mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Lichtenrade

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Lichtenrade beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Lichtenrade mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick mini|hochkant=1.5|Straßenverläufe in Lichtenrade (nach der Landesaufnahme bis 1920)

Lichtenrade hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 12305, 12307 und 12309. Im Ortsteil gibt es 187 gewidmete Straßen und 14 benannte Plätze. Acht Straßen gehören teilweise auch zu den Nachbarortsteilen Mariendorf, Marienfelde und Buckow.

Der alte Ortskern um Alt-Lichtenrade bildet den von flämischen Siedlern angelegten Siedlungskern, wobei die heutige Straße Alt-Lichtenrade über den Bereich der Dorfstraße hinausgeht und beiderseits an die Chaussee nach Cottbus (seit 1949: Lichtenrader und Kirchhainer Damm) anschließt. Durch diese Straßenführung blieb der alte Dorfkern erhalten. Andererseits förderte diese Chaussee, die Bundesstraße 96, den Anschluss an Berlin und die Besiedlung und den Straßenausbau. Das Hauptstraßensystem mit der Bundesstraße als Nord-Süd-Verbindung durch den Ortsteil wird vom Straßenzug Buckower Chaussee – Marienfelder Chaussee und südlicher durch Schichauweg – Barnetstraße – Groß-Ziethener Straße, ergänzt mit Wünsdorfer Straße – Bahnhofstraße – Im Domstift als Querverbindung erweitert. Nennenswert ist noch die Verbindung mit Buckow und Britz über Fehlingstraße und Töpchiner Weg. Naturgemäß finden sich besonders nach Süden zum Stadtrand hin Siedlungsstraßen. So wurde 1915 im ersten Kriegsjahr das „Bayerische Viertel“ im Südosten des Ortsteils, östlich vom heutigen Kirchhainer Damm, projektiert und Straßen angelegt, jedoch verzögerte sich der Ausbau durch Inflation und die Weltwirtschaftskrise 1929, auch wenn in den „Goldenen Zwanziger Jahren“ Grundstücke 1927/1928 verkauft wurden (im Adressbuch als Baustelle eingetragen). Etwa ab 1925 begann der Ausbau zwischen Schichauweg und Landesgrenze, „Lichtenrade West“ westlich der Dresdener Bahn wurde ausgebaut. Ein Teil der Bebauung lag auf der Marienfelder Feldmark und erfolgte durch die Marienfelder Terraingesellschaft. Dadurch lagen anfangs einige der heutigen Lichtenrader Straßen östlich vom Wäldchen am Königsgraben innerhalb des Verwaltungsbezirks Tempelhof zum Ortsteil Marienfelde. Aufgrund des Zusammenhangs wurde hier die Ortsteilgrenze nach Westen verschoben und Marienfelder Gebiet 1938 dem Ortsteil Lichtenrade zugeordnet. Die Bezeichnung „Kolonie Marienfelde“ bestand noch Anfang der 1960er Jahre. Aber auch beim Verlauf der Grenze zwischen den Verwaltungsbezirken Neukölln und Tempelhof kam es zwischen Marienfelde, Mariendorf, Buckow und Lichtenrade zu geänderten Zugehörigkeiten der Straßen, die dann im Randgebiet des Ortsteils erst später bebaut wurden. Durch den Bau der Mauer kam zwar der Süden des Ortsteils in eine besondere Randlage, auf den Straßenverlauf oder den Ausbau (abgesehen von Unterbrechungen im Grenzgebiet) war der Einfluss in Lichtenrade geringer als in anderen Ortsteilen. Die Sortierung der Namenswahl der Straßen (in der Liste am Datum der Benennung nachvollziehbar) gibt die Besiedlungsentwicklung des Ortsteils in Randlage von Groß-Berlin und um den Dorfkern herum wieder. Obwohl die Bebauungspläne der Siedlungen in Lichtenrade aus den 1910er und 1920er Jahren die heutigen Straßenläufe dokumentieren, gab es strukturelle Änderungen. Mit der südlichen Umgehungsstraße wurde um 1930 der Ortskern entlastet, der Güteraußenring brachte um 1940 unterbrochene Straßenläufe mit sich und die Bebauungspläne nach dem Mauerbau im Jahr 1961 führten zu Änderungen des Verlaufs von der Marienfelder zur Barnetstraße. In den Straßen am Stadtrand führte die Mauer wohl zu eher ruhigeren Lagen und Freiflächen, die seit 1990 bebaut werden.

