Lossatal ist eine Gemeinde im Landkreis Leipzig in Sachsen.
Geografie Lage Lossatal liegt östlich von Leipzig und nordöstlich von Wurzen. Durch das Gemeindegebiet fließt die namensgebende Lossa durch Müglenz, Hohburg, Klein- und Großzschepa zur Mulde. Falkenhain liegt am Westrand der Dahlener Heide. Um den Ort Hohburg befinden sich die Hohburger Berge mit dem 240 m hohen Löbenberg.
Nachbargemeinden sind Mockrehna im Norden, Dahlen und Belgern-Schildau im Osten, Wurzen im Süden und Thallwitz im Westen.
Gemeindegliederung Zur Gemeinde Lossatal gehören 18 Ortschaften. Sitz der Verwaltung ist Falkenhain. mini|hochkant=1.1|Müglenz Dornreichenbach Falkenhain Frauwalde Großzschepa Heyda Hohburg Kleinzschepa Körlitz Kühnitzsch Lüptitz Mark Stolpen Mark Schönstädt Meltewitz Müglenz Thammenhain Voigtshain Watzschwitz Zschorna
Geschichte Die Gemeinde Lossatal entstand zum 1. Januar 2012 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Falkenhain und Hohburg mit ihren Ortsteilen.
+ Eingemeindungen und Zusammenschluss Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung DornreichenbachStatistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen 1. April 1997 Eingemeindung nach Falkenhain Dornreichenbach, Gutsbezirk um 1922 Eingemeindung nach Dornreichenbach Falkenhain 1. Januar 2012 Zusammenschluss mit Hohburg zu Lossatal Falkenhain, Gutsbezirk um 1922 Eingemeindung nach Falkenhain Frauwalde 1. Juli 1972 Eingemeindung nach Frauwalde Frauwalde, Gutsbezirk um 1922 Eingemeindung nach Heyda Großzschepa 15. Februar 1993 Eingemeindung nach Hohburg Großzschepa, Gutsbezirk um 1922 Eingemeindung nach Großzschepa Heyda 1. Dezember 1972 Eingemeindung nach Falkenhain Heyda (mit Mark Stolpen), Gutsbezirk um 1922 Eingemeindung nach Heyda Hohburg 1. Januar 2012 Zusammenschluss mit Falkenhain zu Lossatal KapsdorfGemeinde- und Ortsverzeichnis für das Königreich Sachsen, 1904, Herausgeber: Statistische Bureau des königlichen Ministeriums des Inneren vor 1875 Eingemeindung nach Hohburg Kleinzschepa 15. September 1961 Eingemeindung nach Hohburg KnatewitzDas Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943 1. April 1936 Eingemeindung nach Meltewitz Körlitz 1. Juli 1977 Eingemeindung nach Kühnitzsch Kühnitzsch 1. April 1997 Eingemeindung nach Falkenhain Kühnitzsch, Gutsbezirk um 1922 Eingemeindung nach Kühnitzsch Lüptitz 15. Februar 1993 Eingemeindung nach Hohburg Mark Schönstädt vor 1875 Eingemeindung nach Meltewitz Meltewitz 1. Januar 1999 Eingemeindung nach Falkenhain Müglenz 1. Juli 1972 Eingemeindung nach Hohburg Müglenz, Gutsbezirk um 1922 Eingemeindung nach Müglenz Thammenhain 1. Januar 1999 Eingemeindung nach Falkenhain Thammenhain, Gutsbezirk um 1922 Eingemeindung nach Thammenhain Voigtshain 1. Januar 1973 Eingemeindung nach Thammenhain Voigtshain, Gutsbezirk um 1922 Eingemeindung nach Voigtshain WatzschwitzGemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches BundesamtVerzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere, 1952, Herausgeber: Ministerium des Innern des Landes Sachsen 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Hohburg Zschorna 1. Januar 1952 Eingemeindung nach Lüptitz Zschorna, Gutsbezirk um 1922 Eingemeindung nach Zschorna
Politik
