mini|hochkant=1.4|Übersichtskarte von Berlin-Tegel mini|hochkant=1.4|Straßenübersicht von Berlin-Tegel in den Gemarkungsgrenzen von 1912 Diese Liste der Straßen in Berlin-Tegel führt die im Berliner Ortsteil Tegel liegenden Straßen mit ihren historischen Bezügen auf. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil des Projekts Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

__TOC__

Überblick Statistisches Tegel hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 13505, 13507, 13509, 13629 und Teile von 13599. In Tegel gibt es fünf benannte Plätze und 200 gewidmete Straßen und Wege, von denen 18 namensgleich (innerhalb des Berliner Straßensystems) auch zu den benachbarten Ortsteilen gehören. Die Gesamtlänge aller amtlich aufgenommenen Straßen im Ortsteil Tegel beträgt 78,7 Kilometer.FIS Broker Detailnetz (Regionales Bezugssystem)

Beschreibung des aktuellen Straßennetzes Das Hauptstraßensystem von Tegel (Stand: Januar 2016) wird in Nord-Süd-Richtung von der Seidel-/Berliner Straße bestimmt, die zum regionalen Straßensystem gehören. Nach Norden weiterführend und parallel dazu liegt die Bundesautobahn 111 mit den Anschlussstellen Holzhauser Straße und Waidmannsluster Damm auf Tegeler Gebiet. Von der A 111 gehören nach dem Regionalen Bezugssystem 12,8 Kilometer Hauptfahrbahn zum großräumigen und 870 Meter für Aus- und Einfahrten zum übergeordneten Straßensystem, sowie ein Abschnitt der nach Südwesten in Richtung Stadtzentrum des Kurt-Schumacher-Damms mit Anschluss an den Autobahnstadtring. Zu übergeordneten Straßenverbindungen (Kategorie II) in die Nachbarbezirke führend gehören: nach Nordost der Hermsdorfer Damm, nach Nordwesten mit 1620 Meter die Heiligenseestraße und 610 Meter der Karolinenstraße mit der Weiterführung nach Heiligensee und nach Hennigsdorf. Nach Westen führt die Bernauer Straße zum Bezirk Spandau. In die gleiche Kategorie II sind die Straßen zur Autobahn Holzhauser Straße und Waidmannsluster Damm sowie Kurt-Schumacher-Damm eingeordnet und ebenfalls Veit- und Wittestraße. Auch 380 Meter Zufahrt zum Flughafen Tegel gehören dazu. Als regionale Verbindungen sind die anschließenden und nach Osten und Westen führenden Bernstorffstraße, Borsigdamm, 150 Meter der Buddestraße eingeordnet, sowie die Gorki-, die Konradshöher und Neheimer Straße, ebenso die restlichen Abschnitte der Heiligensee- und Karolinenstraße. Die Friederike-, Otisstraße und Ziekowstraße sind ergänzende Straßenverbindungen, ebenso wie die weiterführenden 390 Meter der Buddestraße. Insgesamt sind im Ortsteil im Berliner Straßensystem 15040 Meter der Autobahnen als großräumig, 15160 Meter als übergeordnet, 9560 Meter als regional und 3020 Meter als ergänzend nach dem Straßenentwicklungsplan aufgenommen. Alle anderen Stadt- und Siedlungsstraßen, in der Liste aufgenommenen Privatstraßen und Fußwege in einer Gesamtlänge von 63.300 Meter bleiben im StEP unkategorisiert. Nach der OKSTRA-Klasse sind 52.870 Meter als „G“ (Kommunalstraße), 4690 Meter als „P“ (Privatstraße), 2570 Meter als „F“ (Fußweg, so der Semmelweg als Forststraße ((STFO) nach RBS), 1190 Meter als „N“. Aus der RBS-Klasse „STRA“ ist der Schwarze Weg mit 1890 Meter als „W“ und 110 Meter als „X“ (dazu Dattelner Weg, Gabrielenstraße, Illerzeile) aufgenommen.

