Spiesberg ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Altenkunstadt im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels. Regionale Bekanntheit erlangte das Dorf durch seine Holzofen-Brotback-Tradition.Kurze Beschreibung von Spiesberg, altenkunstadt.de, abgerufen am 29. Dezember 2011
Geografische Lage Das Dorf Spiesberg liegt in einer Talsenke zwischen dem Eulenberg (429,8 m ü. NHN) und dem Külmitz (437,8 m ü. NHN), beide im Westen. Das Tal gehört zu den Ausläufern des Altenkunstadt-Buchauer Albvorlandes im Obermainischen Hügelland. Der Ortskern von Altenkunstadt befindet sich rund vier Kilometer westlich von Spiesberg.
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung war 1345, als der Bamberger Bischof Friedrich dem Kloster Langheim einen Zehnt zu „Spisperch“ verkaufte.Dieter George: Lichtenfels; Der Altkreis. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken. Band 6: Lichtenfels. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2008, ISBN 978-3-7696-6862-9, S. 145. Im Jahr 1801 gehörte der Ort zum Hochstift Bamberg und der Zehend dem Kloster Langheim. Kirchlich unterstand er der Pfarrei Altenkunstadt.Motschmann 2006, S. 184
1818 wurde aus Zeublitz, Spiesberg und der Trebitzmühle eine Gemeinde gebildet. Entscheidend für den Gemeindesitz war nicht die Anzahl der Einwohner, sondern die der Anwesen. Da Zeublitz mit 14 Anwesen größer war als die übrigen Gemeindeteile Spiesberg (11 Anwesen) und Trebitzmühle (1 Anwesen), wurde Zeublitz Sitz der neugebildeten Gemeinde Zeublitz.Motschmann 2006, S. 57 Als einziger heutiger Gemeindeteil von Altenkunstadt gehörte die Gemeinde Zeublitz 1818 nicht zum Landgericht und Rentamt Weismain, sondern zum Landgericht und Rentamt Lichtenfels.
Im Jahr 1972 erfolgte im Zuge der Gemeindegebietsreform die Eingemeindung nach Altenkunstadt.
Einwohnerentwicklung Die Tabelle gibt die Einwohnerentwicklung von Spiesberg wieder.
Jahr Einwohner Anwesen Quelle: 1818 56 11 1950 98 1977 65 1987 75 2005 96 2011 104 Amtsblatt der Gemeinde Altenkunstadt, Nr. 7/2011, S. 4 (PDF; 5,2 MB) 2012 102 Amtsblatt der Gemeinde Altenkunstadt, Nr. 7/2012, S. 3 (PDF; 3,6 MB) 2013 95 Amtsblatt der Gemeinde Altenkunstadt, Nr.1/2014, S. 3 (PDF; 2,2 MB) 2014 95 Amtsblatt der Gemeinde Altenkunstadt, Nr.1/2015, S. 3 (PDF; 2,1 MB) 2015 96 Amtsblatt der Gemeinde Altenkunstadt, Nr.1/2016, S. 4 (PDF; 2,4 MB) 2016 86 Amtsblatt der Gemeinde Altenkunstadt, Nr.1/2017, S. 3 (PDF; 2,2 MB) 2017 89 Amtsblatt der Gemeinde Altenkunstadt, Nr.2/2018, S. 4 (PDF; 3,4 MB) 2018 89 Amtsblatt der Gemeinde Altenkunstadt, Nr.10/2019, S. 3 2019 89 Amtsblatt der Gemeinde Altenkunstadt, Nr.3/2020, S. 5
Religion Von den 89 Einwohnern waren im Dezember 2019 74 römisch-katholisch, 8 evangelisch und 7 andersgläubig bzw. konfessionslos.
Literatur Josef Motschmann: Altenkunstadt – Heimat zwischen Kordigast und Main. Gemeinde Altenkunstadt, Altenkunstadt 2006. Dieter Radziej: Herkunft der Ortsnamen ist nicht geklärt – Streifzug durch die Geschichte von Zeublitz und Spiesberg. In: Aus der fränkischen Heimat, Kulmbach 1990.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Lichtenfels Kategorie:Geographie (Altenkunstadt)