Der Reinhäuser Wald ist ein bis 437 m hoher Höhenzug und ein Waldgebiet des Leineberglandes im Landkreis Göttingen in Südniedersachsen, Deutschland.

Geographie Der Reinhäuser Wald ist ein kleiner Höhenzug östlich und südlich der am Rande des Leinegrabens gelegenen namensgebenden Ortschaft Reinhausen, südlich des Göttinger Waldes und nordwestlich der Landesgrenze nach Thüringen. Die Kreisstadt Göttingen liegt etwa fünf Kilometer von seinem nordwestlichen Rand entfernt.

Naturräumliche Zuordnung Der Reinhäuser Wald als Teil des Niedersächsischen Berglandes wird nach Blatt 112 wie folgt zugeordnet:Hans-Jürgen Klink: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 112 Kassel - Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1969 → Online-Karte (zu 37 Weser-Leine-Bergland) (zu 373 Göttingen-Northeimer Wald) 373.2 Reinhäuser Wald

Der Naturraum des Reinhäuser Waldes Abzugrenzen ist dabei das Berg- und Waldgebiet des Reinhäuser Waldes im engeren Sinne vom Naturraum des Reinhäuser Waldes innerhalb des Göttingen-Northeimer Waldes. Der Naturraum umfasst darüber hinaus das nördlich der Garte gelegene Bergland bis zum Hengstberg bei Mackenrode und überschreitet im Südosten knapp die Landesgrenze nach Thüringen.

Eingegrenzt wird die gesamte Landschaft von folgenden Naturräumen: Göttinger Leinegraben im Westen Göttinger Wald im Nordwesten Nörtener Wald im äußersten Nordosten Unteres Eichsfeld im Osten und Südosten Oberer Leinegraben im Süden

Natur Das überwiegend bewaldete Berggebiet (Buchenmischwald mit einzelnen Nadelforsten) liegt auf einer Buntsandsteinplatte und wird im Süden und Osten von einzelnen Zeugenbergen aus Muschelkalk entlang von Störungszonen überragt. Flachere Hänge und breitere Tallagen werden auch landwirtschaftlich genutzt. Gegliedert wird die Landschaft von den rechtsseitigen Leinezuflüssen Garte, Wendebach und Schleierbach. Insbesondere der Wendebach und seine kleinen Seitentäler haben den Buntsandstein stark zertalt und eine beeindruckende Felslandschaft gebildet. Der Reinhäuser Wald ist Teil des Landschaftsschutzgebietes LSG Leinebergland, große Teile des Reinhäuser Waldes im engeren Sinne sind als FFH-Gebiet Reinhäuser Wald ausgewiesen.

Berge miniatur|Blick von der Burg Hanstein über den Oberen Leinegraben auf den südlichen Reinhäuser Wald

Zu der Bergen des Reinhäuser Waldes im engeren Sinne gehören: Bocksbühl (437 m), westlich von Ludolfshausen Die Gleichen (ein Bergpaar mit 430 und 428 m), südwestlich von Gelliehausen Fritzeberg (427,0 m), westlich von Ludolfshausen Eschenberg (407,8 m), nördlich von Bremke Steinkopf (372,4 m), nördlich von Reckershausen Terkenberg (340,1 m), nördlich von Ludolfshausen namenloser Berg (321,7 m), westlich von Bremke (südöstlich vom Hurkutstein) Knüll (321,7 m), westlich von Bettenrode Speerberg (320,1 m), östlich von Ballenhausen Zu weiteren Bergen des Naturraumes Reinhäuser Wald gehören: Rohrberg (415,4 m), westlich von Rohrberg, Landkreis Eichsfeld Hengstberg (415 m), südlich von Mackenrode Rusteberg (397,6 m), nördlich von Marth, Landkreis Eichsfeld Kronenberg (385 m), westlich von Sattenhausen Heidkopf (353,8 m), nördlich von Rustenfelde, Grenzbereich der Landreise Eichsfeld und Göttingen Kahlberg (315,5 m), südöstlich von Groß Lengden

mini|Jägersteine mini|Ehemalige Klosterkirche in Reinhausen

Sehenswürdigkeiten Die Region des Reinhäuser Waldes ist ein interessantes Wandergebiet und mit seinen Sandsteinfelsformationen auch ein bedeutendes Klettergebiet (Ischeröder Schweiz). Zu den Sehenswürdigkeiten zählen: Felsformationen mit dem Hurkutstein und Jägerstein Waldbühne bei Bremke ehemalige Klosterkirche in Reinhausen Burgruine auf dem Alten Gleichen Burgruine Bodenhausen bei Ballenhausen Sandsteinbogenbrücke in Ludolfshausen Historische Spinnerei Gartetal bei Klein Lengden

Einzelnachweise

Weblinks

Landschaftssteckbrief des BfN Klettergebiet Göttingen Wildkatzen im Reinhäuser Wald

Kategorie:Waldgebiet in Niedersachsen Kategorie:Geographie (Landkreis Göttingen) Kategorie:Geographie (Landkreis Eichsfeld) Kategorie:Göttingen-Northeimer Wald Kategorie:Naturraum im Weser-Leine-Bergland