mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Marienfelde

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Marienfelde ist eine Übersicht der in dem Berliner Ortsteil Marienfelde im Bezirk Tempelhof-Schöneberg historisch oder gegenwärtig vorhandenen Straßen und Plätze. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung eine der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick mini|Straßensystem in und um Marienfelde (um 1890)

Marienfelde hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 12277, 12279, 12249. Der Ortsteil hat laut amtlichem Straßenverzeichnis 114 gewidmete Straßen. Das öffentliche Straßennetz im Ortsteil beträgt 52,9 Kilometer, dabei bleiben allerdings Wege in Kolonien und Privatstraßen unbeachtet.

Durch den Ortsteil führt die Bundesstraße 101 entlang der Großbeerenstraße (von Kreuzberg kommend) und der Marienfelder Allee. Das Hauptstraßensystem wird durch die Malteser Straße von Lankwitz her und den Straßenzug Säntisstraße und Motzener Straße über den Buckower Damm hinweg, sowie Daimlerstraße und Richard-Tauber-Damm mit Anschluss an den Buckower Damm ergänzt. Vervollständigt wird das System der Hauptstraßen durch den Ost-West-Straßenzug Hildburghauser Straße, Nahmitzer Damm und Buckower Chaussee, der als südliche Rand- und Umgehungsstraße nach dem Mauerbau an Bedeutung gewann und als Verbindung zwischen B 96 und Zehlendorf ausgebaut wurde. Nach der Wende wurde die Marienfelder Allee als B 101 mit zwei zweispurigen Fahrbahnen ausgebaut als Verbindung ins südliche Brandenburg. Dabei steht die B 101 nach ihrem Ausbau in den 2010er Jahren auch als Autobahnzubringer zum Berliner Ring zur Verfügung. Die Marienfelder Allee als Chaussee nach Großbeeren war bis zur Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 als Kreis-Chaussee eingestuft.Fotos und Dokumente Abbildungen mit Texten zum Bau und Ausbau der Kreis-Chaussee Arbeitskreis Historisches Marienfelde Ihre Bedeutung bestand schon 1865 darin die Berlin-Cottbuser mit der Potsdam-Großbeerener Staatsstraße zu verbinden.Chaussee=Einnahme=Verpachtung 1865 – Arbeitskreis Historisches Marienfelde In mehreren Marienfelder Straßennamen steht „Damm“ für besondere Maßnahmen, um im feuchten Gelände Straßen zu führen.Teltower Kreisblatt vom 7. Februar 1866 Nach der Villenkolonie in der Nähe des Bahnhofs Marienfelde werden um 1934 die Straßen der Stadtrandsiedlung im Süden um die Marienfelder Allee bebaut.Richtfest in der Stadtrandsiedlung II und III Marienfelde Zeitleiste – Arbeitskreis Historisches Marienfelde

Die einzige in Marienfelde verkehrende Strecke der Straßenbahn führte im äußersten Nordosten durch die Großbeerenstraße und Daimlerstraße. Sie wurde am 19. November 1925 in Betrieb genommen und zunächst von der aus Niederschönhausen kommenden Linie 199 bedient. Ab 1938 ergänzte die Linie 15 in Richtung Neukölln das Angebot. Am 1. Juli 1966 wurde die Strecke eingestellt. Die Oberleitungsbus-Linie A32 fuhr von 1935 bis 1965 von Steglitz über Malteserstraße und Marienfelder Allee bis zum Bahnhof Marienfelde.

