Löwenzahn – Das Kinoabenteuer ist ein deutscher Abenteuer- und Familienfilm aus dem Jahr 2011. Er basiert auf der Fernsehserie Löwenzahn mit Guido Hammesfahr als Fritz Fuchs. Peter Timm führte die Regie.

Handlung Die Kinder Fritz Fuchs und Roman Zenkert finden in einer Höhle der Alpen einen Schatz, den Hannibal vor etwa 2200 Jahren bei seiner Alpenüberquerung versteckt hatte. Bevor sie ihn bergen können, stürzt die Höhle ein. Roman flieht und lässt seinen Freund Fritz im Stich, der sich nur mit Hilfe seines Hundes befreien kann.

Jahre später fliegt der nun erwachsene Fritz Fuchs mit seinem solarbetriebenen Motorgleitschirm über seinen Heimatort Bärstadt, als Laila, die jugendliche Nichte seiner Freundin Yasemin, zu einem Ferienbesuch ankommt. Vor ihren Augen fährt ein rücksichtsloser Autofahrer einen Hund an und tötet ihn. Fritz und Laila finden drei Welpen der getöteten Hündin und nehmen sie bei sich auf.

Der Geländewagen, der die Hündin überfuhr, wurde von der blonden Cora gefahren. Auf der Suche nach einer Schatzkarte durchwühlen ihre Begleiter Marvin und Ronny den Bauwagen, in dem Fritz wohnt. Als dieser zurückkommt, fliehen die Eindringlinge, zunächst ohne zu wissen, dass die drei Welpen bei ihnen im Auto sind. Fritz und Laila wollen die Welpen retten und verfolgen die Fliehenden: Fritz mit dem Gleitschirm und Laila mit dem Mofa der Briefträgerin, begleitet von Fritz’ Hund Keks.

Cora möchte die Welpen ertränken lassen, doch als sie mit ihrem Freund Roman Zenkert telefoniert, bringt er sie davon ab: Mit Hilfe der Welpen möchte er seinen ehemaligen Freund Fritz in seine Burg Eisenstein in Thüringen locken, um von ihm den Ort des Schatzes zu erfahren, den er bereits verkauft, ohne ihn zu besitzen.

Yasemin verfolgt Laila im VW-Bus von Fritz’ Nachbar Paschulke. Dieser stiehlt ein Polizeiauto, um gemeinsam mit der Briefträgerin sein Auto und ihr Post-Mofa zu verfolgen.

Fritz und Hund Keks erreichen Eisenstein und dringen in Roman Zenkerts videoüberwachte Burg ein, in deren Keller dieser gestohlene Kunstschätze aufbewahrt. Nachdem er Romans Gehilfen mit einem Trick eingesperrt hat, gelingt es Fritz beinahe, mit den Welpen zu fliehen. Doch als Yasemin in der Burg auftaucht, nimmt Roman sie gefangen und erpresst Fritz zur Rückkehr. Gemeinsam fahren sie in die Alpen, um den Schatz zu suchen. Laila, die ebenfalls inzwischen die Burg erreicht und die anderen heimlich beobachtet hatte, fährt versteckt auf der Ladefläche eines der Autos mit.

Nachdem Fritz unter Androhung von Gewalt Roman, Cora und Marvin zum Schatz in der hoch gelegenen Alpenhöhle geführt hat, geben sich Cora und Marvin gegenüber Roman als Liebespaar zu erkennen. Die beiden fliehen mit dem Schatz und sprengen die Höhle, in der Fritz und Roman zurückbleiben. Die ehemaligen Jugendfreunde überleben und finden einen Schacht, der senkrecht ans Tageslicht führt. Fritz hilft Roman, als Erster an einem Seil hinaufzuklettern, doch dieser lässt ihn erneut im Stich und entfernt, nachdem er oben angekommen ist, sofort das Seil und lässt Fritz im Schacht zurück. Dieser scheint nun aussichtslos gefangen. Laila kommt ihm zu Hilfe: Mit Fritz’ Motorschirm fliegt sie über den Schacht, zieht Fritz an einem Seil hinaus und bringt ihn ins Tal.

Die Flucht der Verbrecher endet in einer Seilbahn, die mit einem Kurzschluss stehen bleibt, als die Welpen an die Elektronik urinieren. Schließlich werden Roman, Cora und Marvin von der Polizei verhaftet, während der herzensgute Ronny gemeinsam mit Fritz, Laila, Yasemin, Paschulke und der Briefträgerin die Befreiung der Welpen feiert.

Hintergrund Produktion Das ZDF und Studio.TV.Film produzierten den Film anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Serie. Die Dreharbeiten fanden von Juli bis September 2010 statt. Die meisten Drehorte lagen in Thüringen, so die Burg Ranis, das Oberschloss Kranichfeld und die Gemeinde Tambach-Dietharz. 50 % der Dreharbeiten erfolgten in Thüringen, denn die Mitteldeutsche Medienförderung hat den Film mit 500.000 Euro unterstützt. Studioszenen entstanden im Kindermedienzentrum Erfurt. Der Ort Bärstadt wurde von unterschiedlichen Gemeinden dargestellt: Fritz’ Bauwagen stand im thüringischen Engerda,Was ist denn hier los? In: Uhlstädt-Kirchhaseler Anzeiger. Amtsblatt, Heimat- und Bürgerzeitung der Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel. Jahrgang 18, Freitag, den 3. September 2010 Nr. 9, S. 4 f. (, PDF, 980 kB). während unter anderem die Flugaufnahmen über Bärstadt tatsächlich den Münsinger Stadtteil Gundelfingen und das Tal der Großen Lauter in Baden-Württemberg zeigen. Die Hochgebirgsaufnahmen wurden in Tirol, Österreich gedreht, die Aufnahmen am See in der Gemeinde Seddiner See, Brandenburg.Vgl. Danksagung im Filmabspann.

Die Band Apollo 3 spielte für den Film die Titel Adrenalin und Überflieger ein.

Darsteller Guido Hammesfahr, der Hauptdarsteller der Fernsehserie, spielte auch im Kinofilm die Rolle des Fritz Fuchs. Ebenfalls aus der Serie übernommen wurden Kioskbesitzerin Yasemin Saidi (Sanam Afrashteh), Nachbar Paschulke (Helmut Krauss) und Fritz’ Berner Sennenhund „Keks“. Dazu kommen Ruby O. Fee als junge Abenteurerin, Dominique Horwitz, Petra Schmidt-Schaller, Julian Sengelmann und Joel Basman als Gegner von Fritz sowie Sabine Orléans als Briefträgerin und Filmpartnerin von Nachbar Paschulke.

Veröffentlichung Am 12. Mai 2011 startete der Spielfilm mit mehr als 200 KopienDie schlechtesten Starts in Deutschland seit 2010. insidekino.com, abgerufen am 27. Dezember 2011. in den deutschen Kinos. Er verpasste die Top Ten der KinochartsDeutsche Kinocharts: „Fast & Furious Five“ vor Zwei-Millionen-Besucher-Marke. In: Blickpunkt:Film, abgerufen am 16. Mai 2011. und erreichte bis Ende 2011 etwa 95.000 Zuschauer. Am 14. Oktober 2011 erschien Löwenzahn – Das Kinoabenteuer bei Warner Home Video auf DVD.

Kritiken

Weblinks

Offizielle Internetpräsenz

Einzelnachweise

Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmtitel 2011 Kategorie:Abenteuerfilm Kategorie:Kinderfilm