Neue Straßen seit Ende des 19. Jahrhunderts mini|links|Borsigwerke 1931 über die Berliner Straße zum Tegeler See und noch unbebaute Straßen südlich davon

Mit dem 1893 vorgenommenen Bahnanschluss und ab 1898 durch den Aufbau der Borsigwerke wurde das Straßensystem von Tegel beeinflusst. Die Industrialisierung brachte die Zuwanderung von Arbeitern und damit verbunden die Errichtung der Vorortsiedlung Borsigwalde (ab 1898) und der Siedlung Waldidyll auf dem Gelände des Tegeler Stadtwaldes. In Tegel wurden Ende der 1920er und zu Beginn der 1930er Jahre Bebauungspläne mehrerer Siedlungen (Waldidyll, Martin-Luther-Siedlung, St.-Joseph-Siedlung, Siedlung Borsig’scher Werksangehöriger, Kleinhaussiedlung, Freie Scholle) aufgestellt. Der Bau der Siedlungshäuser begann mit dem Anlegen der Straßen, von 1930 bis 1938 wurden die Nummernstraßen der Siedlungen dann nach einheitlichem Muster benannt. Im Jahr 1934 kam die Stadtrandsiedlung am Hohenzollernkanal (Siemenssiedlung)Werbeprospekt zum Bau der Siemenssiedlung Hohenzollernkanal: Zweck der Siedlung, Lage, Siedlungshaus und Parzelle hinzu.

Eine wesentliche Änderung des Straßenverlaufs im Tegeler Norden ergab sich durch den Bau der Stadtautobahn in nordwestlicher Richtung. Im Zusammenhang mit der Nachnutzung des Flughafens Tegel im Süden des OrtsteilsNachnutzung Flughafenareal Berlin-Tegel: Bestandserfassung – Handlungsempfehlungen (30. Januar 2009) wurden einige Kolonien zu Wohnsiedlungen mit Baurecht (Garten- und Siedlergemeinschaft) umgewidmet und vier neue Straßen im Bereich zwischen dem (trockenliegenden) Mäckeritzgraben und der Zufahrtsstraße an der General-Ganeval-Brücke gewidmet und 2011 benannt: Alter Wiesenweg, Am Hohenzollernkanal, Mecklenburgweg, Vor den Toren.

