mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Mariendorf mini|hochkant=1.5|Straßensituation in Mariendorf, 1901
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Mariendorf ist eine Übersicht der in dem Berliner Ortsteil Mariendorf im Bezirk Tempelhof-Schöneberg historisch oder gegenwärtig vorhandenen Straßen und Plätze. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung eine der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick Mariendorf hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 12105, 12107 und 12109. Der Ortsteil hat laut amtlichem Straßenverzeichnis 145 gewidmete Straßen mit einer Gesamtlänge von 67,5 Kilometern, dabei bleiben Wege in Kolonien und Privatstraßen unbeachtet. Die gesamte Fläche im Bezirk Tempelhof-Schöneberg – in allen sechs Ortsteilen – beträgt 5305 Hektar, darunter Verkehrsfläche 1038 Hektar und davon Straßenverkehr 837 Hektar (Stand: 31. Dezember 2016).Zahlen und Fakten
Durch den Ortsteil verlaufen die Bundesstraßen B 96 (Sassnitz – Zittau) und B 101 (Berlin – Aue). Dabei zweigt die nach Großbeeren führende (bis 1920) Teltower Kreis-Chaussee (ab 1932 als Fernverkehrsstraße 101) in Mariendorf von der B 96 (Tempelhof – Lichtenrade) ab. Die Autobahnanschlussstelle Gradestraße führt über die A 102 zur Stadtautobahn und liegt im äußersten Nordosten von Mariendorf.
Die Abfolge der Benennungen der Straßen gibt einen Eindruck von der Besiedlungsfolge im Ortsteil. Neben dem historischen Ortskern um Alt-Mariendorf existierten um 1900 bereits Landstraßen und Ortsverbindungen sowie die zwei Chausseen im Ort. Die erste Namensgebung am 10. Juni 1907 führte zu dem mitunter als „Fürstenviertel“ bezeichneten Gebiet nördlich der alten Siedlung (westlich des Mariendorfer Damms) bis an den gerade entstandenen Teltowkanal. Die Straßennamen sind von Nord nach Süd (von der Markgrafen-, Kurfürsten-, König-, Kaiser- zur Prinzenstraße) im Sinne der Entwicklung der brandenburgischen und preußischen Herrschertitel vergeben. Neben der Kaisertreue wurden so auch ländliche Namen (wie Wiesen-, Feld- und Ackerweg) beseitigt.
Der Teltowkanal brachte die von Tempelhof und Rixdorf (seit 1912: Neukölln) fortschreitende Ansiedlung von Industrie und Gewerbe. Neben den Straßenbenennungen nach Industriellen im Industrie- und Gewerbegebiet entlang der Ring- und Lankwitzer Straße am 23. Mai 1925 ist die Monopolstraße zu nennen. Die hier von 1922 bis 1924 entstandene Monopol-Siedlung sollte die Ansiedlung von Arbeitskräften für die neuen Unternehmen nach der Zeit der Inflation begünstigen.
Am 4. August 1930 wurde eine größere Zahl von zunächst nur mit Nummern bezeichneten Straßen und Wegen im Bereich der Siedlung Daheim nach Alpengipfeln, Gebirgsmassiven und Pässen benannt. Besonders zu nennen sind die Tauernallee und die Furkastraße, sie erschließen das östlich des später so genannten Mariendorfer Damms und südlich der Britzer Straße liegende Gebiet. Ebenfalls am 4. August 1930 wurden die Straßen im Bereich der Säntisstraße westlich des Mariendorfer Damms nach Landmarken in den Alpen benannt.
1931 folgten weitere Namensgebungen nördlich der Britzer Straße, hier nach Orten der Türkei und anschließend – östlich der Rixdorfer Straße – dienten römische Persönlichkeiten als Namensgeber. Nördlich weitergehend bis an die Ullsteinstraße entstanden Kleingartenanlagen mit ihren eigenen Wegebezeichnungen, die nicht als Straßen gelten. Im gesamten östlichen Siedlungsgebiet (bezogen auf den Mariendorfer Damm) stehen vorwiegend Einfamilienhäuser und Doppelhäuser, bei späteren Bebauungsverdichtungen auch Mehrfamilienhäuser. Spätere Namensgebungen von ehemaligen Plannummernstraßen ordnen sich in die Themen der Viertel ein. Westlich der längslaufenden Chausseestraße am alten Ortskern hin wurden vorwiegend Mariendorfer Kommunalpolitiker und andere Persönlichkeiten mit Straßennamen geehrt.
Während der NS-Diktatur wurde 1935 die nach dem deutsch-jüdischen Verlagsgründer Leopold Ullstein benannte Straße in Zastrowstraße umbenannt, die jedoch ihren ursprünglichen Namen im Jahr 1949 zurückerhielt. Nach dem Westfeldzug und der Besetzung Frankreichs im Jahr 1940 wurden rund um den Westphalweg Straßen nach Orten im Elsass (einschließlich im Aachener Gebiet) benannt.
