mini|Bauernhof im Ortskern mini|Steinkreuz im Hirtenbachtal bei Ebersbach

Ebersbach (fränkisch: ÄwaschbaE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 14. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „ęwɒšbà“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Abenberg im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Ebersbach hat eine Fläche von 7,211 km². Sie ist in 605 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11356,28 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Kapsdorf.

Geografie Durch das Dorf fließt der Hirtenbach, ein rechter Zufluss der Aurach, der südwestlich des Orts bei den Klosterweihern entspringt. 1 km südöstlich erhebt sich der Schneckenbuck (). 0,5 km nördlich liegt das Flurgebiet Hatzenlohe und das Waldgebiet Blechet. Im Süden liegt das Fritzbauernholz, Grillen und Streitholz. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Kapsdorf (1,5 km nordwestlich), die Staatsstraße 2220 kreuzend nach Dürrenmungenau (2,5 km südlich) und direkt zur Staatsstraße 2220 (1,7 km südöstlich).

Geschichte 1340 wurde der Ort als „Ebersbach“ erstmals urkundlich erwähnt.F. Eigler: Schwabach, S. 319. Der Ortsname leitet sich vom gleichlautenden Gewässernamen ab (heute Hirtenbach genannt), dessen Bestimmungswort der Eber ist. Es wurde also ein Bach bezeichnet, an dem Wildschweine regelmäßig zur Tränke gingen. Das Kloster Ebrach hatte zu dieser Zeit Besitzungen im Ort. Weitere Grundherren waren die Nürnberger Patrizier Küdorfer und das Spital Schwabach.W. Ullsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 265.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 14f.

1529 unterstanden der Hauptmannschaft Hergersbach der Reichsstadt Nürnberg in Ebersbach 5 Mannschaften.F. Eigler: Schwabach, S. 347.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Ebersbach 12 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus, einen Gemeindeherrn hatte der Ort nicht. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Kastenamt Windsbach: 1 Schmiede; Kastenamt Schwabach: 1 Ganzhof), Nürnberger Eigenherren (Kreß von Kressenstein: 1 Ganzhof; von Fürer: 4 Ganzhöfe, 1 Halbhof, 1 Viertelhof), das Schultheißenamt Neumarkt (1 Ganzhof, 1 Gütlein) und die Deutschordenskommende Nürnberg (1 Gastwirtschaftsgütlein). = F. Eigler: Schwabach, S. 387. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach. Zu dieser Zeit gab es 13 Untertansfamilien, von denen 4 ansbachisch waren.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 672.

1806 kam Ebersbach an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Ebersbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Barthelmesaurach und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Barthelmesaurach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Ebersbach, zu der Kapsdorf gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Heilsbronn zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Windsbach. Von 1862 bis 1879 gehörte Ebersbach zum Bezirksamt Heilsbronn, seit 1880 zum Bezirksamt Schwabach (1939 in Landkreis Schwabach umbenannt) und zum Rentamt Schwabach (1919 in Finanzamt Schwabach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Heilsbronn, seit 1880 ist das Amtsgericht Schwabach zuständig.F. Eigler: Schwabach, S. 470. Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 7,231 km². Am 1. Januar 1972 wurde Ebersbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Abenberg eingegliedert.

Bau- und Bodendenkmäler Haus-Nr. 9: Wohnstallhaus Das Steinkreuz im Hirtenbachtal zur Mahnung an den tödlich ausgehenden Streit der Abenberger Landsknechte Büttel und Flurer Ca. 800 m nördlich befinden sich fünf verebnete Grabhügel aus vorgeschichtlicher Zeit.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Ebersbach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 155 200 203 195 214 220 211 211 240 235 206 205 215 202 203 215 204 211 193 296 281 262 225 223HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 33 36 42 44 46 45 40 40 45 Quelle Für die Gemeinde Ebersbach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Kapsdorf (S. 46).

Ort Ebersbach Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 109 136 150 139 137 122 108 147 121 133 126Häuser 23 22 26 26 22 22 26 35Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Barthelmesaurach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Jakobus (Abenberg) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Abenberg) Kategorie:Ort im Landkreis Roth Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Roth) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Roth