mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Kladow
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Kladow beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Kladow mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick Kladow hat Einwohner (Stand: ) und umfasst den Postleitzahlenbereich 14089. Insgesamt bestehen 144 gewidmete Straßen, die meist den Charakter von Siedlungsstraßen haben. Der Imchenplatz ist die einzige als Platz benannte gewidmete Verkehrsfläche. Drei Straßen setzen sich über die Grenzen von Kladow fort. Die gesamte Länge der 144 Straßen des Ortsteils beträgt 69,8 Kilometer.
mini|Das Wegesystem zwischen Gatow, Cladow, Groß Glienicke, Seeburg und Pichelsdorf um die Jahre 1770 bis 1790
Das System der Straßen in Kladow (1925 noch Cladow) ist historisch gewachsen, zunächst am Dorfkern um Alt-Kladow und der Ritterfelddamm und die Gutsstraße zum ehemaligen Rittergut in Groß Glienicke (damals wie noch heute außerhalb Berlins) wurden Siedlungsstraßen angelegt. Im 19. Jahrhundert begann der Zuzug städtischer Bevölkerung. Ein Berliner Bauunternehmer kaufte das Gut Neu-Kladow und am Havelufer entstanden zahlreiche Villen und Sommerhäuser mit ihren Zufahrtsstraßen. Mit dem Bau der Blücher- und der (heutigen) General-Steinhoff-Kaserne 1935 für den Flugplatz Gatow entstanden neue Straßen mit Wohnbebauung.
Das Hauptstraßensystem des Ortsteils bildet die Potsdamer Chaussee am Nordwestrand (nahe der Stadtgrenze) entlang, die als Bundesstraße 2 ausgewiesen ist, und im östlichen Ortsteil havelnah von Gatow der Kladower Damm. Verbunden sind beide durch den querlaufenden Ritterfelddamm.Klärungen an der aktuellen Karte der Berliner Vermessungsämter: Karte von Berlin 1:5000 (K5-Farbausgabe) auf FIS-Broker
Anzumerken ist die Änderung in der Zugehörigkeit der Straßen durch den Gebietsaustausch von 1945 zwischen den Alliierten (sowjetische Zone und britischer Sektor),Im August 1945 einigten sich die britischen und sowjetischen Besatzungsbehörden in Berlin auf einen Gebietsaustausch. Zur Nutzung für die britischen Truppen ging das gesamte Gelände des Militärflugplatzes Gatow zusammen mit der Grenzziehung im Groß Glienicker See abgetrennten Ostteil von Groß Glienicke in britische Hoheit über, als Zufahrt von Spandau nach Kladow durch Gatow wurde der Seeburger Zipfel an den britischen Sektor, Verwaltungsbezirk Spandau, übergeben. In die sowjetische Zuständigkeit kamen im Gegenzug die Spandauer Teile des Flugplatzgeländes Staaken und zudem noch der Gatower Gebietszipfel der Rieselfelder westlich der Potsdamer Chaussee. West-Staaken kam infolgedessen an den sowjetischen Sektor von Groß-Berlin, was zu Beginn der 1950er Jahre zur Übernahme in die Hoheit von DDR-Behörden führte. Ab 1990 wurde entgegen den Bestrebungen des Landes Brandenburg der Gebietsaustausch im Gatow-Kladower Raum nicht rückgängig gemacht. Weststaaken kehrte am 3. Oktober 1990 nach Spandau zurück. Die Kladower Grenzlinie verschob sich mit der Stadtgrenze und der Bezirksgrenze von Spandau über den Ritterfelddamm auf Groß Glienicker Flur bis zur Mitte des Groß-Glienicker Sees, wodurch Straßen von Groß Glienicke zu Kladow kamen. Die Benennung von Straßen Anfang der 1930er Jahre und zum Ende der 1950er Jahre steht auch für die erweiterte Siedlungsbebauung. Durch den Mauerbau geriet der Ortsteil in eine Randlage im Südwesten von West-Berlin. In den 1960er bis 1980er Jahren erfolgten einige individuelle Benennungen. Am Rande des alten Dorfkerns entstanden 1958 die Finnenhäuser, wobei der Kladower Damm die Siedlung in zwei ungleiche Hälften – die „ländliche“ Feldseite und die „elitäre“ Wasserseite – trennt.
