Stammliste des Hauses Schwarzburg mit den in der Wikipedia vertretenen Personen und wichtigen Zwischengliedern.
Die mangelhafte, oft fehlerhafte, Quellenlage betrifft den gesamten Zeitraum aller Familienzweige. Gesicherte Daten sind urkundlich genannt, Geburts- und Sterbedaten o. g. Zeiträume jedoch oft ungesichert und nach höchstmöglicher Wahrscheinlichkeit der oft abweichenden Datenquellen unter Vorbehalt zu betrachten. Es bleiben genealogische Details, sogar die Zuordnung von Mitgliedern des Hauses, ungeklärt.
Die Anfänge des Hauses Schwarzburg
1. Basierend auf den Europäischen Stammtafeln:
A1. Sizzo,Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln, Neue Folge, Band I.3, Tafel 312, Verlag: Vittorio Klostermann, Frankfurt a. M. 2000. († zw. 1005 und 1012); ⚭ () N.N. von Ungarn, Tochter von Großfürst Géza von Ungarn (um 940–997) und Fürstin Sarolt von Transsilvanien (um 945–1012) B1. Söhne, urkundlich 1005–1012 B2. Sizzo, († zw. 1047 und 1050) C1. Söhne, urkundlich 1047–1050 C2. Sizzo I., Graf (1059–1072/1118), Graf im Längwitzgau (1108 und 1114). Nachkommen siehe hier B3. Günther, nobilis (1044), († zw. 1047 und 1050) A2. Günther, Mönch zu Hersfeld (1006), dann Einsiedler, stiftet vor 1019 Kirche St. Johannis zu Rinchnach, urkundlich 1005–1012/1040, (* 955/985;Rinchnach – Guntherort und ehem. Klosterort St. Gunther, abgerufen am 13. September 2013. † 9. Oktober 1045 in Rinchnach am Regen; ▭ in Břevnov)
2. Basierend auf der Cronica Reinhardsbrunnensis:
Der erste bekannte Vertreter des Hauses war Günther,MedLands THURINGIAN NOBILITY, abgerufen am 7. Januar 2012. († nach 1034); ⚭ () N.N. Sie hatten folgende Nachkommen:
A1. Sizzo I., († zw. 1047 und 1050); ⚭ () N.N. B1. Sizzo II. (Sieghard), Graf (1059–1072/1118), Graf im Längwitzgau (1108 und 1114), († 1118 oder später; ▭ in Nürnberg); ⚭ () N.N. Nachkommen siehe hier
Die gesicherte Stammfolge beginnt mit Günther I., Graf (von Kevernburg), († 1109); ⚭ (nach 1087) Mechtild von Beichlingen (* 1076), Tochter von Fürst Jaropolk von Wolhynien (Wladimir) und Turow (Rurikide), (–1086) und Kunigunde von Weimar-Orlamünde, Erbin von Beichlingen, (um 1055–1117/1140). Sie hatten folgende Nachkommen:
A1. Sizzo III., (in gefälschter Urkunde vom 24. Februar 1123 Graf von Schwarzburg), sicher 1137 Graf von Schwarzburg, Graf von Kevernburg (8. November 1141), Graf von Thüringen (1149), stiftet das Kloster Georgenthal (20. März 1143), Vogt von Kloster Paulinzella (1153), urkundlich 1132 bis 1159, (* 1093; † 19. Juni 1160); ⚭ (vor 1133) Gisela, neptis von Berta von Gleissberg a.d.H. Goseck, Mitstifterin von Kloster Georgenthal (1143), († nach 20. März 1143) (möglicherweise eine Tochter von Graf Adolf I. von Berg und Adelheid von Lauffen) B1. Gisela, (* (1118); † (1147)); ⚭ (nach 1126) Friedrich V. von Putelendorf, Pfalzgraf von Sachsen (1125), Domherr in Magdeburg (1147), Bischof von Prag (1169), (* vor 1114; † 31. Januar 1179), Sohn von Friedrich IV. von Putelendorf, Pfalzgraf von Sachsen, (1085–1125) und Agnes von Limburg (um 1100–zw. 1129 und 1136) B2. Heinrich I., Graf von Schwarzburg (1163), urkundlich 1143 bis 1184, (* um 1130; † 26. Juli 1184 im Kloster St. Peter und Paul in Erfurt (Opfer des Erfurter Latrinensturzes)); ⚭ (1170) N.N. von Winzenburg (* 1149; † vor 1204), (⚭ II: (vor 1204) Graf Ulrich I. von Wettin († 28. September 1206 in Wettin), Sohn von Graf Heinrich I. von Wettin (1142–1181) und Sophia von Sommerschenburg (–vor 1196)), Tochter von Graf Hermann II. von Winzenburg (–nach 1148) und Gräfin Liutgard von Stade (–1152) C1. Elisabeth, urkundlich 1229 bis 1233, († 1260; ▭ in der St. Andreaskirche, Eisleben); ⚭ (um 1189) Graf Burchard I. von Mansfeld,Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln, Neue Folge, Band XIX., Tafel 94a, Verlag: