mini|Außenansicht des Fakultätsgebäudes für Mathematik und Informatik in Garching mini|Innenansicht des Fakultätsgebäudes für Mathematik und Informatik in Garching

Das Department of Computer Science der Technischen Universität München (TUM) ist eine der führenden Informatikfakultäten in Deutschland. Es besteht zurzeit aus 26 Lehrstühlen, an welchen rund 42 Professoren (inkl. Honorar- und Ehrenprofessoren) Professoren und Professorinnen an der Fakultät für Informatik. In: in.tum.de, abgerufen am 27. Mai 2019. lehren und forschen. 2018 zählte die Fakultät 2.208 Studienanfänger (20,0 % Frauen). Insgesamt waren hier im Wintersemester 2018/2019 5986 Studenten eingeschrieben (19,5 % Frauen). Über 36 % der Studenten kommen aus dem Ausland.Die Fakultät für Informatik in Zahlen und Fakten 2018 In: in.tum.de, abgerufen am 27. Mai 2019. Im Wintersemester 2017/2018 war die Fakultät erstmals die mit der größten Anzahl an Studenten der TU München.Jakob Wetzel: Neuer Rekord bei den Studierendenzahlen. In: Süddeutsche Zeitung. 15. Oktober 2017 Das Gebäude, das mit der Fakultät für Mathematik geteilt wird, beherbergt neben drei Hörsälen, mehreren Seminar- und Übungsräumen und der Rechnerhalle auch eine Teilbibliothek und eine Cafeteria. Zur Präsentation besonderer Attraktionen sind zwei weitere Räume vorhanden.

Das Department ist Teil der TUM School of Computation, Information and Technology. Im Zuge einer grundlegenden Reform der Organisationsstruktur der TUM (Agenda 2030) wurde die Fakultät für Informatik zum 1. Oktober 2022 in die genannte School integriert. Ein Großteil der Professuren bildet heute das „Department of Computer Science“. Jedoch gehört ein Teil der Professuren zum „Department of Computer Engineering“.

Geschichte der Fakultät Bereits 1967 wurde an der TUM der Studiengang Informationsverarbeitung innerhalb des Mathematikstudiums, durch Friedrich L. Bauer ins Leben gerufen. Der Name Informatik war zu dieser Zeit noch nicht etabliert, denn erst im November 1967 richtete die Deutsche Forschungsgemeinschaft den „Sonderforschungsbereich Informatik“ ein. Die Vorlesung Einführung in die Informationsverarbeitung wurde 1969 umbenannt zur Einführung in die Informatik. Ab Wintersemester 1970/71 entstand daraus das Nebenfach Informatik. Somit war die TUM die erste Universität in Deutschland überhaupt, die Informatik als Fach angeboten hatte.Geburt der Informatik In in.tum.de (PDF; 32 kB), letzter Aufruf: 2022-01-13 1974 wurde hieraus das Institut für Informatik. 1975 wurde die Fakultät für Mathematik in „Fakultät für Mathematik und Informatik“ umbenannt. Erst 1992, einige Jahre später als an anderen Universitäten, sind die Studiengänge zur Informatik aus der Fakultät Mathematik herausgelöst und zu einer eigenständigen Fakultät zusammengefasst worden.Bernd Graff: Die Rechenkünstler. In: Süddeutsche Zeitung. 11. Mai 2017 Aufgrund dieser Tatsache ist auch weiterhin der Name der mathematischen Fakultät der zuerst genannte auf dem neuen Gebäude am Standort Garching. Die Fakultät war bis 2002 in München im Südgebäude des Stammgeländes nahe dem Königsplatz beheimatet (), das aufgrund asbesthaltiger Baustoffe abgerissen wurde. Heute befindet sie sich am neuen Campus der TUM in Garching bei München. Am früheren Standort befindet sich mittlerweile die Hochschule für Fernsehen und Film München.

Campus Garching In unmittelbarer Nachbarschaft der Fakultät befindet sich das Leibniz-Rechenzentrum mit dem SuperMUC. Zu den kerntechnischen Forschungseinrichtungen der TUM in Garching gehören unter anderem der Forschungsreaktor München (das „Atomei“) und der Siemens Argonaut Reaktor (welche beide mittlerweile außer Betrieb sind) sowie die neue Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz. Auf dem Garchinger Forschungscampus sind in direkter Nachbarschaft die vier Max-Planck-Institute für Astrophysik, Extraterrestrische Physik, Plasmaphysik und Quantenoptik, das Walther-Meißner-Institut für Tieftemperaturforschung, das Walter Schottky Institut und das Hauptquartier der Europäischen Südsternwarte (ESO) angesiedelt.

