mini|Kapelle St. Maria in EldernDie römisch-katholische Kapelle St. Maria befindet sich in Eldern, einem Ortsteil von Ottobeuren im Landkreis Unterallgäu in Bayern. Die Kapelle steht unter Denkmalschutz.
Geschichte
Alte Wallfahrtskirche Nach einer alten Überlieferung wurde dort ein Gnadenbild gefunden, daraufhin baute ein Bauer aus Reuthen eine Holzkapelle, die 1487 geweiht wurde. Der Abt Matthäus Ackermann des Klosters Ottobeuren ließ 1506 eine neue Kapelle erbauen, da viele Gläubige zu dem Gnadenbild strömten. Eldern wurde der meistbesuchte Wallfahrtsort im Bistum Augsburg.
Die während der Memminger Reformation von 1535 bis 1537 vertriebenen Schwestern des Franziskanerinnenklosters in Memmingen fanden in einem angebauten Klösterlein Zuflucht. mini|Darstellung der 1710 geweihten und 1806 abgebrochenen WallfahrtskircheAm 10. April 1685 fand die Grundsteinlegung für ein größeres Kloster statt. Am 8. Mai 1702 wurde der Grundstein für eine große Wallfahrtskirche gelegt, die bis 1710 nach Plänen Christoph Vogts von Jakob Zindt und Christian Anton Weber erbaut wurde.
Die Landesdirektion in Ulm schloss am 1. Dezember 1803 das Kloster und verbot die Wallfahrt. 1806 wurde diese Wallfahrtskirche abgebrochen. Nach dem Abbruch der Wallfahrtskirche wurde das Gnadenbild an das Ordinariat in Augsburg abgegeben. Es befindet sich heute im Alexanderaltar der Basilika Ottobeuren. Der Hochaltar der Wallfahrtskirche befindet sich mittlerweile in der Pfarrkirche St. Georg in Böhen.Tilmann Breuer; Heinrich Kreisel und Adam Horn (Hrsg.): Stadt- und Landkreis Memmingen. Deutscher Kunstverlag, München 1959, S. 99
Neubau 1932 mini|Gedenkstein der Elderwallfahrt bei der Kapelle in Eldern|214x214pxZur Erinnerung an die Eldener Wallfahrt wurde 1932 an Stelle der früheren Wallfahrtskirche die nun bestehende Kapelle errichtet, die 1984 mit einem Barockaltar ausgestattet wurde.
Jedes Jahr an Pfingstmontag findet eine Prozession von der Basilika zur Eldernkapelle statt. Für einen Tag soll die Muttergottes an ihren Ursprungsort zurückkehren. Zusammen mit der Musikkapelle Ottobeuren marschiert die Gemeinde mit Gebeten und Gesängen nach Eldern. Am Abend wird die Muttergottesstatue wieder in die Basilika zurückgebracht.
Ausstattung alternativtext=Kirchenschiff nach der Restaurierung 2021|mini|Kirchenschiff nach der Restaurierung 2021Das Altarbild zeigt die Muttergottes von Eldern und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Um den Altar befinden sich vier Putten, ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert. Des Weiteren befinden sich mehrere Holzfiguren im Inneren, so unter anderem ein Christus in der Rast von 1662. mini|Orgel Bis 1991 diente ein Harmonium zur Begleitung des Gemeindegesangs. Durch Kerzenspenden am Eldernaltar in der Basilika konnte schließlich ein kleines Orgelwerk mit zweieinhalb Registern bei der Firma Riegner & Friedrich in Auftrag gegeben werden, das nun seit 1991 in der kleinen Kapelle erklingt.
Ende 2021 wurde der Innenraum renoviert und mit einem Rauchabzug für die Opferkerzen versehen.
Siehe auch Liste der Kirchen und Kapellen in der Verwaltungsgemeinschaft Ottobeuren
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Maria Kategorie:Baudenkmal in Ottobeuren Eldern Eldern Eldern Eldern