Petrus auf dem Meer ist eines der beiden großen religiösen Gemälde des deutschen Malers Philipp Otto Runge; es wird in der Kunsthalle Hamburg ausgestellt.

Veranlassung Der ehemalige Lehrer Runges in Wolgast, Ludwig Gotthard Kosegarten, hatte als Pastor von Altenkirchen auf Rügen Anfang des 19. Jahrhunderts begonnen, für die Heringsfischer Strandpredigten zu halten. Im Juli 1805 plante Kosegarten den Bau einer Kapelle, um diese Predigten wetterunabhängig halten zu können, und beauftragte Runge mit der Anfertigung eines Altarbildes.

Anfang Dezember 1806 erläuterte Runge Goethe seine Bildidee für diesen Auftrag:

Da der Auftrag Kosegartens aus Geldmangel später wieder zurückgezogen wurde, ist das Bild unvollendet geblieben.

Beschreibung Das Motiv der „Jesus und der sinkende Petrus auf dem See“ geht auf zurück.

Runge stellt die Szene auf dem See Genezareth in tiefdunkler Nacht dar. Die linke Bildhälfte zeigt das Boot der Jünger in stürmischer See mit flatterndem Segel. Christus steht auf dem Wasser. Die Fläche hinter ihm ist glatt und zeichnet so den Weg, den er gekommen ist. Christus ergreift den sinkenden Petrus und zieht ihn zu sich empor.

Trivia Eine vom Stralsunder Maler Erich Kliefert gefertigte Kopie des Bildes hängt in der Vitter Kapelle in Vitt auf Rügen, die zweite befindet sich in der Pfarrkirche Altenkirchen.Norbert Buske: Die Kirche in Altenkirchen und die Kapelle in Vitt. Evangelische Verlagsanstalt, Berlin 1988, ISBN 3-374-00524-1, S. 62.

Literatur Frank Büttner: Philipp Otto Runge (Beck’sche Reihe; Bd. 2507). Beck Verlag, München 2010, ISBN 978-3-406-60092-0.

Einzelnachweise

Kategorie:Gemälde (19. Jahrhundert) Kategorie:Gemälde von Philipp Otto Runge Kategorie:Historiengemälde (Neues Testament) Kategorie:Stoffe und Motive (Neues Testament) Kategorie:Gemälde der Hamburger Kunsthalle Kategorie:Werk über Simon Petrus Kategorie:Gruppenbildnis