Bewertung in Hochschulrankings Die Fakultät ist gemäß QS World University Rankings by Subject, dem THE World University Rankings 2022 by subject, dem U.S. News & World Report 2022 sowie dem Einzelfächerranking Computer Science des Shanghai-Ranking die führende Informatikfakultät in Deutschland.Ranking Computer Science & Information Systems des QS World University Rankings 2022World University Rankings 2022 computer science. von Times Higher EducationBest Global Universities for Computer Science in Germany. gemäß U.S. News & World ReportAcademic Ranking of World Universities in Ingenieurwissenschaften, Technik und Informatik des Shanghai-Ranking 2021

Im Ranking der Zeitschrift Wirtschaftswoche auf Grund einer Befragung von 500 Personalverantwortlichen belegte die Fakultät 2022 hinter den Informatikfakultäten der TU Berlin und der RWTH Aachen den dritten Platz. Im Ranking des Centrum für Hochschulentwicklung wurden Hochschulen in einzelnen Kategorien in drei Gruppen eingeteilt (Spitzen-, Mittel-, Schlussgruppe). Die Fakultät lag bei der internationalen Ausrichtung des Masters, der Unterstützung für ein Auslandsstudium, dem Lehrangebot und dem Berufsbezug, der Bewertung der Forschungsgelder pro Wissenschaftler, der Infrastruktur, die IT-Infrastruktur oder die Bibliotheksausstattung jeweils in der Spitzengruppe.Hochschulranking des Centrum für Hochschulentwicklung

Forschung Mit Thomas Neumann (2020),Prof. Dr. Thomas Neumann - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2020. In: DFG. 2020 Daniel Cremers (2016),Sabine Dobel: Bei ihm lernen Computer das Sehen und Reagieren. In: Die Welt. 29. Februar 2016 Susanne Albers (2008),Prof. Dr. Susanne Albers - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin 2008. In: DFG. 2008 Ernst W. Mayr (1997), Gerhard Hirzinger (1995), In: in.tum.de. 1. Januar 1995 Manfred Broy (1994) und Karl-Heinz Hoffmann (1991) wurden sieben Fakultätsmitglieder mit dem mit bis zu 2,5 Millionen Euro dotierten Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der DFG ausgezeichnet. Friedrich L. Bauer wurde 1988 mit dem Computer Pioneer Award der IEEE Computer Society geehrt, Gerhard Hirzinger 2005 mit dem IEEE Robotics and Automation Society Pioneer Award. Hans-Arno Jacobsen (2011) und Burkhard Rost (2008) wurden vom BMBF mit einer Alexander von Humboldt-Professur bedacht. In: in.tum.de. 2016

Mitglieder der Fakultät sind an zahlreichen Erfindungen maßgeblich beteiligt gewesen. So erhielten beispielsweise die Professoren Friedrich L. Bauer und Klaus Samelson 1957 das Patent für den Stapelspeicher.Friedrich L. Bauer & Gerhard Goos: Informatik. Eine einführende Übersicht. Erster Teil. 3. Auflage. Springer, Berlin 1982, ISBN 3-540-11722-9, S. 222. „Die Bezeichnung ‚Keller‘ hierfür wurde von Bauer und Samelson in einer deutschen Patentanmeldung vom 30. März 1957 eingeführt.“

Studiengänge Im Zuge des Bologna-Prozesses sind die bisherigen Diplomstudiengänge auslaufend und können nicht mehr begonnen werden. Es stehen 5 Bachelorstudiengänge mit jeweils 6 Fachsemestern und 12 Masterstudiengänge mit jeweils 4 Fachsemestern zur AuswahlFür Studieninteressierte. In in.tum.de, letzter Abruf: 10. Dezember 2014.

Bachelorstudiengang (6 Sem.): Informatik Informatik: Games Engineering Bioinformatik Wirtschaftsinformatik Information Engineering (Campus Heilbronn)

Masterstudiengang (4 Sem.): Informatik Informatik: Games Engineering Bioinformatik Automotive Software Engineering (auslaufend) Biomedical Computing Robotics, Cognition, Intelligence Wirtschaftsinformatik Computational Science and Engineering

Elite-Masterstudiengang (4 Sem.): Software Engineering Technology Management Computational Science and Engineering Finanz – und Informationsmanagement

Lehr- und Forschungseinheiten (Lehrstühle) Nach Stand vom September 2020 gibt es an der Fakultät 31 Lehrstühle: Lehrstühle an der Fakultät für Informatik. In: in.tum.de, abgerufen am 28. September 2020.

