Margot Luise Pelina Walter, auch Margot Walter-Landa (* 4. Oktober 1903 in Potsdam, DeutschlandQuelle: Heiratsurkunde Nr. 175 vom 12. März 1927, Standesamt Berlin-Wilmersdorf, Landesarchiv Berlin.; † 26. April 1994 in London-Camden, Großbritannien), war eine deutsche Schauspielerin.

Leben und Wirken Die gebürtige Potsdamerin erhielt ihr erstes Festengagement 1923 vom Hamburger Stadttheater. Nach einer Spielzeit am Thalia Theater der Hansestadt ging Margot Walter 1925 nach Berlin, um einer Verpflichtung an das Deutsche Künstler-Theater (so genannte Saltenburg-Bühnen) nachzukommen. Ihr Fach wurde das der jugendlichen Liebhaberin und Soubrette.

Im Jahr darauf entdeckte Reinhold Schünzel Margot Walter für den Film. Die Nachwuchskünstlerin spielte vorwiegend unbekümmerte, fröhliche Backfische in künstlerisch durchgehend unbedeutenden Lustspielen, Romanzen und Schwänken. Es handelte sich dabei um beim Publikum beliebte Unterhaltungsstoffe in der Umbruchsphase vom Stumm- zum Tonfilm, in denen sie Haupt- und tragende Nebenrollen erhielt.

Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Januar 1933 beendete schlagartig die Karriere der Schauspielerin. Margot Walter ließ sich in England nieder, wo sie bereits 1928 gefilmt hatte. Letztmals Beschäftigung vor der Kamera fand sie 1938 in einer britischen Produktion dank der Fürsprache des einst in Berlin als Schauspieler arbeitenden britischen Filmproduzenten Warwick Ward. Sie starb im Frühjahr 1994 im Londoner Distrikt Camden. Margot Landa wurde zwei Wochen später, am 10. Mai desselben Jahres, in London-Islington bestattetMargot Landa auf ancestry.co.uk.

Margot Walter war von 1927 bis 1930 mit dem 30 Jahre älteren Stummfilmstar Max Landa verheiratet.

Eine andere, 1924 geborene Margot Walter arbeitete ausschließlich als Theaterschauspielerin (z. B. in den 1950er Jahren in Ingolstadt).

Filmografie (Auswahl) 1926: In der Heimat, da gibt’s ein Wiedersehn! 1927: Die Bräutigame der Babette Bomberling 1927: Üb’ immer Treu’ und Redlichkeit 1928: Ledige Mütter 1928: Gefährdete Mädchen 1928: Ein Mädel mit Temperament 1928: Flitterwochen 1928: Lord Bluff (Ringing the Changes) 1929: Möblierte Zimmer 1929: Kennst du das kleine Haus am Michigan-See ? (Znáš onen malý domek u jezera ?) 1929: Das Mädchenschiff 1930: Der Greifer 1930: Bockbierfest 1930: 1000 Worte Deutsch 1931: Der wahre Jakob 1931: Der Geheimnis der roten Katze 1931: Schützenfest in Schilda 1931: Schön ist die Manöverzeit 1931: Der Herr Bürovorsteher 1931: Eine Nacht im Grandhotel 1931: Zu Befehl, Herr Unteroffizier 1932: Die Tänzerin von Sanssouci 1932: Spione im Savoy-Hotel 1932: Das Abenteuer der Thea Roland 1933: Zwei gute Kameraden 1938: Night Alone

Einzelnachweise

Literatur Kay Weniger: „Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …“. Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht. ACABUS Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86282-049-8, S. 526.

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