Der Bahnhof Dresden-Altstadt ist ein Betriebsbahnhof in den Dresdner Stadtbezirken Altstadt und Plauen.
Geschichte Der Bahnhof entstand in den 1860er Jahren mit der Verlegung des Ausgangspunktes der Albertsbahn Dresden–Freiberg vom Albertsbahnhof auf den Böhmischen Bahnhof, den späteren Hauptbahnhof.
Die Gleisanlagen des Bahnhofes Dresden-Altstadt wurden bereits in den Anfangsjahren seines Bestehens in einen Güterbahnhof auf der nordwestlichen und einen Abstellbahnhof auf der südöstlichen Seite eingeteilt, während Dresden Hauptbahnhof bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Dresden-Altstadt Personenbahnhof oder auch Dresden-Altstadt Hauptbahnhof bezeichnet wurde.
Die Bahnstrecke Dresden–Werdau bestand von 1898 bis 1946 zwischen Dresden Hbf und Dresden-Altstadt aus vier Streckengleisen, sodass in den Abstellbahnhof sowohl aus Richtung Dresden Hbf als auch aus Richtung Dresden-Friedrichstadt kreuzungsfrei eingefahren werden konnte. Das Kreuzungsbauwerk, unter dem die Reisezuggleise hindurch geführt wurden, befand sich auf Höhe des heutigen Stellwerks B1 und wurde erst 2002 verfüllt.
Der Bahnhof Dresden-Altstadt ist heute betrieblich ein Bahnhofsteil des Bahnhofs Dresden, dem außerdem die Bahnhofsteile Dresden Hbf, Dresden Freiberger Straße, Dresden Freiberger Straße Bstg, Dresden Mitte, Dresden-Neustadt und Dresden-Neustadt Gbf angehören.
Lage Der Bahnhof Dresden-Altstadt befindet sich linkselbisch, etwa zwei Kilometer südwestlich des Dresdner Stadtzentrums. Die nördlichen Gleisanlagen bis zur Nossener Brücke befinden sich im Stadtbezirk Altstadt, die südlichen Anlagen sowie das ehemalige Bahnbetriebswerk und die Fahrzeugwerkstatt von DB Regio im Stadtbezirk Plauen mit dem Stadtteil Südvorstadt-West.
Anlagen Aufbau Alle sieben Hauptgleise des Güterbahnhofes sowie die Einmündung der ehemaligen Streckengleise der Elbezweigbahn sind elektrifiziert. Außerdem verfügt er über eine Vielzahl weiterer Nebengleise, die früher vornehmlich als Ladegleise betrieben wurden und heute überwiegend zur nächtlichen Abstellung von Reisezügen genutzt werden.
mini|Rangierlok der DB-Baureihe V 60 rangiert im Abstellbahnhof einen Reisezug aus Ústí nad Labem (2026) Der Abstellbahnhof umfasst 22 Abstellgleise, davon sieben elektrifizierte. Zahlreiche weitere Gleise erschlossen die ehemalige Bahnpostanlage sowie das Bahnbetriebswagenwerk. Dem Abstellbahnhof schließt sich südlich das ehemalige Bahnbetriebswerk Dresden-Altstadt an.
In den Abstellbahnhof kann aus Richtung Dresden Hbf sowie aus Richtung Dresden-Friedrichstadt auch als Zugfahrt eingefahren werden. Über die Streckengleise der Bahnstrecke Dresden–Werdau sowie ein weiteres Haupt- und ein Nebengleis kann der Abstellbahnhof aus sämtlichen Gleisen der Nord-, Süd- sowie der Mittelhalle des Hauptbahnhofes erreicht werden.
Stellwerke Im Bahnhof Dresden-Altstadt sind heute vier Stellwerke in Betrieb: die Befehlsstellwerke B1 und B3 sowie die Rangierstellwerke R2 im Güterbahnhof und R4 im Abstellbahnhof. Vormals existierten zudem eine Vielzahl von Weichenposten.
Die Stellwerke R2 und B3 sind Gleisbildstellwerke, das Stellwerk B1 ist ein elektromechanisches Stellwerk. Stellwerk R4 ist ein elektronisches Stellwerk, das mit dem Bau der neuen Fahrzeugwerkstatt in Betrieb genommen wurde. Im nördlichen Bahnhofskopf befindet sich außerdem die Unterzentrale des elektronischen Stellwerks für den Bahnhof Dresden.
Bahnbetriebswerk
Anfang des 20. Jahrhunderts umfasste das Bahnbetriebswerk vier Ringlokschuppen, eine Lokomotivwerkstatt mit Schiebebühne sowie einen Hochbehälter zur Wasserversorgung.
Der verbliebene Teil der Anlagen wird heute als „Eisenbahnmuseum Bw Dresden-Altstadt“ sowie als Fahrzeugdepot des Dresdner Verkehrsmuseums betrieben.
Fahrzeugwerkstatt Die 2007 in Betrieb genommene Fahrzeugwerkstatt von DB Regio Südost schließt sich südlich der Nossener Brücke dem Abstellbahnhof an. Für den Neubau musste ein Teil des bestehenden Bahnbetriebswerkes abgerissen werden. Sie umfasst eine zweigleisige Wartungshalle und sowie eine elektrisch befahrbare Halle mit einer Außenreinigungsanlage.
Weblinks
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Einzelnachweise
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