mini|Marinelazarette von 1939 bis 1945 Die Marinelazarette der Wehrmacht waren knapp 80 Lazarette und 8 Erholungseinrichtungen der Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg.Deutsches Marinearchiv
Hinweis: die Auszählung der Marinelazaretts erfolgt in chronologischer Reihenfolge.
Geschichte Ab Mitte 1936 wurden bis kurz vor Kriegsende 1945 zahlreiche Marinelazarette eingerichtet. Beeinflusst durch den Kriegsverlauf wurden Marinelazarette geschlossen oder mussten aufgelöst werden. Das Personal ehemaliger Marinelazarette wurden teilweise für die Einrichtung neuer Marinelazaretten an anderen Orten des Reichs eingesetzt.
Anfangs bestanden, im Einklang mit den Marinestationen der Ostsee und Nordsee, Marinelazarette für den Bereich Ostsee und Nordsee. Mit dem Fortgang des Krieges wurden in den von den Deutschen besetzten Gebieten Marinelazarette eröffnet.
Bereich Ostsee Marinelazarett Kiel-Wik Im Juni 1936 wurde in Kiel-Wik das Marinelazarett Kiel-Wik eingerichtet. Ab Mai 1942 war der Chefarzt in Personalunion auch Chefarzt am Marinelazarett Kiel-Hassee.
Chefärzte Flottenarzt Kurt Dütschke: von Juni 1936 bis Dezember 1939, später Chefarzt am Marinelazarett Bedburg-Hau Flottenarzt Hans-Releff Riege: von Dezember 1939 bis Dezember 1940 unbesetzt: von Dezember 1940 bis Februar 1941 Admiralarzt Eberhard Ahrens: von Februar 1941 bis August 1942, später Chefarzt am Marinelazarett Malente Marinestabsarzt Heinz Heidenreich: von August 1942 bis Oktober 1942 mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt Flottenarzt Heinrich Nöldeke: von Oktober 1942 bis April 1943, ehemaliger Chefarzt am Marinelazarett Stralsund Geschwaderarzt Ludwig Saltner: von April 1943 bis April 1944, anschließend Chefarzt am Marinelazarett Drontheim Flottenarzt Paul Kubitzki: von April 1944 bis Kriegsende, ehemaliger Chefarzt am Marinelazarett Cuxhaven und Marinelazarett Libau
Marinelazarett Flensburg-Mürwik Im Juni 1936 wurde in Flensburg-Mürwik das Marinelazarett Flensburg-Mürwik eingerichtet.
Chefärzte Flottenarzt Helmuth Müller: von Juni 1936 bis März 1942, zugleich Leitender Arzt der Abteilung II und später Chefarzt am Marinelazarett Marseille-Les Milles Marineoberstabsarzt d. R. Martin Steinbrück: von März 1942 bis März 1944, vormals Chefarzt am Marinelazarett St. Idesbaldes und anschließend Chefarzt am Marinelazarett Libau Geschwaderarzt Ernst Heinsius: von März 1944 bis April 1945 Flottenarzt Gustav Paul: von April 1945 bis Kriegsende
Marinelazarett Swinemünde Im September 1937 wurde in Swinemünde das Marinelazarett Swinemünde eingerichtet. Neben dem Marinelazarett existierte in Swinemünde ein Ostseekurheim der Marine.
Chefärzte Marineoberstabsarzt/Geschwaderarzt Alois Evers: von September 1937 bis Dezember 1939, später Chefarzt am Marinelazarett Stralsund Geschwaderarzt Werner Voigt: von Mai 1941 bis Juni 1943, später Chefarzt am Marinelazarett Simferopol und später Chefarzt am Marinelazarett Bornholm Flottenarzt Otto Just: von Juni 1943 bis KriegsendeEr wird ab Juni 1944 auch als Chefarzt des Marinelazaretts Ostswine auf Wolin angegeben., ehemaliger Chefarzt am Marinelazarett Pillau
Marinelazarett Pillau 1938 wurde in Pillau das Marinelazarett Pillau eingerichtet. Im Februar 1945 wurde das Marinelazarett aufgelöst.
Chefärzte Marinestabsarzt Herbert Lotichius: von 1938 bis Juni 1940, später Chefarzt am Marinelazarett Dünkirchen und Marinelazarett Simferopol Geschwaderarzt Otto Just: von Juli 1940 bis April 1941, später Chefarzt am Marinelazarett Swinemünde Geschwaderarzt Franz Kertzendorff: von April 1941 bis September 1942, anschließend Chefarzt am Marinelazarett Bergen Marineoberstabsarzt z. V. Hermann Schneider: von September 1942 bis Februar 1944, zugleich Standortarzt Pillau, ehemaliger Chefarzt am Marinelazarett Drontheim Geschwaderarzt Gerhard Zimmer: von Februar 1944 bis zur Auflösung, ehemaliger Chefarzt am Marinelazarett Rochefort und anschließend Chefarzt am Marinelazarett Kolding
mini|Krankenhaus am Sund in Stralsund, errichtet als Marinelazarett Stralsund. Marinelazarett Stralsund Im Oktober 1938 wurde in Stralsund das Marinelazarett Stralsund eingerichtet.
