Rothenfurth ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Großschirma im Landkreis Mittelsachsen.

Geografie Rothenfurth liegt etwa 6 Kilometer nördlich von Freiberg im Erzgebirge am östlichen Ufer der Freiberger Mulde. Durch den Ort verläuft die Staatsstraße 197 Großschirma–Halsbrücke. Direkt am anderen Ufer der Freiberger Mulde liegt Großschirma.

Nachbarorte von Rothenfurth sind Hohentanne im Norden, die zu Rothenfurth gehörige Siedlung Teichhäuser im Nordosten, Krummenhennersdorf im Osten, Halsbrücke im Südosten, Kleinwaltersdorf im Süden, Großschirma im Westen sowie Großvoigtsberg im Nordwesten.

Geschichte mini|Evangelische Kirche Rothenfurth Die erste belegte Ortsnamenform datiert von 1305 als Rodynphurde.Vgl. Die Kirche in Rothenfurth ist in ihrem Kernbestand vorreformatorisch. Ihre ursprüngliche Gestalt wird als spätromanischer, schmuckloser Bau mit kleinen Fenstern vermutet. Die Grundsteinlegung ist nicht urkundlich belegt, wird aber um das Jahr 1320 mit der Erweiterung der bergmännischen Aktivitäten in diesem Gebiet angenommen.Vgl. Bergkirche Rothenfurth auf kirchenbezirk-freiberg.de, abgerufen am 20. Dezember 2011 Im Zuge des Bergbaus entstanden südöstlich von Rothenfurth an der Freiberger Mulde die Fundgruben „Isaak“ und „St. Anna samt Altväter“, die zum Halsbrücker Revier innerhalb des Freiberger Bergreviers gehören.

August Schumann nennt 1822 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Rothenfurth betreffend u. a.:

Im Jahr 1849 erfolgte an der Kirche der Einbau großer Fenster sowie der Anbau einer Sakristei. Die erhaltene Glocke stammt von 1891 und die Jahn-Orgel von 1868. Im Zeitraum 1986 bis 1989 erfolgte eine umfassende Restauration des Kirchbaus.

Die Grundherrschaft über Rothenfurth lag ab 1551 nachweislich beim Rittergut Bieberstein. Rothenfurth gehörte bis 1836 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Meißen.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 46 f. Der Ort lag im äußersten Südwesten des Amts. Die Freiberger Mulde bildete die Grenze zum Kreisamt Freiberg, dem der am anderen Ufer gelegene Ort Großschirma angehörte. Ab 1836 gehörte Rothenfurth kurzzeitig zum Kreisamt Freiberg.Rothenfurth als Ort im Kreisamt Freiberg, Buch "Handbuch der Geographie", S. 638 1856 wurde Rothenfurth mit seinem Gemeindeteil Teichhäuser dem Gerichtsamt Freiberg und 1875 der Amtshauptmannschaft Freiberg angegliedert.

Am 1. Juli 1950 wurde Rothenfurth nach Großschirma eingemeindet. Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam Rothenfurth als Ortsteil von Großschirma im Jahr 1952 zum Kreis Freiberg im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der ab 1990 als sächsischer Landkreis Freiberg fortgeführt wurde und 2008 im Landkreis Mittelsachsen aufging.

Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl1551 24 besessene Mann, 16 Inwohner1764 18 besessene Mann, 5 Gärtner, 24 Häusler, 25 ½ Hufen1834 5931871 755 Jahr Einwohnerzahl1890 7591910 6041925 6061939 563 Jahr Einwohnerzahl1946 6872012 299 (Stand: Dezember 2012)

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Mittelsachsen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Mittelsachsen) Kategorie:Großschirma Kategorie:Ort an der Freiberger Mulde Kategorie:Waldhufendorf Kategorie:Gemeindeauflösung 1950 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Ort im Erzgebirge