Lehrstühle Ordinarien Extraordinarien Assistenzprofessoren Honorarprofessoren I Angewandte Softwaretechnik Bernd Brügge, Pramod Bhatotia Stephan Jonas II Sprachen und Beschreibungsstrukturen in der Informatik Helmut Seidl III Datenbanksysteme Alfons Kemper Jana Giceva IV Software und Systems Engineering Alexander Pretschner Karl-Rudolf Moll, Ernst Denert, Heinz Schwärtzel V Wissenschaftliches Rechnen Hans-Joachim Bungartz Thomas Huckle, Michael Bader VI Echtzeitsysteme und Robotik Alois Knoll Darius Burschka Matthias Althoff Gerd Hirzinger VII Grundlagen der Softwarezuverlässigkeit und Theoretische Informatik Javier Esparza Jan Křetínský Thomas A. Runkler VIII Netzarchitekturen und Netzdienste Georg Carle IX Bildverarbeitung und Mustererkennung Daniel Cremers Carsten Steger X Rechnertechnik und Rechnerorganisation Arndt Bode, Martin Schulz Michael Gerndt XI Connected Mobility Jörg Ott Anne Brüggemann-Klein XII Bioinformatik Burkhard Rost XIII Anwendungs- und Middleware-Systeme Hans-Arno Jacobsen FXIII Betriebssysteme Uwe Baumgarten XIV Theoretische Informatik Susanne Albers Harald Räcke XV Graphik und Visualisierung Rüdiger Westermann Nils Thürey Matthias Niessner XVI Informatik-Anwendungen in der Medizin Nassir Navab Gudrun Klinker Björn Menze XVII Wirtschaftsinformatik Helmut Krcmar August-Wilhelm Scheer XVIII Wirtschaftsinformatik und Entscheidungstheorie Martin Bichler Felix Brandt XIX Software Engineering betrieblicher Informationssysteme Florian Matthes XX Sicherheit in der Informatik Claudia Eckert XXI Logik und Verifikation Tobias Nipkow Lawrence C. Paulson XXII Software Engineering Alexander Pretschner XXIII Sensorbasierte Robotersysteme und intelligente Assistenzsysteme Alin Albu-Schäffer XXIV Cyber Trust Jens Großklags XXV Data Science und Engineering Thomas Neumann XXVI Data Science und Machine Learning Stephan Günnemann XXVII Robotik und Systemintelligenz Sami Haddadin XXVIII Visual Computing Matthias Nießner XXIX Computational Molecular Medicine Julien Gagneur XXX Recht und Sicherheit in der Digitalisierung Dirk Heckmann Professur für Didaktik der Informatik Tilman Michaeli (Zweitmitgliedschaft) Professur für Didaktik der Informatik - Team. letzter Abruf: 27. Januar 2025TUM CIT Professuren letzter Abruf: 27. Januar 2025

MINGA Mentoring Programm Das MINGA (Mentoren für INcomings & Gaststudierende aus dem Ausland) ist ein Mentoring Programm der Fakultät, das ausländischen Studenten helfen soll, schneller an der TUM und in Deutschland Fuß zu fassen. Den teilnehmenden Gaststudenten werden TU Studenten als Mentoren zugewiesen, die ihnen in organisatorischen und praktischen Dingen zur Seite stehen sollen. Die TU Mentoren unterstützen dabei die ausländischen Studenten in ihrer Kurswahl, der Prüfungsanmeldung und anderen organisatorischen Belangen. Die Tätigkeit als MINGA Mentor bereitet die TU Studenten selbst auf ihren eigenen Auslandsaufenthalt vor und ist bei der Bewerbung für Mobilitätsprogramme der TUM (z. B. TUMexchange) besonders gerne gesehen.

Persönlichkeiten und Alumni

bekannte Professoren der Fakultät Alin Albu-Schäffer: Institutsdirektor des Instituts für Robotik und Mechatronik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Rudolf Bayer: Erfinder des B-Baumes Arndt Bode: ehem. Vorsitzender des Direktoriums des Leibniz-RechenzentrumsDieter Kranzlmüller neuer Leiter des Leibniz-Rechenzentrums. In: LRZ. 30. März 2017 Friedrich L. Bauer: Erfinder des Stapelspeichers und einiger Programmiersprachen, siehe ALGOL, Algol 58, Algol 60 Manfred Broy: emeritierter Ordinarius für Systems- und Software Engineering an der Fakultät, Leibniz-Preisträger und CDTM-Mitgründer und Aufsichtsratsmitglied Jürgen Eickel: emeritierter Ordinarius für Informatik II der TU München Anja Feldmann: ehem. Ordinaria für Netzwerkarchitekturen, Telematik, Telekooperation der Fakultät, Direktorin des Max-Planck-Instituts für InformatikBertram Somieski: Neue Direktorin am Max-Planck-Institut für Informatik. In: idw. 4. Oktober 2017