Das Hauptstraßensystem besteht aus der Bundesstraße 96 die im Zuge von Mariendorfer, Lichtenrader und Kirchhainer Damm mit einer Länge von 4490 Metern auf der Trasse der alten Chaussee durch den Ortsteil führt. Die neu erbaute Provinzial-Chaussee Berlin-Kottbus wurde am 13. Juli 1838 dem Verkehr übergeben im 1. Bauabschnitt. Am 1. Oktober 1838 fuhren die Postwagen nach Dresden nicht mehr über Groß-Ziethen nach Mittenwalde, sondern durch Lichtenrade und auf dem Lehnschulzengut wurde die Posthalterei für den ersten Pferdewechsel auf dem Weg der Post Berlin – Luckenwalde eingerichtet. Die Straße durch den Ortskern wurde bis 1937 über Ackerland als Umgehungsstraße verlegt und in den 1970er Jahren zum heutigen Zustand ausgebaut. Weitere Hauptstraßen im übergeordneten Straßennetz Berlins sind Barnetstraße (1320 Meter), Buckower Chaussee (610 Meter) und der Schichauweg (510 Meter). Hauptstraßen von regionaler Bedeutung (StEP Klasse III) sind der Straßenzug Wünsdorfer Straße – Prinzessinnenstraße – Bahnhofstraße – Goltzstraße mit 2380 Metern, Fehlingstraße – Töpchiner Weg mit 1590 Metern und die Groß-Ziethener Straße mit 1180 Metern. Anschluss zur Autobahn besteht vom Ortsteil aus nur indirekt über die B 96 zum Berliner Ring im Süden, an die A 113 über die B 96a zur Anschlussstelle 7 (Schönefeld-Süd) oder über die Marienfelder Chaussee zur Anschlussstelle 3 (Johannisthaler Chaussee).

