(plattdeutsch Rübk) ist ein Teil der Einheitsgemeinde Neu Wulmstorf im Landkreis Harburg im nordöstlichen Niedersachsen in der Metropolregion Hamburg und hat ca. 600 Einwohner. mini|275px|Ehemalige Feuerwehr Rübke

Geographie Lage Rübke liegt an der Südgrenze der Dritten Meile des Alten Land und besteht im Wesentlichen aus den beiden Straßenzügen Nincoper Deich und Buxtehuder Straße.

Naturräumliche Zuordnung Rübke liegt im äußersten Südosten des Naturraums Das Alte Land (Nr. 670.02), der zur Haupteinheit Harburger Elbmarschen (670) und der Haupteinheitengruppe Untere Elbeniederung (Elbmarsch) (67) gehört. Direkt südlich schließen sich die Harburger Berge im Naturraum Schwarze Berge (640.00) in der Untereinheit Wilseder Endmoränen (640.0) an, die zur Haupteinheit Hohe Heide (640) und der Haupteinheitengruppe Lüneburger Heide (64) gehören.

Nachbargemeinden Im Süden grenzt Rübke in der Gemeinde Neu Wulmstorf an den Ortsteil Neu Wulmstorf, im Westen an Buxtehude, im Norden und Osten an Hamburg.

Geschichte

Als Teil der drei Meilen des selbstverwalteten Alten Land gehörte Rübke bis zum 1. August 1932 zum preußischen Kreis Jork, bevor es bei dessen Auflösung in den Landkreis Harburg überging.Preußisches Staatsministerium, § 66, Verordnung über die Neugliederung von Landkreisen, vom 1. August 1932 Preußische Gesetzessammlung, Berlin 1932; Nr. 43, R. von Deckers Verlag, G. Schenk, 1932, Seiten 255–273 Bei der Sturmflut 1962 war Rübke durch Überflutungen, in Folge großer Deichbrüche im Bereich Süderelbe zwischen Neuenfelde und Harburg betroffen.

Eingemeindungen Rübke ging im Zuge der Gründung der Einheitsgemeinde Neu Wulmstorf am 1. Juli 1972 in Neu Wulmstorf auf.NI GVBl., 23. Juni 1972, Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Harburg, Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt 1972, (Nr. 30, S. 320–322)Die Geschichte von Neu Wulmstorf

Einwohnerentwicklung

Während der Franzosenzeit zählte Rüpke 387 Einwohner und gehörte im Mairie Estebrügge und Moorende-Ostseite zum Département des Bouches de l’Elbe.A. F. L. Lasius: Der Französische Kaiser-Staat unter der Regierung des Kaisers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 57 (online).

Am 1. Dezember 1910 zählte Rübke 353 Einwohner.

Jahr 1812 1910 1925 1933 1939 2015 2016Einwohnerzahl387353397399350550583

Politik Uwe Klindtworth ist seit November 2011 Ortsvorsteher von Rübke.

Verkehr Rübke liegt nördlich des seit 5. September 2013 im Bau befindlichen dritten Bauabschnitts der Bundesautobahn 26, der Eisenbahnstrecke Hamburg-Harburg–Cuxhaven (Niederelbebahn) mit einem Haltepunkt der Hamburger S-Bahn (S3 Stade-Pinneberg) und der Bundesstraße 73.

mini|275px Im Rahmen der Planung A26 gab es erhebliche Konflikte im Zusammenhang mit dem Streckenverlauf am südlichen Ortsrand. Durch die direkt angrenzenden Naturschutzgebiete Moorgürtel und „Moore bei Buxtehude“ wurde ein sehr ortsnaher Streckenverlauf gewählt, welches auf Widerstand bei den Anwohnern trifft. Der Bauabschnitt wurde im Januar 2023 fertiggestellt. Da eine Abfahrt Richtung Rübke nicht möglich ist, hat sich eine erhebliche Verkehrsbelastung nicht bestätigt. Zusätzlich wurde im Nincoper Deich eine permanente 30er-Zone eingerichtet. Der Anschluss an die Bundesautobahn 7 durch das Hamburger Staatsgebiet ist 2028 geplant und die A26 endet vorerst hier, der letzte Abschnitt befindet sich in Bau und ist bereits auf Luftbildkarten deutlich zu erkennen. Ein bereits fertiggestelltes erstes Teilstück der Bundesstraße 3n verbindet dann die A26 mit der B73 westlich von Neu Wulmstorf.

Natur Rübke befindet sich inmitten einiger besonderer Naherholungsgebiete und Naturschutzgebiete: Altes Land Harburger Berge NSG Moorgürtel NSG Moore bei Buxtehude (ein EU-Vogelschutzgebiet) NSG Fischbeker Heide LSG Buxtehuder Geestrand

Weblinks

Ziegelmosaik am Haus Nr.5, Rübke

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Harburg Kategorie:Geographie (Neu Wulmstorf) Kategorie:Altes Land Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Harburg) Kategorie:Gemeindeauflösung 1972