Augustin Pacher (auch August Pacher; * 2. Januar 1863 in München; † 27. März 1926 ebenda) war ein deutscher Kunst- und Glasmaler.
Leben Augustin Pacher, der Sohn des königlichen Chordirektors Aloys Pacher, besuchte von 1879 bis 1884 die Königliche Kunstgewerbeschule in München. Von 1884 bis 1892 war er in der Hofglasmalerei des Franz Xaver Zettler als entwerfender Künstler beschäftigt. Von 1893 bis 1896 besuchte er die Privatschule des Kunstmalers Friedrich Fehr. Nachfolgend entwarf er überwiegend für die Hofglasmalerei Joseph Peter Bockhorni Vorlagen für Glasfenster. Zudem schuf er Vorlagen für Paramente und Goldschmiedekunst, für Buchillustrationen und den Entwurf für Notgeldscheine nach der Inflationszeit.
Seit 1901 war er Ehrenmitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Aenania München im CV.
Werke mini|Apostelfenster der Pfarrkirche St. Sixtus in Pollenfeld Fenster der Herz-Jesu-Kirche (Augsburg) im Stadtteil Pfersee Fenster der Wendeltreppe des Neuen Rathauses München Fenster der Pfarrkirche zur Hl. Dreifaltigkeit in Karlskron Kapellenfenster auf die Burg Stein bei Trostberg Fenster der Pfarrkirche St. Paul (München), „Hl. Thimotheus und Hl. Titus“ Fenster der Stadtpfarrkirche St. Johannes in Erding, „Die sieben Bitten des Vater Unsers“, 1898 Fenster der Pfarrkirche St. Vitus Weichering, 1903 Fenster der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Herxheim bei Landau/Pfalz, „Die vier Kirchenväter, St. Franziskus“, 1904 Chorfenster der Stadtpfarrkirche St. Sigismund in Pleystein, „Maria Verkündigung, St. Petrus, St. Paulus“, 1905 Fenster der Pfarrkirche in Bittenbrunn, 1907 Fenster der Pfarrkirche St. Johann Baptist in München-Haidhausen, 1907 Fenster der Pfarrkirche St. Stephanus, Moosen, 1912 Fenster des Langhauses der Pfarrkirche St. Sixtus (Pollenfeld), „Zwölf Apostel“, 1913 Paramente für die Stadtpfarrkirche St. Jakob in Wasserburg am Inn, 1913 Chorfenster für die Jugendstilkirche Maria Immaculata Dietelskirchen, „Maria Immaculata umgeben von Engelchören“, 1914Dehio Bayern II: Niederbayern. S. 87. Fenster für die Kriegsgedächtniskapelle in Lenggries, 1920 Entwurf für eine Fahne für den Katholischen Mädchen-Jugendverein in St. Paul in München, 1920 Fenster der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Hachenburg, 1920
Literatur Tasso Markl: Die Kirchenfenster der Neuen Pfarrkirche St. Johann Baptist in München-Haidhausen. Regensburg 2002. Münchner Maler im 19. Jahrhundert. Band 3, München 1982, S. 252–255.
Konrad Weiss: Augustin Pacher. In: Die christliche Kunst. Band 4, München 1908, S. 145–174. Oskar Doering: Neue Werke von Augustin Pacher. In: Die christliche Kunst. Band 20, München, 1924, S. 54–56.
Einzelnachweise
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