Chefärzte Flottenarzt Fritz Nadler: von Oktober 1938 bis Mai 1941 Flottenarzt Heinrich Nöldeke: von Mai 1941 bis Oktober 1942, vorher Chefarzt am Marinelazarett Kiel-Hassee und anschließend Chefarzt am Marinelazarett Kiel-Wik Flottenarzt Alois Evers: von November 1942 bis Februar 1944, ehemaliger Chefarzt am Marinelazarett Swinemünde Admiralarzt Hugo Caanitz: von Februar 1944 bis Kriegsende
Marinelazarett Kiel-Hassee Im September 1939 nahm das Marinelazarett in Kiel-Hassee seinen Betrieb auf. Die Chefärzte waren ab Mai 1941 in Personalunion, die des Marinelazaretts Kiel-Wik.
Chefärzte Flottenarzt Eberhard Ahrens: von September 1939 bis Mai 1940 Flottenarzt Heinrich Nöldeke: von Juli 1940 bis Mai 1941, anschließend Chefarzt am Marinelazarett Stralsund Admiralarzt Eberhard Ahrens: von Mai 1941 bis August 1942, später Chefarzt am Marinelazarett Malente Marinestabsarzt Heinz Heidenreich: von August 1942 bis Oktober 1942 mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt Flottenarzt Heinrich Nöldeke: von Oktober 1942 bis April 1943, ehemaliger Chefarzt am Marinelazarett Stralsund Geschwaderarzt Ludwig Saltner: von April 1943 bis April 1944, anschließend Chefarzt am Marinelazarett Drontheim Flottenarzt Paul Kubitzki: von April 1944 bis Kriegsende, ehemaliger Chefarzt am Marinelazarett Cuxhaven und Marinelazarett Libau
Marinelazarett Preetz Im September 1939 nahm das Marinelazarett in Preetz seinen Betrieb auf.
Chefärzte Marineoberstabsarzt Georg Fehsenfeld: von September 1939 bis April 1940 Marinestabsarzt Karl Wiederholt: von April 1940 bis Mai 1941 Marinestabsarzt Günter Vollborn: von Mai 1941 bis August 1942 Marineoberstabsarzt/Geschwaderarzt Hans Freisleben: von November 1942 bis Dezember 1944 Geschwaderarzt d. R. Ferdinand Segerath: von Dezember 1944 bis Kriegsende Marinelazarett Bordesholm Am 4. September 1939 nahm das Marinelazarett in Bordesholm seinen Betrieb auf.
Chefärzte Flottenarzt z. V. Franz Krämer: von September 1939 bis Oktober 1944 Flottenarzt Werner Voigt: von Oktober 1944 bis Kriegsende, ehemaliger Chefarzt am Marinelazarett Simferopol
Marinelazarett Ostswine Am 4. September 1939 nahm das Marinelazarett Ostswine auf Wolin seinen Betrieb auf. Das Lazarett war von September 1940 bis Mai 1941 geschlossen und wurde im Juni 1944 aufgelöst.
Chefärzte Marineoberstabsarzt Erich Lange: von September 1939 bis September 1940 geschlossen: von September 1940 bis Mai 1941 Marineoberstabsarzt Walter Ehrhardt: von Mai 1941 bis September 1941 Marineoberstabsarzt Kurt Stiller: von September 1941 bis Januar 1943 Marineoberstabsarzt Franz Kohl: von Januar 1943 bis zur Auflösung
Marinelazarett Malente Am 25. September 1939 nahm das Marinelazarett in Malente seinen Betrieb auf.
Chefärzte Geschwaderarzt Hans Großfuß: von September 1939 bis April 1940 Admiralarzt Walter Lange: von April 1940 bis November 1943 Admiralarzt Eberhard Ahrens: von November 1943 bis Oktober 1944, ehemaliger Chefarzt am Marinelazarett Kiel-Wik Admiralarzt Hellmut Heim: von November 1944 bis Kriegsende, zugleich Leitender Arzt der chirurgischen Abteilung, ehemaliger Chefarzt am Marinelazarett Hardinghen und Marinelazarett Paris
Marinelazarett Gotenhafen Am 7. Oktober 1939 nahm das Marinelazarett in Gotenhafen seinen Betrieb auf. Es bestanden Teillazarette in Lauenburg, Oxhöft und Neustadt. Im März/April 1945 war das Marinelazarett Gotenhafen Festungslazarett.
