Michael Diller (* 27. Januar 1950 in Arnstadt; † 23. Februar 1993 bei Zella-Mehlis) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben und Werk Diller absolvierte von 1966 bis 1968 eine Lehre als Schiffbauer. Von 1974 bis 1978 studierte er, u. a. bei Johannes Prusko und Gerenot Richter, Kunsterziehung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Anschluss an sein Studium arbeitete er zunächst kurze Zeit als Kunsterzieher. Er baute gemeinsam mit seinem Freund Hartmut Hornung in Berlin eine grafische Werkstatt für Radierungen und Lithografien auf arbeitete dort freiberuflich als Grafiker. Für seine Grafiken, die er selbst druckte, holte er sich Anregungen von den Arbeiten Horst Janssen. Inspiriert vom Werk Willem de Koonings begann er 1987 mit Malerei. Häufig übermalte er dabei seine eigenen Radierungen.

Diller war bis 1990 Mitglied des Verband Bildender Künstler der DDR. Er hatte eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. In der Zeit DDR war er u. a. 1982/1983 und 1987/1988 auf der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden und auf mehreren internationalen Grafik-Biennalen vertreten.

Diller starb an den Folgen eines Autounfalls zwischen Zella-Mehlis und Oberhof.

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Dillers (unvollständig)

Arnstadt: Schlossmuseum Arnstadt Berlin: Kupferstichkabinett Berlin: Berlinische Galerie Berlin: Stiftung Stadtmuseum Dresden: Kupferstichkabinett Zeitz: Museum Schloss Moritzburghttps://nat.museum-digital.de/object/4416

Ehrungen 1983 Förderpreis und 1985 Preis im Wettbewerb 100 ausgewählte Grafiken

Rezeption

Werkbeispiele Siehe auch Bildindex der Kunst & Architektur - Startseite Bildindex

Tafelbilder

Zwei Bacchanten (1988, Öl auf Leinwand) Judith (1989, Öl auf Papier)

Druckgrafik

Die hohen Sprünge des Sergej W. (1981, Radierung, 32 × 29 cm)Bildende Kunst, Berlin, 11/1982, S. 531 (Abbildung) Disko (1981, Radierung, 22 × 29,5 cm; Auftragsarbeit der Zeitung Junge Welt für deren Graphik-Edition) Alles für die Katz (1982, Radierung, 50 × 65 cm; auf der IX. Kunstausstellung der DDR) Mit der Geige steht man so (1982, Radierung, 25 × 21 cm) Sitzriese (1987; Radierung, 64 × 49 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR)

Buchillustrationen

Bonaventura: Nachtwachen. Reclam-Verlag, Leipzig, 1991. ISBN 3-379-00688-2 (mit Reproduktionen von 16 Radierungen)

Einzelausstellungen (unvollständig) 1980, 1981, 1982, 1985, 1994; Galerie am Prater, Berlin 1982 und 1989: Galerie erph Erfurt 1983: Greifengalerie, Greifswald 1984/1985: Dresden, Galerie Comenius 1985: Prag, Galeria Fronta (mit Hartmut Hornung) 1985 und 1986: Galerie im Alten Museum, Berlin 1989: Galerie Steinbrecher, Bremen 1990: Inselgalerie, Berlin 1990: Städtische Galerie Peter Breuer, Zwickau postum 1995: Galerie Berlin, Berlin

Literatur

Matthias Flügge: Dillers traumatische Dossiers. In: Bildende Kunst, Berlin, 7/1982, S. 43–45

Petra Roesner: Michael Diller. In: Bildende Kunst, Berlin, 1982, S. 531/532

1995 Michael Diller. Malerei und Grafik. Katalog anlässlich der Ausstellung in der Galerie Berlin vom 15. März bis 22. April 1995 in der Galerie Berlin, Reison Verlag, Berlin Diller, Michael. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 154

Weblinks

Bildindex der Kunst und Architektur: Michael Diller

Einzelnachweise

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