Ebenfalls ein Zeitbeleg ist die 1977 eingerichtete Föttingerzeile auf dem Straßenzug der Daimlerstraße nach der Errichtung von Neubauten quer in Straßenverläufe hinein, wie dies in den 1970er Jahren üblich war.
Im Lesachtal und Lienzer Pfad sind die jüngsten Straßen aus dem Jahr 1999, von denen aus eine Freifläche östlich vom Mariendorfer Damm mit Wohnhäusern bebaut wird. Hier liegt der Zeitbezug in der Wahl des österreichischen Lesachtals zur „Landschaft des Jahres 1995–1996“.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAlbulaweg ()450Albulapass, Alpenpass in der Schweizalign=right Der Weg wurde als Straße 144 nach dem Bebauungsplan eingerichtet. Er liegt zwischen Tauernallee und Ankogelweg.140px|AlbulawegAllgäuer Weg ()160Allgäu, Landschaft des Alpenvorlandesalign=right Als Straße 210 eingerichtet, liegt der Weg zwischen Grüntenstraße und Floningweg. 140px|Berlin-Mariendorf Allgäuer WegAlmweg ()80Alm, hochgelegene Bergweidealign=right Als Straße 486 eingerichtet, ist der Almweg eine Stichstraße nördlich vom Hochkalterweg.140px|AlmwegAltes Gaswerk Mariendorf ()890ehemaliges Gaswerk Mariendorfalign=right Als ehemalige Privatstraße ist sie eine Verbindung zwischen Ringstraße und Lankwitzer Straße.140pxAlt-Mariendorf ()950der alte Dorfkern von Mariendorfalign=right Die ursprüngliche Dorfstraße des Angerdorfes ist der westwärts führende nördliche Ast der B 101 und wird in östlicher Richtung durch die Friedenstraße ergänzt. Sie ist eine zweispurige Durchgangsstraße und als Einbahnstraße angelegt. Alt-Mariendorf liegt beidseits des Mariendorfer Damms zwischen Britzer / Rixdorfer / Reißeckstraße und Großbeeren-/ Rathausstraße. Die Dorflage Alt-Mariendorf / Friedenstraße / Mariendorfer Damm steht als Ensemble in der Denkmalsliste.140px|Alt-Mariendorf 43: Heimatmuseum Tempelhof 140px|Alt-Mariendorf 41Am Heidefriedhof ()170 Heidefriedhof TempelhofHeidefriedhof bei Senatsverwaltungalign=right Die Straße liegt zwischen Alt-Mariendorf und Reißeckstraße. Der Heidefriedhof befindet sich am südlichen Ende, er wurde 1952 aus hygienischen Gründen für die 1944/1945 notbestatteten Kriegsopfer, vorwiegend ehemalige Angehörige der Wehrmacht der umliegenden Krankeneinrichtungen, eingerichtet.140px|Am HeidefriedhofAm Hellespont ()270Hellespont, antiker Name der Dardanellen zwischen Marmara- und Ägäischem Meeralign=right Als Straße 414 eingerichtet, ist sie eine Stichstraße südlich vom Dardanellenweg.140px|Am HellespontAn der alten Gärtnerei ()600 Die Straße erstreckt sich über das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Hugo Schlosser.align=right Die Straße erschließt das Neubaugebiet Quartier Hugos. Zwei Äste der Straße zweigen von der Britzer Straße ab; der mittlere Teil der Straße bildet einen fast vollständigen Kreis.140px|An der alten GärtnereiAndlauer Weg ()110Andlau, Weinbaustadt im Elsass (Frankreich)align=right Als Straße 280 eingerichtet, liegt der Weg zwischen Westphalweg und Prühßstraße.140px|Andlauer WegÄneasstraße ()190Äneas, trojanischer Heldalign=right Als Straße 274 angelegt, liegt sie zwischen Eisenacher und Didostraße.140px|ÄneasstraßeAnkogelweg ()1050Ankogel, Gipfel der Hohen Tauernalign=right Die als Straße 145 und 155 eingerichteten Straßen wurden zusammengefasst. Der Weg liegt zwischen Quarzweg und Mariendorfer Damm. Das Gelände des Kombibades Mariendorf gehört zum Ortsteil; die östlicher liegende Schule auf dem Grundstück 97 gehört jedoch zu Buckow.140px|Kombibad im Ankogelweg 95Birnhornweg ()770Birnhorn, Berg in den Salzburger Kalkalpenalign=right Als Straße 127 eingerichtet, liegt der Weg zwischen Mariendorfer Damm und Daimlerstraße. Die Straße ist mit Einfamilienhäusern bebaut.140px|BirnhornwegBlumenweg ()280 hier vorhanden gewesene Gärtnereien (Blumen)align=right Zwischen 1902 und 