Unterbissingen ist ein Gemeindeteil von Bissingen im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau in Bayern. Der Ort wurde am 1. Juli 1971 in den Markt Bissingen eingemeindet. Er liegt 500 Meter südlich von Bissingen und südlich der Kessel an einem Talhang. Die höchste Höhe beträgt 435 Meter.
Geschichte Das Kirchdorf wird erstmals 1377 als „Niderpissingen“ und 1460 als „Underpissingen“ überliefert. Er ist wohl eine von Bissingen im Mittelalter angelegte Ausbausiedlung. Das Geschlecht der Unbereit saß im ausgehenden 14. Jahrhundert im Ort, in dem die Grafen von Oettingen ein eigenes Vogtamt besaßen. Dieses Vogtamt wurde Anfang des 19. Jahrhunderts in das Oberamt Bissingen eingegliedert.
Religion Unterbissingen gehörte immer zur Urpfarrei des mittleren Kesseltals, der Pfarrei Bissingen. Die Filialkirche St. Ulrich besitzt ein romanisches Langhaus aus dem 13. Jahrhundert und einen Chor aus dem 14./15. Jahrhundert.
Bevölkerungsentwicklung 1840: 347 Einwohner 1875: 273 Einwohner 1939: 256 Einwohner 1950: 353 Einwohner 1961: 278 Einwohner 1970: 271 Einwohner 1990: 229 Einwohner 2000: 234 Einwohner 2020: 229 Einwohner
Baudenkmäler
Persönlichkeiten Georg Danner, der Baumeister verstarb am 24. Dezember 1686 in Unterbissingen
Literatur Georg Wörishofer, Alfred Sigg, Reinhard H. Seitz: Städte, Märkte und Gemeinden. In: Der Landkreis Dillingen a. d. Donau in Geschichte und Gegenwart. Hrsg. vom Landkreis Dillingen an der Donau, 3., neu bearbeitete Auflage, Dillingen an der Donau 2005, S. 173–175.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Bissingen (Bayern) Kategorie:Ort im Landkreis Dillingen an der Donau Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Dillingen an der Donau) Kategorie:Ersterwähnung 1377 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)