Vittorio Klostermann, Frankfurt a. M. 2000, ISBN 3-465-03074-5. Herr zu Burg Schkopau (1215), Vogt von Gerbstedt (1225), gründet das Kloster Helfta (1229), urkundlich 1185, († 13. Dezember 1229; ▭ in der St. Andreaskirche, Eisleben), Sohn von Graf Hoyer IV. (III.) von Mansfeld (vor 1140–nach 1183) und Bia von Arnsberg (–) B3. Günther II. (III.), Graf von Kevernburg (1169–1197), Vogt von Kloster Georgenthal (1168), Graf von Schwarzburg (1184), Graf von Loccum-Hallermund (1191), nimmt das Kreuz (1195), urkundlich 1143, (* zw. 1129 und 1135; † nach 15. Januar 1197); ⚭ I: () Agnes von Saarbrücken († vor 1178), Tochter von Graf Simon I. von Saarbrücken (–nach 1183) und Mechtild (von Sponheim?) (–); ⚭ II: (1178) Adelheid von Hallermund, (⚭ I: () Graf Konrad II. von Wassel (* um 1145; † zw. 27. September 1175 und 24. Juli 1178), Vicedominus des Hochstiftes Hildesheim, Sohn von Bernhard II. von Depenau und Graf von Wassel (vor 1130–nach 1154) und Frideruna von Veckenstedt (–)), Tochter von Graf Wilbrand I. von Loccum und Hallermund (um 1120–1167) und Gräfin Beatrix von Salm-Rheineck (1115/1120–nach 1140) C1. [I] Heinrich II., Graf von Schwarzburg (1196), Graf von Kevernburg (1204–1206), Herr von Blankenburg, Schwarza, Leutenberg, Könitz, Pössneck und Ranis, Pfandherr von Saalfeld (1208), „der Ältere“ (1233), Vogt von Kloster Paulinzella, nimmt das Kreuz (1195), urkundlich 1168 bis 1234, († 20. Februar 1236); ⚭ (1211) Gräfin Irmgard von Weimar-Orlamünde, urkundlich 1196 bis 1210/1222, († nach 1222), Tochter von Graf Siegfried III. von Weimar-Orlamünde (1155?–1206) und Prinzessin Sophie von Dänemark (1159?–1208) D1. Heinrich III., Graf von Schwarzburg (1233), nimmt das Kreuz gegen die Pruzzen (1251/1252), „der Jüngere“ (1231), urkundlich 1219, (* um 1219; † zw. 11. Juni 1258 und 24. Oktober 1259); ⚭ (vor 15. März 1247, Dispens 4° Lateranpalast, Rom, 12. April 1240–1244) Gräfin Sophie von Hohnstein, urkundlich 1233 bis 1259, († 1268), Tochter von Graf Dietrich I. (II.) von Honstein (–1249) und Hedwig von Brehna, Gräfin von Altenburg (1264), (1215–1264) E1. Ermengard, urkundlich 1253 D2. Günther IV. (VII.),Stammliste des Hauses Reuß Ausschnitt aus dem Einleitungstext – Gelöst wurde die Frage, wie die Reußen zu ihrem Namen gekommen sind und wann sie ihn zum ersten Mal erhielten, das Letztere durch Flach, das Erstere durch die Ereignisse der Schwarzburger Genealogie zwischen 1270 und 1320 beantwortet. Danach ist Graf Günther IV. (VII.) von Schwarzburg der Ehemann der Prinzessin Sofija von Halitz, auch wenn diese in sämtlichen bisher bekannten Urkunden der Schwarzburger nie mit ihrem Vornamen erscheint. Begründung: Der Enkel von Graf Günther V. (IX.) Sieghard von Schwarzburg, wird consanguineus der Fürsten von Halitz genannt; die ältere Tochter von Graf Heinrich V. heiratet den Vater des Vogtes Heinrich von Plauen, welcher zuerst den Namen Ruzzo erhält, um ihn von seinem älteren Bruder gleichen Namens zu unterscheiden, der als Sohn einer Böhmin den Namen Bohemus trägt. Wenn nun beide Stammväter – der älteren Schwarzburger wie der jüngeren Blankenburger Linie – Söhne der russischen Fürstin Sofija sind, dann sind die 1259 zwischen ihnen beiden aufgezählten Brüder mit großer Wahrscheinlichkeit Söhne der gleichen Mutter, und die erst später genannten Töchter Graf Günther IV. (VII.) mit dem gleichen Grade der Wahrscheinlichkeit auch Töchter der russischen Mutter. Das schließt eine erste Ehe des Vaters, Graf Günther IV. (VII.), nicht aus, doch sind mögliche Kinder aus dieser ersten Verbindung, falls erfolgt, urkundlich jedenfalls nicht greifbar. Herr zu Blankenburg (1227), Herr zu Schwarzburg (1259), gründet Kloster Ilm zu Stadtilm (1275), (* zw. 1217 und 1227; † zw. 19. September 1275 und 25. September 1278; ▭ im