Im Ortsteil setzen sich vergleichsweise viele Straßen über die Ortsteilgrenze fort. Auch die Schaffung von Trabantenvierteln und geänderte Straßenführungen brachten eine Umbenennung oder die Entstehung von Stichstraßen als Straßenenden mit sich. So kreuzen sich die Malteserstraße und die Marienfelder Allee nicht direkt, sondern enden als Sackgassen während die Kreuzung etwas westlicher zwischen der Hildburghauser und der Friedenfelser Straße erfolgt und die Straße 427 die Marienfelder Allee dorthin führt.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAhrensdorfer Straße () 340 Ahrensdorf, Ort im Kreis Teltow-Fläming Die Straße liegt zwischen Tirschenreuther Ring und Marienfelder Allee (zu der sie nicht durchführt). Vor 1914 als Osdorfer Weg bis zur Stadtgrenze ausgewiesen wurde am 1. April 1971 der westliche Teil mit der Straße 426 zur Waldsassener Straße umbenannt und der mittlere Teil in Pfabener Weg. Von da (Wiesauer Straße) zum verbliebenen Teil liegt ein Park mit Sportstätten. Am 1. Oktober 1973 wurde die Straße 460 in die Ahrensdorfer Straße einbezogen. 140px|Ahrensdorfer StraßeAlbanstraße () 390 Ernst Alban (1791–1856), Mediziner und Ingenieur Die Straße liegt zwischen Wehnert- und Säntisstraße südlich der Bahntrasse in Verlängerung der Bahnstraße. 140px|AlbanstraßeAlt-Marienfelde () 660 Der alte Ortskern von Marienfelde Die historische Dorfstraße des Angerdorfs um die 1220 erbaute (älteste Berliner) Dorfkirche wurde wie in anderen Ortsteilen mit dem Vorsatz „Alt-“ umbenannt.Postkartenserie mit historischen Aufnahmen von der Dorfstraße/Alt-Marienfelde Arbeitskreis Historisches Marienfelde Der Ortskern um Alt-Marienfelde steht als Gebäudeensemble unter Denkmalschutz. Denkmaldatenbank Berlin 140px|Alt-Marienfelde: Gutshaus 140px|Alt-Marienfelde Haus 37Am Horstenstein () 290 Horstenstein: Pfarracker und Vorwerk in Marienfelde Horstenstein wurde erstmals 1839 als Vorwerk des von Beyer erwähnt und gehörte zum Gut Marienfelde. Im Jahr 1858 lebten dort 15 Personen, 1861 gab es zwei Wohn- und zwei Wirtschaftsgebäude. Die Horstensteiner Straße war die Straße zwischen Vorwerk und Gut. Die jetzige Straße, vorher als Straße 300 eingerichtet, liegt zwischen Tullaweg und Wehnertstraße. 140px|Am HorstensteinAn den Klostergärten () 270 Nach den Gärten des Klosters „Vom Guten Hirten“ Ein Fahrweg der südlich vom Hanielweg abgeht und weiter als Fußweg zur Malteser Straße. 140px|An den KlostergärtenAn der Dorfkirche () 140 Nach der Dorfkirche auf dem Dorfanger Die Kirchstraße wurde durch den Bau des Sportplatzes getrennt, so wurde der südliche Teil, eine Stichstraße ab Alt-Marienfelde, neu benannt. 140px|An der DorfkircheAn der Heilandsweide () 770 nach der Silberweide Private Website und ihrer Sage Die Silberweide am Feldweg nach HorstensteinBild der Heilandsweide 1935 Marienfelde Zeitleiste – Arbeitskreis Historisches MarienfeldeBild der Heilandsweide 1950 Marienfelde Zeitleiste – Arbeitskreis Historisches Marienfelde war morsch und 1952 wurde ein neuer Baum gepflanzt. Die Straße liegt zwischen Marienfelder Allee und Greulichstraße, ein Fuß- und Radweg gleichen Namens führt weiter zur Wehnertstraße. 140px|An der HeilandsweideBahnstraße () 540 Bahnhof Marienfelde seit 1875 bis 1903 Die Straße verläuft südlich der Bahntrasse zwischen Marienfelder Allee und Wehnertstraße. Eine Gedenktafel erinnert an den Geschwindigkeitsweltrekord im Rahmen von Drehstrom-Schnellfahrversuchen der Studiengesellschaft für Elektrische Schnellbahnen (ST.E.S.) am 28. Oktober 1903. 140px|Bahnstraße 140px|Bahnstraße 6: Gedenktafel zum EisenbahnweltrekordBarlachweg () 100 Ernst Barlach (1870–1938), Bildhauer und Grafiker Als Straße 423 eingerichtet ist es eine Stichstraße zwischen Tullaweg und dem anliegenden Sportplatz. 140px|BarlachwegBaußnernweg () 260 Waldemar Edler von Baußnern (1866–1931), Komponist Als Straße 109 eingerichtet liegt er zwischen Kronstädter Weg und Marienfelder Chaussee. Sie kreuzt den Manntzgraben. 140px|BaußnernwegBelßstraße () 440(im Ortsteil) Frank Belß (1841–1919), Marienfelder Kommunalpolitiker Die Straße liegt zwischen der Marienfelder Allee / Bahnstraße und der Malteser Straße in Lankwitz. Die Ortsteilgrenze liegt an der Ostseite der Friedrichrodaer Straße. Die Gesamtanlage der Siedlung Mariengarten steht als Gebäudeensemble unter Denkmalschutz. Denkmaldatenbank Berlin An der Ecke zur Marienfelder Allee erinnert ein Gedenkstein an den jüdischen Mediziner Moritz Jacobsohn 140x140px|Belßstraße