Straßensystem mit französischen Namen Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand im heutigen Ortsteil Tegel durch Ansiedlung von Angehörigen der in Berlin stationierten französischen Garnison ein neues Wohngebiet, die „Cité Pasteur“. Die Straßen bekamen durchweg französische Namen einschließlich des Vorsatzes „Rue“, die nach dem Abzug der Streitkräfte 1994 beibehalten wurden.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/ Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAckerplanweg ()60Ackerplan, Flurbezeichnungalign= right Die Straße liegt in der „Siedlung Freie Scholle“Digitalisat des Architekturmuseums Technische Universität Berlin: Grund- und Lageplan auf einer Werbekarte der Gartenstadt und Waldkolonie Hermsdorf-West 1:8000 und geht südlich vom Erholungsweg ab zur KGA ‚An der Industriebahn‘. Trassiert wurde sie als Straße C in das Areal südlich vom Erholungsweg, das bis in die 1950er Jahre unbebaut blieb.140px|Berlin-Tegel AckerplanwegAdelheidallee ()390 Aurora Raffaele Adelheid von Hedemann (1800–1856), erste Tochter Wilhelm von Humboldtsalign= right Die kurze Wohnstraße endet auch für Fußgänger als Sackgasse am Schlosspark Tegel und liegt von der Gabrielenstraße nach Norden abgehend. Die Straße ist im Berliner Adressbuch von 1912 ausgewiesen und war nach Bebauungsplan als Straße C projektiert. Das Grab der Namensgeberin liegt auf der Grabstätte der Familie Humboldt im Schlosspark. Die Adelheidallee gehörte zum Schlossbezirk Tegel. Es gibt eine Minigolfanlage mit Gaststättenbetrieb und eine Seniorenfreizeitstätte des Bezirksamtes Reinickendorf. Die östliche Straßenseite wird von der Kleingartenanlage ‚von Humboldt - Gabrielenstraße‘ begrenzt.140px|Adelheidallee zum Schloss TegelAgathenweg ()110 Agatha von Catania (3. Jahrhundert), Märtyrerin und Heilige align= right Die Straße liegt nördlich der katholischen St.Joseph-Kirche zwischen Bonifaziusstraße und Liebfrauenweg und war als Straße 27 des Bebauungsplans projektiert. Im Adressbuch von 1930 sind die Straßen 21–30 zwischen Hermsdorfer Straße, Fließ und Feldmark als „Siedlung St. Joseph“ zusammengefasst.140px|Berlin-Tegel AgathenwegAllée St. Exupéry ()400Antoine de Saint-Exupéry (1900–1944), französischer Schriftsteller und Fliegeralign= right Die Straße liegt zwischen Seidelstraße und Rue H. Guilleaumet und führt in die vormalige „Cité Guynemer“, eine Wohnsiedlung der bis 1994 in Berlin stationierten französischen Schutzmacht. 140pxAllmendeweg ()480Allmende, gemeinschaftlich genutzter Teil der Gemeindefluralign= right Die Straße in der „Siedlung Freie Scholle“ liegt zwischen Moorweg und Schollenhof am Waidmannsluster Damm. Beim Anlegen trug sie vor der Benennung die Bezeichnung Straße 36 des Bebauungsplans.140px|Berlin-Tegel AllmendewegAltenhofer Weg ()690(im Ortsteil)Altenhof, zum Zeitpunkt der Benennung eine selbständige Gemeindealign= right Die Straße liegt in der Länge zwischen Conradstraße und Nassenheider Weg und gehört zum größeren Teil zu Borsigwalde. Die nordwestlich gelegenen Grundstücke 7 und 23 (ungerade) gehören zu Tegel, ab Eichstädter Weg nach Nordost wechselt die Ortsteilgrenze über die Straße, sodass das Straßenland in Tegel liegt. Nach Bebauungsplan war sie als Straße 169 projektiert.140px|Berlin-Tegel Altenhofer WegAlter Wiesenweg ()350Mäckeritzwiese, zum Zeitpunkt der Benennung ein Wiesenwegalign= right Die Straße liegt östlich vom Mäckeritzgraben. Mit der Umwidmung von Kolonien auf den Mäckeritzwiesen zu Siedlungen wurde der vormalige Wiesenweg zu einer gewidmeten Straße benannt. Damit wurde die Zuordnung der Parzellen über Anlagennamen zu „Zufahrt zum Flughafen Tegel“ aufgehoben. Dies entspricht der Forderung nach adresskodierbaren Angaben durch die Einführung eines computergestützten Systems. Die Straße besteht aus der Trasse zwischen dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal im Süden und der Flughafengrenze Tegel im Norden, sowie vier davon nach Westen abgehenden Abschnitten. Die Grundstücke der Straße sind von 11 bis 127 (ungeordnet) nummeriert, die östlich gelegenen Grundstücke gehören zur KGA ‚Vor den Toren II‘ und sind nicht dieser Straße zugeordnet. Am Flughafengelände schließt die KGA Neuland II (127) an, nach Süden folgen westlich der Straße 103–125 (Siedlung Eigenland), 71–101 (Köppen’sche Erben), 17–69 (Albrecht’sche Erben) und 11 für die KGA ‚Am Wasserbunker‘. Die Breite der Straße war bereits vorhanden und der Alte Wiesenweg ist bereits beschildert. Die im gleichen Verwaltungsakt genannten Mecklenburgweg, Vor den Toren und Am Hohenzollernkanal sind mit Stand 2015 nicht ausgeschildert. Der Alte Wiesenweg ist als Privatstraße (OKSTRA-Klasse P) und nach RBS-Klasse als STRA benannt, damit liegt die Zuständigkeit bei den Anliegern, aber die Ausstattung nach Breite und Ausgestaltung ist die einer Stadtstraße. Nicht zur (gewidmeten) Straße gehört der Uferweg am Hohenzollernkanal, der als 5er Zone, eine Zufahrt zum Alten Wiesenweg von der Straße A und der Mäckeritzbrücke aus ist.140px|Alter Wiesenweg: Seitenabschnitt in Höhe der Siedlung Köppen’sche Erben 140px|Berlin-Tegel Alter WiesenwegAlt-Tegel