Chefärzte Marineoberstabsarzt Hans-Gustav Andree: von September 1939 bis Mai 1940 Geschwaderarzt Fritz Kanzler: von Mai 1940 bis Februar 1942 Marineoberstabsarzt Fritz Biedermann: im September 1940 in Vertretung, später Chefarzt am Marinelazarett Frederikshavn Flottenarzt Paul Steffan: von März 1942 bis Februar 1944 Flottenarzt Günther Nerlich: von Februar 1944 bis Februar 1945, anschließend Chefarzt am Marinelazarett Vechta Geschwaderarzt Hans-Jochen Witte: März/April 1945, ehemaliger Chefarzt am Marinelazarett Bordeaux
Marinelazarett Memel Im Januar 1940 nahm das Marinelazarett in Memel seinen Betrieb auf. Am 4. Dezember 1944 wurde das Marinelazarett Memel aufgelöst.
Chefärzte Marineoberstabsarzt Siegfried Noodt: von Januar 1940 bis Mai 1940 Marineoberstabsarzt Walter Kränz: von Mai 1940 bis August 1940, zugleich Arzt am Marinelazarett Stralsund unbekannt: von August 1940 bis Februar 1941 Marineoberstabsarzt Erich Katzschmann: von Februar 1941 bis März 1944 Marineoberstabsarzt Ernst Godt: von März 1944 bis zur Auflösung, ehemaliger Chefarzt in Vertretung am Marinelazarett Frederikshavn
Marinelazarett Riga Das Marinelazarett in Riga bestand lediglich von Juli 1941 bis November 1941 und wurde als Chefarzt nur vom Marineoberstabsarzt Alois Moebs, vormals Chefarzt am Marinelazarett Bergen op Zoom, geführt.
Marinelazarett Libau Am 6. Juli 1941 nahm das Marinelazarett in Libau seinen Betrieb auf.
Chefärzte Marinestabsarzt Hans Würthner: von Juli 1941 bis September 1941 mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt Geschwaderarzt Gerhard Lepel: von September 1941 bis Dezember 1941, ehemaliger Chefarzt am Marinelazarett Emden und später Chefarzt am Marinelazarett Ile de Croix Flottenarzt Gustav Paul: von Dezember 1941 bis März 1942, ehemaliger Leitender Arzt am Marinelazarett Stralsund Flottenarzt Paul Kubitzki: von März 1942 bis Januar 1944, später Chefarzt am Marinelazarett Kiel-Wik Marineoberstabsarzt d. R. Martin Steinbrück: von März 1944 bis Kriegsende, ehemaliger Chefarzt am Marinelazarett St. Idesbaldes und am Marinelazarett Flensburg-Mürwik
Marinelazarett Reval Im Dezember 1941 wurde das Marinelazarett in Reval eingerichtet und nahm am 25. Januar 1942 den Betrieb auf. Am 18. September 1944 wurde er geschlossen und nach Eckernförde verlegt.
Dort wurde am 29. Oktober 1944 das Marinelazarett Eckernförde eröffnet.
Chefärzte Marineoberstabsarzt d. R. Karl Haedenkamp: von Dezember 1941 bis Januar 1943 Admiralarzt Egon Schulte-Ostrop: von Januar 1943 bis Februar 1944 Marineoberstabsarzt d. R. Georg Schertlin: Februar/März 1944, ehemaliger Leitender Arzt am Marinelazarett Kiel-Wik und Marinelazarett Reval Marineoberstabsarzt Martin Goede: von März 1944 bis September 1944, ehemaliger Leitender Arzt am Marinelazarett Wilhelmshaven und Marinelazarett Lorient, anschließend Chefarzt am Marinelazarett Eckernförde
Marinelazarett Waren Am 1. März 1942 nahm das Marinelazarett in Waren (Müritz) seinen Betrieb auf.
Chefärzte Geschwaderarzt Dietmar Sieber: von März 1942 bis August 1942 Geschwaderarzt d. R. Emil Hempel: von August 1942 bis Oktober 1944, ehemaliger Leitender Arzt der Augenabteilung am Marinelazarett Kiel-Hassee und Marinelazarett Stralsund Flottenarzt Fritz Siebert: von Oktober 1944 bis Kriegsende, ehemaliger Chefarzt am Marinelazarett Bergen und Chefarzt am Marinelazarett Drontheim
Marinelazarett Vittel Am 6. August 1942 nahm das Marinelazarett in Vittel in Lothringen seinen Betrieb auf. Am 1. September 1944 wurde das Marinelazarett nach Edlach im Semmering verlegt und dort in Marinelazarett Edlach umbenannt.
Einziger Chefarzt war der Marineoberstabsarzt und Professor Fritz Meyer, welcher anschließend auch Chefarzt am Marinelazarett Edlach wurde.
Marinelazarett Edlach Am 1. September 1944 wurde aus dem ehemaligen Marinelazarett Vittel das Marinelazarett Edlach in Edlach an der Rax eröffnet.
Einziger Chefarzt war bis Kriegsende der Marineoberstabsarzt und Professor Fritz Meyer, welcher zuvor Chefarzt am Marinelazarett Vittel war.
Marinelazarett Eckernförde Am 29. Oktober 1944 wurde aus dem ehemaligen Marinelazarett Reval das Marinelazarett Eckernförde in Eckernförde eröffnet.