Durch die deutsche Wiedervereinigung wurde die Besiedlung seit 1990 wieder attraktiv. Durch den Abzug der britischen Truppen 1994 wurde das Gelände des Flugplatzes Gatow frei, und im Winkel zwischen An der Gatower Heide und dem Ritterfelddamm wurden auf dem Südwestteil dieser frei gewordenen Fläche Straßen für den Eigenheimbau als Landstadt Gatow angelegt. Trotz dieser Namenswahl liegen alle Straßen in Kladow. Allerdings wurde dafür Gatower Gelände an Kladow abgegeben und die Grenze zwischen den Ortsteilen nach Südwesten verschoben. Die Straßen in der Landstadt sind nach Flughelden wie Dädalus und Ikarus, Vordenkern des Fluges wie Leonardo da Vinci oder Jules Verne bis zu den Flugpionieren des 20. Jahrhunderts, wie den Gebrüdern Wright und Charles Lindbergh, benannt. Durch die Themenwahl doppeln sich manche Namen mit Straßen am Johannisthaler Flugfeld. 2011 wurden Straßen im Bereich der General-Steinhoff-Kaserne (Luftwaffe) bei der Umgestaltung dieser vormals von den britischen Truppen in BerlinLuftbild von 1949 genutzten Einrichtung umbenannt.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAhornallee ()540Ahorn, Laub- und Alleebaum Die Straße liegt zwischen Kurpromenade und Seebadstraße, westlich des Flugplatzes Gatow.140px|AhornalleeAiblinger Weg ()270Bad Aibling, Stadt im Landkreis Rosenheim, Freistaat Bayern Die vorher als Straße 212 eingerichtete Straße nach Bebauungsplan liegt zwischen Schwabinger und Gautinger Weg und führt über diese hinaus als Stichstraße weiter.140px|Aiblinger WegAlbrecht-Berblinger-Straße ()270Albrecht Ludwig Berblinger (1770–1829), Schneider, Erfinder und Flugpionier Die Straße in der Landstadt Gatow liegt zwischen An der Gatower Heide und Johann-Landefeldt-Straße.140px|Albrecht-Berblinger-StraßeAlt-Kladow ()400Der alte Dorfkern von Kladow Bis 1935 als Dorfstraße, wurde bei der Namensgebung die Gepflogenheit in Berlin umgesetzt, die ehemaligen Dorfstraßen der 1920 eingemeindeten Ortschaften umzubenennen, indem vor den früheren Ortsnamen „Alt-“ gesetzt wurde. Die Straße liegt zwischen Imchenallee/Imchenplatz und Kladower Damm/Sakrower Landstraße.140px|Alt-Kladow 1 140px|Alt-Kladow: bergab zur Havel (Imchenplatz) hinAm Carolinenhof ()170 Carolinenhof, ehemaliger Bauernhof in dieser Gegend Die Privatstraße zweigt vom Lüdickeweg ab. 140px|Am CarolinenhofAm Donnerberg ()630Donnerberg: alter hiesiger Flurname Der Fußweg liegt im Gebiet der Landstadt Gatow zwischen Ritterfelddamm und Seekorso.140px|Am DonnerbergAm Dorfwald ()190Dorfwald, Waldgelände der Kladower Bauern Die Straße führte zum Zeitpunkt ihrer Benennung vom Krampnitzer Weg nach Norden über die Fuchsberge. Am 1. Juli 1962 wurde der nördliche Straßenteil zum Ritterfelddamm, der durch die Grundschule am Ritterfeld vom südlichen Straßenteil getrennt war, in Schallweg umbenannt.140px|Am Dorfwald vom Krampnitzer Weg herAm Flugplatz Gatow ()650Flugplatz Gatow, 1935 als Ausbildungsstätte für Piloten und Beobachter der deutschen Luftwaffe eingeweiht Die Straße liegt im Gebiet der Landstadt Gatow zwischen Ritterfelddamm und Seekorso.140px|Am Flugplatz GatowAm Kladower Wäldchen ()200anliegendes Wäldchen Südöstlich vom Lanzendorfer Weg abgehend Richtung Blücher-Kaserne.140px|Am Kladower WäldchenAm Landschaftspark Gatow ()980Landschaftspark auf der früheren Landebahn des Flughafens Gatow Die Straße liegt im Gebiet der Landstadt Gatow zwischen An der Gatower Heide und Am Donnerberg.140px|Am Landschaftspark GatowAm Ritterholz ()610Ritterholz, Waldfläche des Rittergutes Die Straße, vorher Straße 128, geht westlich als Stichstraße vom Eichelmatenweg ab.140px|Am RitterholzAm Roten Stein ()260Roter Stein, hiesiger Flurname Die Straße, vorher als Straße 116 eingerichtet, liegt zwischen Sakrower Kirchweg und Kirchweg, nahe am alten Dorfkern.140px|Am Roten Stein vom Kirchsteig Richtung HavelAm Schwemmhorn ()110Schwemmhorn, eine im Süden des Ortsteils Kladow in die Havel ragende Landzunge Die Straße nahe am Dorfkern geht ostwärts vom Lüdickeweg ab.140px|Am SchwemmhornAm