Mörikestraße. 1910/11 wurde nach Entwürfen von Heinrich Reinhardt und Georg Süßenguth die erste gemeindeeigene evangelische „Kirche zum Vaterhaus“ und das anschließende Pfarr- und Gemeindehaus gebaut. Die Bodelschwinghstraße schließt sich westwärts an und wurde auf Initiative der Kirchengemeinde benannt.140px|Ecke Bodelschwingh-/Rinkartstraße Chris-Gueffroy-Allee ()1090Chris Gueffroy (1968–1989), letztes Maueropfer Am 29. Januar 1842 wurde der Weg nach Britz in Britzer Allee benannt. Zum 49. Jahrestag des Mauerbaus wurde sie zunächst im Ortsteil Baumschulenweg nach dem Maueropfer Chris Gueffroy umbenannt; am 3. September 2010 auch im Neuköllner Teil. Die Grundstücke 11–52 liegen im Ortsteil zwischen Späthstraße und der Britzer-Allee-Brücke. An der Straße liegen Kleingärten, sie geht am Südufer des Britzer Verbindungskanals nach Neukölln über.140x140px|zentriert|Stele für das Maueropfer Chris Gueffroy Dornbrunner Straße ()310Dornbrunn, Ort in der früheren Provinz Posen, Regierungsbezirk Bromberg, Kreis Wongrowitz, heute Dabrowa, Woiwodschaft Wielkopolskie, Kreis Wagrowiec Als Straße 54 eingerichtet liegt sie zwischen Heidemühler Weg und Hallberger Zeile und verläuft dort als Einbahnstraße.140px|Dornbrunner Straße Eichbuschallee ()280(im Ortsteil)in der Nähe lag der Eichbusch Ein bestehender Gestellweg, d. h. eine durch die Cöllnische Heide gehauene Schneise zur Abtrennung der Forste wurde nach deren Abholzung (1829–1840) entlang des Eichbusches angelegt und im Zusammenhang mit einer königlichen Kabinettsorder benannt. Die Grundstücke 1–15 (ungerade) am östlichen Straßenrand zwischen Köpenicker Landstraße und Neuer Krugallee gehören zu Baumschulenweg. Die Straße setzt sich im Ortsteil Plänterwald fort.140px|Eichbuschallee Ekkehardstraße ()200 Ekkehard IV. (um 980–nach 1057), Mönch in St. Gallen, Dichter und ChronistNach Kauperts.de ist diese Benennung die wahrscheinlichste und kann mit der nahegelegenen Eschenbachstraße gestützt werden. Als Straße 24 eingerichtet liegt sie zwischen Baumschulen- und Mosischstraße. Der westliche Teil ist bebaut, am östlichen Rand befindet sich der Bahndamm der Görlitzer Bahn.140px|Ekkehardstraße Ernststraße ()190 Unterförster Ernst,Nähere Angaben zu den Magistratsförstern namens Ernst einer der beiden Magistratsförstern, die die Abholzung der Cöllnschen Heide beaufsichtigten und erster Bewohner der 1794 erbauten Forsthauses Die Straße liegt zwischen Baumschulen- und Marientaler Straße, sie wurde 1894 von der Berliner Baugenossenschaft angelegt. Das Mietshaus Nr. 5 von Bruno Möhring aus dem Jahre 1895 steht unter Denkmalschutz.140px|Ernststraße 5 Eschenbachstraße ()120Wolfram von Eschenbach (um 1170/80–um 1220), Dichter Als Straße 23a eingerichtet liegt sie zwischen Baumschulen- und Trojanstraße und verläuft dort als Einbahnstraße.140px|Eschenbachstraße Forsthausallee ()310(im Ortsteil) erstes Forsthaus des späteren Baumschulenwegs von 1794 Im Ortsteil liegen die Grundstücke 1 (ungerade) und 2–36 (gerade) zwischen dem Ostufer des Heidkampgrabens und der Baumschulenstraße. Der Neuköllner Abschnitt als Teilstück der Rixdorfer-Canner-Kreischaussee wurde mit der königlichen Order vom 29. Januar 1842 benannt und noch 1930 ausgewiesen, ist aber heute überbaut. Der Treptower Teil wurde 1930 einbezogen. Der im Ortsteil östlich der Baumschulenstraße gelegene Teil der Forsthausallee bis zur Rixdorfer Straße wurde am 20. Oktober 1932 zusammen mit der damaligen (Johannisthaler) Kaiserstraße und dem westlich der Kaiserstraße liegenden Teil der Rixdorfer Straße in Südostallee umbenannt.140px|Forsthausallee Frauenlobstraße ()660Heinrich von Meißen, genannt Frauenlob (1250/1260–1318), Dichter Als Straße 7 eingerichtet wurde 1929 die Straße 55 einbezogen (und damit wesentlich verlängert), sie liegt zwischen Heidekampweg und Radenzer Straße.140px|Frauenlobstraße Glanzstraße ()370Ernst Glanz (1843–1918), Chemiker und Grundstücksbesitzer, der nach dem Tode Scheiblers 1899 mit dessen Sohn Franz Scheibler einen Bebauungsplan für das Gebiet zwischen der S-Bahn-Linie, dem Teltowkanal und der Baumschulenstraße aufstellte Als Straße 22 eingerichtet liegt sie entlang der Bahnstrecke zwischen Baumschulenstraße und Güldenhofer Ufer. Glanz hatte zusammen mit Scheibler Grundstücke erworben und um 1900 den Bebauungsplan für Baumschulenweg Ost aufgestellt. Anlage und Bebauung begannen 1904. Die Nordostseite mit Altbausubstanz und altem Baumbestand befindet sich gegenüber der Bahntrasse.140px|Glanzstraße: Südseite des S-Bahnhofs Gondeker Straße ()190Gondek, Ort (heute: Gądki) in der früheren Provinz Posen, Polen Als Straße 67 eingerichtet liegt sie zwischen Behring- und Kiefholzstraße.140px|Gondeker Straße Güldenhofer Ufer ()160Güldenhof, Ort in der früheren Provinz Posen, Polen Als Straße C eingerichtet liegt sie zwischen Köpenicker Land- und Glanzstraße am Westufer des Britzer Verbindungskanals. Die Siedlung Güldenhofer Ufer 8–12 wurde 1929 und 1930 von Wilhelm Oehme und A.E. Schneider errichtet und steht unter Denkmalschutz.140px|Güldenhofer Ufer 12 Hallberger Zeile