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAngermünder Straße ()1200Angermünde, Stadt in Brandenburgstyle="text-align:right;" Die Straße liegt zwischen Rademeierweg und der Potsdamer Straße, dabei endet sie südlich von letzterer als Sackgasse vor der Schwedter Straße und liegt östlich parallel zur Bernauer Straße, die ihrerseits in die Schwedter Straße mündet. Die Straße erhielt zwischen 1914 und 1921 ihren Namen. Mit Wirkung vom 1. Januar 1977 wurde die Verlängerung westlich vom Grundstück 81 einbezogen. 140px|Angermünder Straße nach Nord vom GriembergwegAschaffenburger Straße ()530Aschaffenburg, Stadt in Bayernstyle="text-align:right;" Die Straße wird dem Bayerischen Viertel zugeordnet und liegt zwischen Wittelsbacher- und Tietjenstraße in Verlängerung der Skarbinastraße parallel zur Stadtgrenze. Sie verlief 1929 von der Würzburger zur Wittelsbacherstraße, 1938 führte sie bis zur Groß-Ziethener Straße. Am 1. August 1978 wurde ein Teil der Aschaffenburger Straße ab Tietjenstraße in Skarbinastraße umbenannt. 140px|Bus der Ringlinie 175 in der schmalen Aschaffenburger StraßeAugsburger Platz ()110 × 50Augsburg, Stadt in Bayernstyle="text-align:right;" Zum Augsburger Platz gehören die Grundstücke 3, 4 auf der Westseite, 5–8 auf der Ostseite. Der Schmuckplatz hat einen begrünten Mittelteil auf dem sich ein Spielplatz befindet, wobei die Augsburger Straße in Nord-Süd-Richtung in zwei Randstraßen um den Platz führt. Im Norden wird er von der Nürnberger und Fürther Straße gerade begrenzt. Im Süden bilden die Regensburger (nach West) und die Landshuter Straße (nach Ost) einen Bogen. Die begrünte Platzfläche hat so die Form eines Schildes. Der Platz gehört zum Bayerischen Viertel, wobei diese Bezeichnung wegen des gleichnamigen Viertels in Schöneberg verblasst ist. Nach den Angaben im Adressbuch 1922 ist der Augsburger Platz bereits teilweise bebaut, während die Augsburger Straße (zur Bamberger Straße angegeben) noch unbebaut ist. 140px|Südlicher Augsburger PlatzAugsburger Straße ()110 + 530(über den Platz hinweg)Augsburg, Stadt in Bayernstyle="text-align:right;" Sie liegt zwischen Bamberger und Pasinger Straße und ist überwiegend mit ein- und zweigeschossigen Siedlungshäusern bebaut. Sie geht über letztere als Sackgasse zum Seniorenheim (in 8/19) an der Parkfläche des Wäldchens am Kirchhainer Damm. Die Grundstücke der Straße folgen der Hufeisennummerierung, an der Westseite (rechte Straßenseite) von 1–19 (fortlaufend) und auf der Ostseite nach Norden von 30 bis 48. Die fehlenden Grundstücksnummern führen in die Parkfläche des Wäldchens am Kirchhainer Damm. Die Augsburger Straße wurde mit der Projektierung der Wohnsiedlung „Bayerisches Viertel“ im Südosten von Lichtenrade 1915 trassiert und teilweise angelegt. Sie ist nach der Bildung von Groß-Berlin laut 1922er Adressbuch noch unbebaut, für 1929 ist der Verlauf zwischen Bamberger Straße und Forst mit sechs bebauten Grundstücken aufgeführt, wobei südlich der Wittelsbacherstraße noch Ackerland ist.140px|Augsburger Straße140px|Ehemaliges Seniorenheim am Ende der Augsburger StraßeBahnhofstraße ()750 vom ehemaligen Ortskern zum S-Bahnhof Lichtenrade, seit 1883 Haltepunktstyle="text-align:right;" Die Straße liegt in Verlängerung der Prinzessinnenstraße zwischen Bahnstrecke und Goltzstraße. Sie ist eine belebte Wohn- und Geschäftsstraße und beliebtes Einkaufszentrum im Süden der Stadt. Es gibt viele Geschäfte, die von den Inhabern selbst geführt werden, und das Straßenleben wird durch Straßencafés gefördert. Nach Geschäftsschluss ist die Bahnhofstraße allerdings eine eher ruhige Wohnstraße. Über die Prinzessinnenstraße lässt sich der Berliner Mauerweg und das Umland erreichen.berliner-stadtplan.com: Bahnhofstraße und Salvatorkirche Die Straße wurde 1906 angelegt und gepflastert. Im Jahr 1883 wurde in Lichtenrade ein Haltepunkt der Eisenbahnstrecke Berlin–Dresden weit vom Dorf entfernt angelegt. 1891/1892 wurde der Bahnhof in Lichtenrade erbaut und der erweiterte „neue Bahnhof“ wurde am 30. September 1910 dem Verkehr übergeben.140px|S-Bahnhof Lichtenrade, BahnhofstraßeBamberger Straße ()620Bamberg, Stadt in Bayernstyle="text-align:right;" Die Bamberger Straße liegt zwischen Pechsteinstraße und Kirchhainer Damm im Südosten des Ortsteils in Stadtrandlage. Es ist eine ruhige Wohnstraße mit Einfamilienhäusern. Die nördlichste Straße (parallel zur Nürnberger/Fürther Straße) des wegen seiner Straßennamen auch als „Bayrisches Viertel“ benannten Siedlungsgebiets. Vom Beginn des 20. Jahrhunderts, bis 1948 bestand der Eigenheim- und Grundbesitzerverein „Bayerisches Viertel“ Berlin-Lichtenrade e. V. Dieser Siedlungsname ist weniger gebräuchlich geworden, da damit meist das gleichnamige Viertel in Schöneberg gemeint ist. 140px|Bamberger StraßeBeckmannstraße ()230Max Beckmann (1884–1950), Malerstyle="text-align:right;" Die Straße liegt zwischen Tietjen- und Würzburger Straße auf der Trasse der Straße 33 des Bebauungsplans. Die umliegenden nach Malern benannten Straßen führten zum Begriff „Malerviertel“ für das Wohngebiet im Südosten des Volksparks Lichtenrade, wobei dieser Name für Neu-Friedenau im ehemaligen Bezirk Schöneberg geläufiger wurde.140px|BeckmannstraßeBeethovenstraße ()460Ludwig van Beethoven (1770–1827), Komponiststyle="text-align:right;" Die zweispurige gepflasterte Straße hat Gehwege mit einem Grünstreifen an beiden Seiten und liegt zwischen Lortzingstraße und Stadtgrenze zu Mahlow, parallel zwischen Hilbert- und Brahmsstraße. Über den ehemaligen Mauerstreifen, seit Abriss der Mauer ein Waldstreifen, setzt sie sich im Brandenburger Nachbarort als Arcostraße fort, wobei sich die Stadtgrenze außer dem Ortsschild und dem Ende der 30er-Zone auch mit dem Wechsel von Berliner Pflaster- zu Brandenburger Asphaltstraße bemerkbar macht. Die Straße ist mit Einfamilienhäusern auf den Grundstücken 1–37 (fortlaufend) bebaut und wurde vor 1922 im Siedlungsgebiet Lichtenrade West zusammen mit weiteren nach Musikern benannten Straßen angelegt und nach 1922 bebaut. (Adressbuch 1922: unbebaut ab Lortzingstraße) 140px|Beethovenstraße, im Hintergrund die Stadtgrenze zu MahlowBernauer Straße