140x140px|Belßstraße 1 – Gedenktafel für Moritz JacobsohnBenzstraße () 550 Carl Benz (1844–1929), Ingenieur und Autopionier Eine unbenannte Stichstraße von der Daimlerstraße parallel zum Martiusweg wurde bei der Widmung benannt. Bei Umbauten nördlich der Säntisstraße änderte sich die Trasse und am 13. Februar 1957 wurde die Industriestraße sowie eine neu gebaute Straße in die Benzstraße einbezogen. Sie liegt zwischen dem Gewerbe am Bahndamm und der Daimlerstraße. 140px|BenzstraßeBeyrodtstraße () 780 Otto Beyrodt (1870–1923), KommunalpolitikerGärtnerei Beyrodt Arbeitskreis Historisches Marienfelde In die vorherige Straße 172 wurde am 4. August 1930 ein weiterer Teil einbezogen, sie liegt zwischen Emilienstraße und Hanielweg. 140px|BeyrodtstraßeBistritzer Pfad () 140 Bistritz, Stadt in Siebenbürgen (Rumänien) Als Straße 108 eingerichtet liegt sie als Stichstraße beidseits vom Klausenburger Pfad, südlich bis an die Stadtgrenze (Mauerweg) nach Norden setzt sich der Manntzgraben fort. 140px|Bistritzer PfadBleichertstraße () 410 Adolf Bleichert (1845–1901), Unternehmer der größten Seilbahnfabrik Die Straße 42 und Straße 43 wurden umbenannt, am 1. Februar 1968 wurde die Straße 443 und der Teil der Kaiserallee bis zur Kirchstraße einbezogen. Die Straße liegt zwischen Hranitzky- und Kirchstraße. Das Haus 35 stammt vom Architekten Möhring.Villa Horstenstein Marienfelde Zeitleiste – Arbeitskreis Historisches Marienfelde 140px|BleichertstraßeBlohmstraße () 80(im Ortsteil) Hermann Blohm (1848–1930), Mitbegründer von Blohm + Voss Zu Marienfelde gehört nur ein kurzer Abschnitt westlich der Egestorffstraße, der als Wanderweg weiter führt. Der weitaus größte Teil der Straße liegt zwischen der Egestorffstraße und dem Erich-Hermann-Platz in Lichtenrade, wo die dortige Viktoriastraße 1957 einbezogen wurde. 140px|BlohmstraßeBrandaustraße () 450 Karl Brandau (1849–1917), Eisenbahn-Bauingenieur Die vorherige Straße 9 liegt zwischen Daimler- und Säntisstraße. 140px|BrandaustraßeBruno-Möhring-Straße () 340 Bruno Möhring (1863–1929), Architekt und Designer des Jugendstils Vor 1904 als Parallelstraße benannt liegt sie zwischen Belßstraße und Hranitzkystraße. 140px|Bruno-Möhring-StraßeBuckower Chaussee () 680(im Ortsteil) Verbindungsweg zum Nachbarort Buckow Der historische Weg nach Buckow liegt zwischen Alt-Marienfelde/Säntisstraße und Grenze zu Lichtenrade, er führt weiter bis zum Lichtenrader Damm und als Marienfelder Chaussee bis Buckow. 140px|Buckower Chaussee: S-Bahnhof südlich der StraßenquerungCulemeyerstraße () 120 Johann Culemeyer, (1883–1951), Ingenieur, bekannt durch das Schwerlaststraßenfahrzeug seines Namens Die Culemeyerstraße war eine Privatstraße des öffentlichen Verkehrs zum Güterbahnhof Marienfelde. Auf Vorschlag des Reichsbahnvermögensamtes erfolgte die Benennung und wurde am 4. November 1976 bekanntgegeben. Sie ist eine Stichstraße westlich vom Richard-Tauber-Damm. 140px|CulemeyerstraßeDaimlerstraße () 810(im Ortsteil) Gottlieb Daimler (1834–1900), Konstrukteur und Unternehmer Die Straße liegt zwischen Säntis- und Großbeerenstraße, im östlichen Teil gehört die Nordseite nicht zum Ortsteil. Als Straße 130 angelegt führte sie 1929 bis zur Säntisstraße und 1938 bis zur Kettinger Straße und war zwischen 1929 und 1935 einbezogen worden. Am 1. Juli 1977 wurde nach einer Trassenänderung der Mariendorfer Teil zwischen Grimmingweg und Kettinger Straße in Föttinger Zeile umbenannt. Baudenkmal: Maschinenfabrik Fritz-Werner-Werk. Denkmaldatenbank Berlin Durch die westliche Daimlerstraße fuhr bis 1966 die einzige in Marienfelde verkehrende Straßenbahnlinie. Die ehemalige Wendeschleife an der Ecke Birnhornweg wurde zur Nutzung durch Busse asphaltiert, ihre Lage ist noch heute im Stadtbild zu erkennen. 140px|Daimlerstraße: Zentrale von Reichelt140px|Straßenbahnzug der Linie 15 in der Daimlerstraße, zwei Wochen vor der Einstellung, 1966Diedersdorfer Weg () 1490 Diedersdorf, Ort im Landkreis Teltow-Fläming (Brandenburg) Der Diedersdorfer Weg wurde zwischen 1929 und 1930 benannt und liegt zwischen Marienfelder Allee und den Tilkeroder Weg bis an die Stadtgrenze östlich um die Stadtrandsiedlung Marienfelde. 140px|Diedersdorfer WegDomagkstraße () 250 Gerhard Domagk (1895–1964) Bakteriologe und Medizin-Nobelpreisträger im Jahr 1939 Die vorherige Straße 406 liegt zwischen Marienfelder Allee und Kirchstraße. 140px|DomagkstraßeDr.-Jacobsohn-Promenade