1910, im Adressbuch von 1908 aufgeführt, hieß der Weg Blumenstraße. Er liegt zwischen Ring- und Gersdorfstraße in Verlängerung der Königstraße als Ausnahme im ,Fürstenviertel’.140px|BlumenwegBösensteinweg ()200Bösenstein, Berg in Österreich (Niedere Tauern)align=right Als Straße 134a angelegt, liegt der Weg zwischen Grimmingweg und Säntisstraße.140px|BösensteinwegBosporusstraße ()230Bosporus, Meeresstraße zwischen Europa und Asienalign=right Sie liegt zwischen Marmaraweg und Goldenes Horn. Am 13. Februar 1957 kam der Abschnitt über Goldenes Horn hinaus hinzu.140px|BosporusstraßeBritzer Straße ()1040Britz, östlicher Nachbarortalign=right Der seit dem 19. Jahrhundert die Verbindung in den Nachbarort bildende Britzer Weg wurde mit der Befestigung zur „Straße“ erhoben. Die verkehrsreiche Verbindungsstraße ist mit Wohnblocks und Einfamilienhäusern bebaut, die durch Parks und Kleingartenanlagen ergänzt werden.berliner-stadtplan.com: Britzer-Strasse-Volkspark-Mariendorf140px|Britzer Straße 140px|Berlin-Mariendorf Britzer StraßeBrussaer Weg ()340Brussa, Provinzhauptstadt im Nordwesten der Türkeialign=right Als Straße 217 eingerichtet, liegt der Weg zwischen Imbrosweg und Britzer Straße, zu der keine Ausfahrt besteht.140px|Brussaer WegBuchsteinweg ()390Buchstein, zwei Berge in den Ennstaler Alpen (Österreich)align=right Als Straße 126 eingerichtet, liegt der Weg zwischen Titlisweg und als Sackgasse zur Säntisstraße, zu der ein Fußweg führt.140px|BuchsteinwegCantorsteig ()140Georg Cantor (1845–1918), Mathematikeralign=right Als Straße 7 angelegt, liegt der Steig zwischen König- und Kaiserstraße.140px|Cantorsteig140px|Cantorsteig, Richtung KaiserstraßeCatostraße ()160Cato (234–149 v. Chr.), römischer Politiker und Schriftstelleralign=right Als Straße 235 eingerichtet, liegt sie zwischen Liviusstraße und Horazweg (jeweils als Sackgasse).140px|CatostraßeDachsteinweg ()230Dachstein, Kalkhochplateau in den Nördlichen Kalkalpen (Österreich)align=right Als Straße 164 eingerichtet, liegt der Weg zwischen Klausenpaß und Tauernallee. 140px|Berlin-Mariendorf DachsteinwegDaimlerstraße ()640nur NordseiteGottlieb Daimler (1834–1900), Ingenieur und Unternehmeralign=right Als Straße 130 eingerichtet, liegt sie zwischen Säntis- und Großbeerenstraße. 1929 führte sie zur Säntisstraße und wurde 1938 zur Kettinger Straße verlängert. Mit der Errichtung der anliegenden Wohnbauten wurde am 1. Juli 1977 die Daimlerstraße zwischen Grimmingweg und Kettinger Straße in Föttinger Zeile umbenannt. Die Ortsteilgrenze liegt entlang dem nördlichen Straßenrand an der Grundstücksgrenze zwischen Titlisweg und Säntisstraße.140px|DaimlerstraßeDardanellenweg ()820Dardanellen, Meerenge zwischen Marmarameer und Ägäischem Meeralign=right Der Weg liegt zwischen Rixdorfer und Plautusstraße und setzt sich als Ingrid-Rabe-Straße fort. Die Straßen Westphal-, Dirschel- und Dardanellenweg waren früher ein durchgängiger Straßenzug.140px|DaranellenwegDederingstraße ()440Dedering, ein Mariendorfer Bauerngeschlecht im 18. Jahrhundertalign=right Als Straße 79 eingerichtet, liegt sie zwischen Lankwitzer und Kitzingstraße.140px|DederingstraßeDidostraße ()220Dido, phönizische Prinzessin. Sie wurde in Karthago von Äneas aufgenommen.align=right Als Straße 275 eingerichtet, liegt sie zwischen Eisenacher Straße und Dirschelweg.140px|DidostraßeDirschelweg ()100Andreas Dirschel (1702–1761), Mariendorfer Pfarrer von 1743 bis 1761align=right Er liegt zwischen Rixdorfer Straße und Didostraße. Der Westphalweg zwischen Rixdorfer Straße und Didostraße wurde 1953 in Dirschelweg umbenannt.140px|DirschelwegEinödshoferweg ()110Julius Einödshofer (1863–1930), Komponist und Kapellmeisteralign=right Der Weg liegt zwischen Eisenacher Straße und Teikeweg.140px|EinödshoferwegEisenacher Straße