Waldkiefernweg ()220 Waldkiefer, Baumart Die Straße liegt im Parkviertel und führt von der Amberbaumallee zur Straße An den Parkbäumen 140px|Am WaldkiefernwegAmberbaumallee ()540 Amberbaum, Baumart Die Straße liegt im Parkviertel und zweigt von der Parkviertelallee ab. 140px|AmberbaumalleeAmelia-Earhart-Straße ()260Amelia Earhart (1897–1937), US-amerikanische Flugpionierin Die Straße liegt im Gebiet der Landstadt Gatow zwischen Leonardo-da-Vinci-Straße und Seekorso.140px|Amelia-Earhart-StraßeAmelie-Beese-Zeile ()160Amelie Hedwig Boutard-Beese, genannt „Melli Beese“ (1886–1925), erste Frau in Deutschland mit einer Pilotenprüfung Die Straße liegt im Gebiet der Landstadt Gatow zwischen Seekorso und Am Donnerberg.140px|Amelie-Beese-ZeileAn den Parkbäumen ()580 Parkbaum, Bezeichnung für in Parks vorkommenden Bäumen Die U-förmige Straße liegt im Parkviertel und führt von und zur Amberbaumallee. 140px|An den ParkbäumenAn der Bastion ()200In der Nähe befinden sich Bastion und Ravelin, auf dem ehemaligen Übungsgelände des preußischen Heeres Die Straße wurde um 1960 südlich des Gatower Flugplatzes angelegt und geht vom Ritterfelddamm nördlich im Bogen ab.140px|An der BastionAn der Gatower Heide ()710Die Gatower Heide mit dem ehemaligen Schießplatz der britischen Truppen in Berlin liegt nordöstlich. Die Straße liegt zwischen Ritterfelddamm und Johann-Landefeldt-Straße im Gebiet der Landstadt Gatow.140px|An der Gatower HeideAuguste-Piccard-Straße ()370Auguste Piccard (1884–1962), schweizerischer Physiker und Erfinder Die Straße liegt im Gebiet der Landstadt Gatow zwischen An der Gatower Heide und Johann-Landefeldt-Straße.140px|Auguste-Piccard-StraßeAugust-Euler-Zeile ()100August Euler (1868–1957), Flugzeugtechniker und Flugpionier Die Straße liegt zwischen Seekorso und Am Donnerberg in der Landstadt Gatow.140px|August-Euler-ZeileBardelebenweg ()550Bardeleben (Adelsgeschlecht), hier wohl Heinrich Adolf von Bardeleben Der Weg liegt zwischen Kurpromenade und Seebadstraße. Die vorherige Akazienallee wurde 1965 umbenannt, um Verwechslungen mit Straßen gleichen Namens in Berlin zu vermeiden. Das Gebiet, in dem die Straße liegt, gehörte bis 1945 zur Gemeinde Groß Glienicke im Kreis Osthavelland und kam auf Grundlage alliierter Vereinbarungen zu West-Berlin.140px|BardelebenwegBartschweg ()330Karl Bartsch (1832–1888), germanistischer Mediävist und Altphilologe Der Weg liegt zwischen Zingerle- und Birlingerweg. Angelegt als Straße 119, wurde deren Verlängerung am 28. August 1963 einbezogen. Die hier liegenden Straßen tragen Namen von Sprach- und Volkskundlern.140px|BartschwegBechsteinweg ()330Ludwig Bechstein (1801–1860), Schriftsteller, Bibliothekar und Archivar Die Straße 199 wurde 1964 wie die umliegenden Straßen nach einem Sprachkundler benannt. Sie liegt geht im Bogen von und zur Selbitzer Straße nach Westen.140px|BechsteinwegBenfeyweg ()280Theodor Benfey (1809–1881), Orientalist und Sprachforscher Die Straße führt in das „Volkskundlerviertel“ (mit Straßen, die nach Sprachforschern und Volkskundlern benannt sind) und liegt zwischen Selbitzer Straße und Wossidloweg.140px|BenfeywegBirkenallee ()330Birke, Laubbaum, oft an Wegessäumen Die Straße zwischen Kurpromenade und Ahornallee wurde nach 1930 angelegt. Das Gebiet gehörte bis 1945 zur Gemeinde Groß Glienicke im Kreis Osthavelland und kam auf der Grundlage alliierter Vereinbarungen 1945 zu Spandau und so zu West-Berlin.140px|BirkenalleeBirlingerweg ()240Anton Birlinger (1834–1891), katholischer Theologe und Germanist Die zwischen Wrede- und Zingerleweg gelegene Straße, vorher Straße 120, gehört zum Viertel, in dem Straßen nach Persönlichkeiten der Sprach- und Volkskunde benannt wurden.140px|BirlingerwegBreitehornweg ()760(im Ortsteil)Breitehorn, nahe gelegener Landvorsprung in die Havel Der Breitehornweg bildet die Grenze zu Gatow, wobei nur der Wald (Jagen 88 und 89) zum Ortsteil gehört, die Straße selbst zu Gatow. Der Weg geht östlich vom Kladower Damm ab zur Havel.140px|BreitehornwegCharles-Lindbergh-Straße