Gemeinderat Seit der Gemeinderatswahl am 9. Juni 2024 verteilen sich die 15 Sitze des Gemeinderates wie nebenstehend dargestellt auf die einzelnen Gruppierungen. Ergebnisse früherer Wahlen sind unten tabellarisch aufgelistet. +letzte GemeinderatswahlenListe202420192014Sitzein %Sitzein %Sitzein %Bündnis – Freie Wähler – Lossatal e. V.422,5317,9––AfD122,4213,8––CDU420,3629,2836,6Bürger für Lossatal316,8317,2422,0Wählerinitiative Für ein starkes Lossatal18,4––––SPD Sachsen13,615,417,6Linke13,6211,9315,0Grüne–2,414,6–3,9UWV e. V.––––17,9FWVH e. V.––––16,9Wahlbeteiligung71,6 %63,2 %55,4 %
Bürgermeister Der Zusammenschluss zur Gemeinde Lossatal machte die Neuwahl des ersten Bürgermeisters notwendig. Zur Wahl stellten sich Wolfram Ebert (CDU), Martina Lehnigk (Unabhängige Wählervereinigung) und Uwe Weigelt (Einzelbewerber). Bereits nach dem ersten Wahlgang am 25. März 2012 konnte der Diplom-Verwaltungswirt Uwe Weigelt (* 1963), der bisherige Bürgermeister der Gemeinde Hohburg, mit 71 % der abgegebenen gültigen Stimmen die Wahl für sich entscheiden. (PDF-Datei; 17 kB)
Am 10. März 2019 wurde Weigelt mit 82,9 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt. Mitbewerber war Ulrich Fandrey (CDU), der die restlichen 17,1 % der Stimmen erringen konnte. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,1 %.
Zur Bürgermeisterwahl 2026 traten 4 Kandidaten an. Christiane Hörnig (Bündnis Freie Wähler Lossatal e.V.), Mirko Zimmermann (AfD), Sylvia Uhlemann (Einzelbewerberin) und Michael Schön (CDU). Im ersten Wahlgang am 22. Februar 2026 konnte kein Bewerber die notwendigen 50 % der Stimmen erreichen. Im zweiten Wahlgang am 15. März 2026 traten nur noch 3 Kandidaten an. Sylvia Uhlemann war zur Stichwahl nicht angetreten. Michael Schön konnte die Wahl mit 52,7 % für sich entscheiden. Christiane Hörnig konnte 28,1 % der Stimmen erreichen. Auf Mirko Zimmermann entfielen 19,3 %. Insgesamt gaben 2.980 Wählerinnen und Wähler ihre Stimmen ab, was einer Wahlbeteiligung von 60 % entspricht.
+letzte BürgermeisterwahlenWahlBürgermeisterVorschlagWahlergebnis (in %)2026Michael SchönCDU52,72019Uwe WeigeltWeigelt82,9201271,1Neugründung (siehe Falkenhain, Hohburg)
Wappen Auf seiner Sitzung am 10. September 2014 fasste der Gemeinderat den Beschluss über das neue Wappen. Das Wappen wurde am 13. November 2014 durch das Landratsamt Leipzig genehmigt.
Blasonierung: „In Silber eine mit zwei Rädern auf der mittleren Kuppe eines mit einem silbern konturierten blauen Wellenbalken belegten grünen Dreiberg stehende schwarze Lore, darauf ein silbernes Steinmetzgezähe (gekreuzte Hämmer mit Meißel), auf den äußeren kleinen Bergkuppen je zwei beblätterte grüne Ähren, an den Seiten je ein angeschnittener grüner Eichenbaum.“
Das Wappen wurde vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet und nach Beschluss des Gemeinderates vom 10. September 2014 ins Genehmigungsverfahren geführt. Die Wappensymbole beziehen sich auf die durchs Gemeindegebiet fließende Lossa, den Abbau von Quarzporphyr, die umliegenden Berge, die Landwirtschaft und die baumreiche naturelle Umgebung mit Eichenbeständen.Jörg Mantzsch: Das Wappen der Gemeinde Lossatal, Dokumentation zum Genehmigungsverfahren, Hinterlegt beim Landkreis Leipzig 2014 (Gutachten: Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden)
Die Farben der Gemeinde sind grün und weiß.