Kloster Ilm); (⚭ I: (1263/1265) N.N.);Heirat ist nicht gesichert ⚭ II: () Prinzessin Sofija von Halicz († vor 28. Juli 1287 in Galizien; ▭ im Kloster Ilm), Tochter von Fürst Daniel Romanowitsch von Galizien (1201–1264) (Rurikide) und Anna Mstislavna von Nowgorod (um 1205–vor 1252) E1. Söhne/Töchter, urkundlich 1265 E2. Günther V. (IX.),Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln, Neue Folge, Band I.3, Tafel 313, Verlag: Vittorio Klostermann, Frankfurt a. M. 2000. Graf zu Blankenburg (1266), „der Jüngere“ (1267), „der Ältere“ (1287), urkundlich 1259, († zw. 1. Oktober 1292 und 19. September 1293; ▭ im Kloster Ilm); ⚭ I: () (Irmgard) N.N., urkundlich 1267; ⚭ II: (Dispens 4° Orvieto 22. November 1283) Helena von Sachsen-Lauenburg († nach 13. September 1337; ▭ im Kloster Loccum), (⚭ II: (vor 14. Februar 1294) Graf Adolf VI. von Schauenburg und Holstein-Pinneberg (* um 1256; † 15. Mai 1315), Sohn von Graf Gerhard I. von Holstein-Schauenburg (1232–1290) und Herzogin Elisabeth von Mecklenburg (–1280)), Tochter von Herzog Johann I. von Sachsen (1249–1285) und Prinzessin Ingeborg (Eriksdotter) von Schweden (–1302); Nachkommen siehe hier E3. Günther, Domherr (1265–1290), Domkellner zu Magdeburg (1265–1290), urkundlich 1259 bis 1306, († nach 25. März 1308) E4. Albrecht, Domherr zu Würzburg (1265), urkundlich 1259 bis 1265, († nach 1265) E5. Heinrich IV. (V.),Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln, Neue Folge, Band I.3, Tafel 315, Verlag: Vittorio Klostermann, Frankfurt a. M. 2000. Graf zu Blankenburg (1266), Stifter der Linie der Grafen von Schwarzburg-Blankenburg, urkundlich 1259 bis 1283, († vor 2. Mai 1287); ⚭ () N.N., urkundlich 1267; Nachkommen siehe hier E6. Hedwig;Hedwig von Schwarzburg. rootsweb.ancestry.com ⚭ () Graf Otto IV. von Lobdeburg-Arnshaugk, urkundlich 1252 bis 1289, († 2. Juli 1289), Sohn von Hartmann von Lobdeburg-Bergow (–nach 1237) und Christina von Meißen (–nach 1251) E7. Sophia, († 13. Februar 1279); ⚭ (kurz vor 7. März 1268 in Elgersburg) Graf Berthold V. von Henneberg-Schleusingen, (* um 1245; † 15. Februar 1284 in Montpellier), Sohn von Graf Heinrich III. von Henneberg (vor 1226–1262) und Sophia von Meißen (–1280) E8. Irmgard, erste Äbtissin von Kloster Ilm (1286–1294), († nach 1294) E9. Christiane; ⚭ (vor 1282) Burggraf Otto II. von Dohna, urkundlich 1256 bis 1287, († nach 7. April 1287), (⚭ II: (vor 1282) Christina von Gleichen–Tonna, Tochter von Graf Ernst IV. von Gleichen und Tonna (vor 1212–1277) und Ingeborg Pedersdatter (–1241)), Sohn von Otto I. zu Dohna (–1239) und Hildegundis N.N. (–1282) E10. Günther, Ritter des Deutschen Ordens in Plauen (1277–1278), Komtur von Köln (1298–1300), patruus von Gräfin Adelheid von Kevernburg (1308) D3. Sophia, Nonne im Kloster Paulinzella (1224–1261) D4. Richca (Richiza), Nonne im Kloster Paulinzella (1224–1261) D5. Machtilde (Mechtild), Nonne im Kloster Paulinzella (1224–1261) D6. Albrecht, Domherr zu Magdeburg (1244), Propst zu Bibra (1255–1261), Domküster zu Magdeburg (1258–1267), urkundlich 1244 bis 1267, († nach 1278) D7 Ermengard, († 22. März 1274); ⚭ (vor 1239) Graf Volkwin III. von Schwalenberg (1214), Graf von Waldeck (1216), (* (um 1190); † vor 1255), Sohn von Graf Heinrich I. von Schwalenberg (–vor 1214) und Heseke (von Dassel) (–1220) C2. [I] Günther III.,Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln, Neue Folge, Band I.3, Tafel 321, Verlag: Vittorio Klostermann, Frankfurt a. M. 2000. Graf von Schwarzburg (1203–1216), Graf von Kevernburg (1208), Stifter der Linie der Grafen von Kevernburg (Käfernburg), Pfandherr von Saalfeld (1208), urkundlich 1168, (* um 1150; † nach 31. März 1223); ⚭ () Dietburg von Anhalt (* um 1169; † 1228), Tochter von Graf Siegmund von Anhalt (–); Nachkommen siehe hier