Partnerschaften Partnergemeinden von Lossatal sind Bodelshausen in Baden-Württemberg, ehemals Partnergemeinde von Hohburg, und Přemyslovice im Okres Prostějov in Tschechien. Außerdem bestehen freundschaftliche Kontakte der ehemaligen Gemeinde Thammenhain zur Gemeinde Siegelsbach in Baden-Württemberg, die von Lossatal weiter aufrechterhalten werden.
Kultur und Sehenswürdigkeiten siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Lossatal Dornreichenbach: Schloss, Schlosspark (Gartendenkmal), Kirche, Tiergehege mit Damwild, stillgelegter Steinbruch, Rittergut mit Eiscafé Mark Schönstädt: Waldbad, Steinarbeiterkantine (älteste erhaltene Steinarbeiterkantine in Sachsen) Heyda: Schloss mit Schlosspark Falkenhain: Kirche, Schloss Frauwalde: Museum für Ur- und Frühgeschichte mit Hügelgräber und Teufelsstein Kühnitzsch: Schloss mit Dorfmuseum und Schlosspark, Bockwindmühle, Kirche, Naturbad Meltewitz: Kirche und Turmwindmühle Voigtshain: Herrenhaus, Turmwindmühle Thammenhain: Schloss mit Schlosspark Falkenhain: Dorfkirche Falkenhain (Lossatal) Hohburg: ehemaliger Kaolintagebau (Badesee mit Liegewiesen und Wanderwegen), Hohburger Berge mit Naturdenkmal Schwarze Wand, „Nationales Geotop“ Wind- und Gletscherschliffe am Kleinen Berg, Museum Steinarbeiterhaus (Geoportal des Geopark Porphyrland) Großzschepa: Heimatmuseum Großzschepa bei Lüptitz: Wolfsberg-Steinbruch und Spitzberg
Müglenz: Kirche und Schloss Zschorna: Schloss
Naturschutz
Wirtschaft und Infrastruktur Durch das Gemeindegebiet führen die B 6, die Bahnstrecke Leipzig–Dresden sowie die für den Güterverkehr genutzte Bahnstrecke Wurzen–Eilenburg.
In Lossatal befinden sich eine Grund- und eine Oberschule. Das nächstgelegene Gymnasium befindet sich in Wurzen. Seit Januar 2017Einweihung des neuen Sportzentrums 2017 verfügt die Gemeinde über ein modernes Sportzentrum im Ortsteil Falkenhain.
Söhne und Töchter der Vorgängerorte Johann VI. von Saalhausen (1444–1518), Bischof, machte Wurzen zum Bischofssitz, geboren in Thammenhain Johann Martin Luther II. (1663–1756), lutherischer Theologe, Senior des Zeitzer Stiftskapitels, geboren in Hohburg Johann Christian Götze (1692–1749), Bibliothekar und Theologe Gotthelf August Eichler (1821–1896), Lehrer und Rektor der Taubstummenschule in Leipzig Hermann Pöge (1840–1894), Unternehmer Georg Wünning (1948–2025), Orgelbauer, geboren in Dornreichenbach Karl Czok (1949–2012), Erzieher und Politiker (CDU) Reinhardt Hassa (* 1952), Manager Helfried Schmidt (* 1957), Verleger Volkmar Winkler (* 1959), Politiker, Landtagsabgeordneter in Sachsen, geboren in Dornreichenbach Holger Pohland (* 1963), Leichtathlet Tobias Bilz (* 1964), evangelisch-lutherischer Theologe, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, geboren in Dornreichenbach
Weblinks
Website der Gemeinde Website des Ortsteils Zschorna
Einzelnachweise
Kategorie:Gemeindegründung 2012